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Biosprit – Treibstoff für Ihr Depot

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geschrieben von experto.de

Biotreibstoff ist ein Zukunftsmarkt mit erheblichem Wachstumspotenzial. Mit welchen Aktien
können Sie von der zu erwartenden Entwicklung profitieren? Mehr dazu lesen Sie in diesem Artikel.

Die USA importieren täglich rund 14 Mio. Barrel Öl. Und dies zu großen Teilen aus politisch instabilen Regionen. Um diese Abhängigkeit zu verringern, sind die Amerikaner bestrebt, den Antrieb von Autos durch Biotreibstoff stärker voranzutreiben. Zweifellos ist Biotreibstoff ein Thema. Um die Bedeutung ins rechte Licht zu rücken, sollten Sie sich jedoch eines vor Augen führen: Selbst wenn die USA ihre gesamte Maisernte in Ethanol umwandeln würden, könnte der Benzinverbrauch im Land damit für nicht einmal 20 Tage gedeckt werden.

Biosprit ist kein Wundermittel. Doch die Regierungen rund um den Globus streben einen höheren Anteil von Biotreibstoff am Benzinverbrauch an. Dies schafft Wachstumsperspektiven und gute Investmentchancen für Sie als Anleger.

Die Märkte für Biotreibstoff
Der Begriff Biotreibstoff bezieht sich auf alle aus landwirtschaftlichen Produkten gewonnenen Kraftstoffe. Dabei gibt es 2 Haupttypen: Ethanol und Biodiesel. Ethanol ist aus Mais oder Zucker gewonnener Alkohol. In den USA wird zur Herstellung fast ausschließlich Mais verwendet. Derzeit gibt es in den USA 101 Ethanol-Werke, die jährlich rund 5 Mrd. Gallonen (über 20 Mrd. Liter) ausstoßen.
Zwei Hauptfaktoren treiben die Nachfrage. Zum einen ist das Additiv MTBE, das dem Benzin als Klopfschutzmittel beigemischt wird, im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit problematisch. Deshalb haben die Raffinerien auf Ethanol – den einzigen adäquaten Ersatz für MTBE – umgestellt. Die daraus resultierende Nachfrage hat den Ethanolpreis seit Januar um über 100 % in die Höhe schnellen lassen.
Der zweite Antriebsfaktor ist ein neues Gesetz, das die Raffinerien dazu verpflichtet, ihren Ethanolverbrauch bis 2012 auf rund 7,5 Mrd. Gallonen jährlich zu vergrößern. Derzeit verbrauchen die USA rund 316 Mrd. Gallonen Rohöl pro mit dem Gesetz sein Ziel erreichte, wäre Ethanol für weniger als 2,5 % des gesamten Kraftstoffverbrauchs verantwortlich. Dennoch schlummert hier ein gewaltiges Wachstumspotenzial.
Die Alternative: Biodiesel
Biodiesel ist kein Alkohol, sondern sehr reiner Diesel, der aus Gemüse und Samenöl gewonnen wird. Hauptmarkt für Biodiesel ist Europa, wo er vor allem aus Rapsöl hergestellt wird. In Europa wurde die Regulierung für den Schwefelausstoß bei Dieselkraftstoff deutlich verschärft.
Da Biodiesel frei von Schwefel ist, mischen die Raffinerien dem herkömmlichen Dieselkraftstoff Biodiesel bei, um so die Vorgaben zu erfüllen. Auch Europa treibt die Verwendung von Biotreibstoff voran. Bis 2010 soll sich hier der Verbrauch fast verdreifachen.
Wie Sie profitieren
Wenn Sie an der Entwicklung teilhaben wollen, sollten Sie sich auf die Konzerne konzentrieren, die von der steigenden Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten profitieren. Meiden sollten Sie aber überbewertete reine Ethanol-Titel.
Allein im Juni wagten 3 Ethanol-Unternehmen den Gang an die Börse: Verasun Energy, Xethanol und Aventine Renewable. Kurzfristig dürften die Ethanolpreise zwar weiter zulegen, allerdings sind derzeit bereits 32 neue Werke im Bau, mit denen sich die US-Produktionskapazität verdoppeln wird. In nur 2 Jahren wird Ethanol im Überfluss vorhanden sein. Alle 3 erwähnten Papiere sind überaus ambitioniert bewertet. Deshalb sollten Sie Verasun Energy, Xethanol und Aventine Renewable meiden.

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