Gold & Rohstoffe

Goldanlagen: Krisenschutz und Renditebringer

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geschrieben von experto.de

Was ist am Goldmarkt los? Das Edelmetall steigt von Rekord zu Rekord und kümmert sich nicht um die ungeschriebenen Börsengesetze. So konnten sich Investoren früher an eine einfache Faustformel halten: Steigt der US-Dollar, fällt der Goldpreis – schwächelt die US-Währung, blüht Gold auf. Im 2. Halbjahr 2005 ist alles anders: Der Dollar präsentiert sich sehr fest, doch der Goldpreis geht nicht zurück. Im Gegenteil! Unbeeindruckt marschiert er Richtung 500 $ je Unze (1 Unze = 31 g).

Gold gewinnt eine neue strategische Bedeutung – keine spekulative Blase
Es ist etwas im Busch. Darauf deuten auch die jüngsten Nachrichten hin. Ende November wurde in Dubai die Terminbörse "Dubai Gold and Commodities Exchange" gegründet. Das ehrgeizige Ziel: Die neue Goldbörse soll die Nr.2 hinter dem Marktführer London werden. Unterstützt werden die Pläne von der indischen Rohstoffbörse.
Wenn die Vereinten Arabischen Emirate und der größte Goldnachfrager (Indien) an einem Strang ziehen, kann es zu einer Neuordnung kommen. Seit Jahren gibt es am Börsenparkett das Gerücht, dass speziell die Ölmultis verstärkt auf Gold setzen wollen. Sogar von einer goldgedeckten Währung ist die Rede. Das jetzige System, wonach die Öl-Lieferungen in USD abgerechnet werden, gefällt nicht mehr allen Marktteilnehmern. Einige wollen ihr schwarzes Gold lieber in echtes Gold investieren.
Umdenken bei Notenbanken: Erste Banken wollen wieder kaufen
Über die Manipulation des Goldpreises durch die Notenbanken gibt es dutzende Abhandlungen. Die Grundthese: Die Notenbanken halten durch gezielte Verkäufe der Goldreserven den Preis niedrig, um die Papierwährungen (Dollar, Euro) zu stützen.
Die Verkaufsfront der Notenbanken bröckelt aber bereits. Russland und Argentinien haben jüngst angedeutet, dass sie sich eine Aufstockung der Goldreserven vorstellen können. Fangen auch noch die asiatischen Banken an, Gold zu horten, wird die Nachfrage den Goldpreis weit über 500 $ je Unze treiben.
Parallelen zum Öl: Jetzt wird für die Sünden der Vergangenheit gezahlt – Neue Minenprojekte fehlen
Der zeitgleiche Aufschwung von Öl und Gold hat eine gemeinsame Ursache: Da Rohstoffe 20 Jahre lang keine hohen Renditen abgeworfen haben, wurde die Erschließung neuer Vorkommen vernachlässigt. So sank im Jahr 2004 die Goldproduktion um 4%, obwohl es speziell aus der Wachstumsregion Asien einen gewaltigen Nachfrageschub gibt (genau wie beim Öl).
Das World Gold Council meldet, dass die Goldnachfrage im 3. Quartal 2005 zum 7. Mal in Folge gestiegen ist. Die wachsende Mittel- und Oberschicht in Indien und China deckt sich mit dem Edelmetall ein. Die Marke von 500 Dollar je Goldunze ist daher nur eine Zwischenstation.

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