Gold & Rohstoffe

Lunar Goldmünzen sind unter Sammlern begehrt

geschrieben von Michael Konetzny

Lunar Goldmünzen erkennt man an wunderschönen Tiermotiven des chinesischen Mondkalenders, die jährlich wechseln. Die erste Edition der Lunar Serie wurde von 1996 bis zum Jahr 2007 geprägt. Seit 2008 erscheint die neue Lunar II Serie mit einem neuem Design und mit anderen Abmaßen.

Der Australien Nugget ist die mit Abstand auflagenstärkste australische Goldmünze. Weniger bekannter, dafür vor allem unter Sammlern aber sehr begehrt, ist die australische Lunar Serie.

Man erkennt Lunar Goldmünzen an sehr schönen Tiermotiven des chinesischen Mondkalenders, wobei die Motive jährlich wechseln. Das chinesische Lunar-Neujahr (Frühlingsfest) geht auf die Zeit um 2.600 v. Chr. zurück. Es ist die älteste Jahreszählung überhaupt. Die Tiermythologie geht von der Legende aus, dass Buddha vor seinem Übertritt ins nächste Leben die Tiere der Welt zu sich gerufen hat. Die zwölf Tiere, die dann tatsächlich kamen, dienen den Jahren als Namensträger und stehen zugleich für bestimmte Charaktereigenschaften. Ein Zyklus dauert immer 12 Jahre und beginnt dann von Neuem.

Lunar Goldmünzen der Serie I
Die Lunar Serie I beginnt im Jahr 1996 mit dem Motiv der Ratte (bzw. der Maus). Ferner sind auf der Motivseite die Feinheit, die Größenangabe und der Jahrgang zu sehen. Auf der Rückseite befindet sich das gleich bleibende Bildnis von Queen Elizabeth II mit dem jeweiligen Nennwert. Das Bildnis der Queen wurde ab dem Prägejahr 1999 dem aktuellen Aussehen der Königin angepasst. Die Lunar Goldmünzen der Serie I enthalten folgende Motive:

  • Jahr der Ratte 1996
  • Jahr des Ochsen 1997
  • Jahr des Tigers 1998
  • Jahr des Hasen 1999
  • Jahr des Drachen 2000
  • Jahr der Schlange 2001
  • Jahr des Pferdes 2002
  • Jahr der Ziege 2003
  • Jahr des Affen 2004
  • Jahr des Hahn 2005
  • Jahr des Hundes 2007
  • Jahr des Schwein 2008.

Die Lunar Goldmünzen haben einen Goldanteil von 999,9/1000 Anteilen Gold (24 Karat). Die Münzen der Serie I wurden bei ihrer Herausgabe mit nur einem geringen Aufpreis zum aktuellen Goldkurs gehandelt. Heute erzielen einige diese Lunar Goldmünzen beachtliche Aufpreise. Vergleichsweise teuer ist zum Beispiel die 1 Unze Goldmünze mit dem Motiv des Drachen. Dieser wurde bereits nach einiger Zeit  teilweise zur doppelten Summe des Goldpreises gehandelt. Eine weitere 1 Unze Goldmünze aus der Lunar I Serie, die deutlich höher gehandelt wird, ist die Münze mit dem Pferd-Motiv aus dem Jahr 2002. Die höheren Preise resultieren dabei aus der geringeren Auflage der entsprechenden Jahrgänge.

Lunar Goldmünzen der Serie II
Die Perth Mint hat seit Ende 2007 damit angefangen, die Lunar Goldmünzen der Serie II mit dem Motiv der Maus für das Jahr 2008 zu prägen. Neben den Abmaßen werden auch neue Motive auf den Münzen abgebildet.
Die Vorderseite der Serie II zeigt – wie bei der ersten Serie – das Abbild von Queen Elizabeth II. Auch wird der Nennwert der Lunar Goldmünzen wieder in australischen Dollars angegeben. In Australien haben die Lunar Goldmünzen durch die Angabe des Nennwertes eine Gültigkeit als offizielles Zahlungsmittel.
Weitere bisher erschienene Goldmünzen der Serie II sind das Jahr 2009 Ochse und 2010 Tiger in verschiedenen Größen- und Gewichtseinheiten. Im Jahr 2011 wird der Hase an der Reihe sein und 2012 wieder der Drache.
In den Jahren 2008 und 2010 wurde jeweils eine 10 kg Lunar Goldmünze mit einer maximalen Auflage von 100 Stück produziert. Eine weitere Begrenzung der Auflage ist bei den 1 Unzen Lunar Goldmünzen vorgesehen (2008: 35.000, in den Folgejahren: 30.000 Stück).
Erstmals im Jahr 2010 wurde eine 1/20 Unzen Münze geprägt. Parallel zur Lunar Serie in Gold bieten die Australier auch eine in Silber an, die ähnliche Motive hat wie die Lunar Goldmünzen.

Lunar Goldmünzen erwerben
Goldmünzen der Lunar I und Lunar II Serien können bei verschiedenen Edelmetallhändlern gekauft werden. Hierbei sollte man insbesondere bei den Lunar Goldmünzen der Serie I mit gewissen Aufpreisen rechnen. Erhältlich sind Lunar Goldmünzen natürlich auch im Internet.

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Michael Konetzny

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