Fonds

Finanzplanung: Grundlagen geschlossener Immobilienfonds

geschrieben von Sven Bayer

Viele Anleger legen große Teile Ihres Vermögens in Immobilien an. Ein denkbarer Weg sind die sog. „geschlossenen Immobilienfonds“. Was steckt dahinter? Was ist zu beachten?

Der geschlossene Immobilienfonds bündelt viele Investoren und Anleger zur gemeinsamen Finanzierung eines oder einiger weniger Immobilienprojekte. Häufig handelt es sich um Beteiligungen in der Rechtsform einer Personengesellschaft, meistens in der einer Kommanditgesellschaft (KG). Da es sich hierbei in der Regel um eine langfristige Vermögensanlage handelt, sollten Anleger für die geplante Laufzeit des Fonds das eingesetzte Kapital nicht benötigen.

Konstruktionsmerkmale des geschlossenen Immobilienfonds

  • Beschränkung auf eine oder wenige exakt definierte Fondsimmobilie(n) (Ausnahme: sog. "Blindpools")
  • Investitions- und Finanzierungsplan sind vorgegeben und in einem Prospekt beschrieben
  • das benötigte Eigenkapital wird den Anlegern zur Zeichnung angeboten
  • der Fonds wird bei Vollzeichnung geschlossen
  • rechtliche Konstruktion: überwiegend als vermögensverwaltende KG, seltener auch als BGB-Gesellschaft
  • steuerliche Konstruktion: Vermögensverwaltung, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, selten aus Gewerbebetrieb

Worauf kommt es bei geschlossenen Immobilienfonds an?

  • Objektdaten
  • Mietverträge
  • Kosten des Objektes
  • Finanzierung
  • Fungibilität (Handelbarkeit des Fondsanteils, evtl. Zweitmarkt)

Prüfen Sie vor einer Investition die o. g. Punkte und beziehen Sie auch den Initiator mit in die Prüfung ein:

  • Wie ist die Bonität / der Ruf?
  • Liegt eine aussagefähige Leistungsbilanz vor (bisherige Projekte)?
  • Wer sind die Partner? Sind die beteiligten Unternehmen miteinander verflochten?

Der Finanzberater Ihres Vertrauens hilft Ihnen gern bei der Auswahl und Analyse des für Sie passenden Fonds!

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Sven Bayer

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