Gold & Rohstoffe

Öl, Wasser: Moderne Techniken erschließen neue Quellen

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geschrieben von experto.de

Öl: Das schwarze Gold fließt weiter – selbst wenn 2020 die herkömmlichen Reserven zur Neige gehen sollten. Denn dann werden die Petrokonzerne eine neue Ölquelle erschließen: ölhaltigen Sand. Die Vorräte in kanadischen Böden sollen denen von Saudi-Arabien entsprechen. In China wurden unlängst 1,28 Mrd. Barrel entdeckt; in den Böden Kasachstans sollen zehnmal so viel lagern. Die Förderung ist allerdings kompliziert: Der Sand wird im Tagebau gefördert, mit Wasser vermischt, in riesigen Zentrifugen geschleudert, gekocht und gefiltert. 10 Dollar kostet so ein Barrel. Damit ist das aus Sand gewonnene Öl dreimal teurer als das aus dem Fernen Osten.

Aber: Sollte Öl aus herkömmlicher Produktion noch teuer werden, könnte sich das Verfahren lohnen. Trendletter-Einschätzung: Mittelfristig bleiben die Ölpreise moderat – und Ölsand unwirtschaftlich. Was die Quelle interessant machen könnte: Die USA versuchen sich schon länger von importiertem Öl unabhängig zu machen. Die riesigen Ölsand-Vorkommen beim nördlichen Nachbarn Kanada könnten als Alternative entdeckt und mit Zöllen gefördert werden.
Wasser: Die Londoner Stadtwerke erschließen derzeit eine neue Trinkwasser-Quelle: Salzwasser aus dem Ärmelkanal. Thames Water plant eine 300 Mio. Euro teure Entsalzungsanlage in der Themsemündung.Die RWE-Tochter will so den zusätzlichen Trinkwasserbedarf decken, der durch steigende Bewohnerzahlen und heißere Sommer entsteht. Versorgungsunternehmen setzen derzeit weltweit verstärkt auf Meerwasser. In die nötigen Anlagen werden in den nächsten zwei Dekaden 58 Mrd. Euro investiert. Gründe für diese Entwicklung:
  • Knappheit. Alle Süßwasserquellen sind erschlossen, die Kosten der Gewinnung steigen. Der Preis für Wasser aus dem Fluss Colorado etwa ist seit 1993 um das 15fache gestiegen.
  • Technischer Fortschritt: Die Kosten für Entsalzungsinken jedes Jahr um 4 Prozent, da sich die Technik weiterentwickelt. Teuer ist das Verfahren dennoch: Die Londoner Entsalzungsanlage wird den Kubikmeter Wasser für umgerechnet 36 Cent produzieren – doppelt so teuer wie bei Gewinnung aus Flüssen.

Umweltschutz: Staudämme und Wasserentnahme aus Flüssen schädigen die Umwelt. Einige Versorgungsunternehmen,etwa in Spanien, nehmen deshalb von diesen Projekten Abstand. Eine US-Studie zeigt: Kunden sind bereit, die Mehrkosten zu tragen.

Aber: Sollte Öl aus herkömmlicher Produktion noch teuer werden, könnte sich das Verfahren lohnen. Trendletter-Einschätzung: Mittelfristig bleiben die Ölpreise moderat – und Ölsand unwirtschaftlich. Was die Quelle interessant machen könnte: Die USA versuchen sich schon länger von importiertem Öl unabhängig zu machen. Die riesigen Ölsand-Vorkommen beim nördlichen Nachbarn Kanada könnten als Alternative entdeckt und mit Zöllen gefördert werden.
Wasser: Die Londoner Stadtwerke erschließen derzeit eine neue Trinkwasser-Quelle: Salzwasser aus dem Ärmelkanal. Thames Water plant eine 300 Mio. Euro teure Entsalzungsanlage in der Themsemündung.Die RWE-Tochter will so den zusätzlichen Trinkwasserbedarf decken, der durch steigende Bewohnerzahlen und heißere Sommer entsteht. Versorgungsunternehmen setzen derzeit weltweit verstärkt auf Meerwasser. In die nötigen Anlagen werden in den nächsten zwei Dekaden 58 Mrd. Euro investiert. Gründe für diese Entwicklung:
  • Knappheit. Alle Süßwasserquellen sind erschlossen, die Kosten der Gewinnung steigen. Der Preis für Wasser aus dem Fluss Colorado etwa ist seit 1993 um das 15fache gestiegen.
  • Technischer Fortschritt: Die Kosten für Entsalzungsinken jedes Jahr um 4 Prozent, da sich die Technik weiterentwickelt. Teuer ist das Verfahren dennoch: Die Londoner Entsalzungsanlage wird den Kubikmeter Wasser für umgerechnet 36 Cent produzieren – doppelt so teuer wie bei Gewinnung aus Flüssen.

Umweltschutz: Staudämme und Wasserentnahme aus Flüssen schädigen die Umwelt. Einige Versorgungsunternehmen,etwa in Spanien, nehmen deshalb von diesen Projekten Abstand. Eine US-Studie zeigt: Kunden sind bereit, die Mehrkosten zu tragen.

Öl: Das schwarze Gold fließt weiter – selbst wenn 2020 die herkömmlichen Reserven zur Neige gehen sollten. Denn dann werden die Petrokonzerne eine neue Ölquelle erschließen: ölhaltigen Sand. Die Vorräte in kanadischen Böden sollen denen von Saudi-Arabien entsprechen. In China wurden unlängst 1,28 Mrd. Barrel entdeckt; in den Böden Kasachstans sollen zehnmal so viel lagern.Die Förderung ist allerdings kompliziert: Der Sand wird im Tagebau gefördert, mit Wasser vermischt, in riesigen Zentrifugen geschleudert, gekocht und gefiltert. 10 Dollar kostet so ein Barrel. Damit ist das aus Sand gewonnene Öl dreimal teurer als das aus dem Fernen Osten.

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