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Geschlossene Immobilienfonds als Langzeit-Geldanlage

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geschrieben von experto.de

Geschlossene Immobilienfonds sammeln Geld ein – im Jahr 2004 wahren es fast 3,9 Mrd. Euro -, um damit eine oder mehrere ganz bestimmte Immobilien zu erwerben. Besitzen Sie Anteile an geschlossenen Immobilienfonds, sind auch Sie an diesen Immobilien beteiligt. Die Höhe des eingesammelten Geldes richtet sich nach der Höhe des Kapitals, das für Projekte benötigt wird. Geschlossene Immobilienfonds eignen sich besonders für die Langzeit-Geldanlage.

Geschlossene Immobilienfonds machen Sie zum Grundeigentümer
Wenn alle Zertifikate gezeichnet sind, wird der Fonds geschlossen. Sie erwerben wirtschaftliches Miteigentum an der jeweiligen Liegenschaft und gelten steuerlich als Grundeigentümer. Die an Sie geleisteten Ausschüttungen gelten als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

Sie legen sich fest!
Für die Fondsgesellschaft besteht keine Verpflichtung zur Rücknahme von Anteilsscheinen. Im Klartext: Wenn Sie Anteile an einem geschlossenem Immobilienfonds erwerben, haben Sie Ihr Geld für 10 bis 20 Jahre fest angelegt.
 
Ein Verkauf von Anteilen war bisher nur schwer möglich, inzwischen haben sich aber so genannte Zweitmarkt-Börsen konstituiert, an denen solche Anteile gehandelt werden.
 
Geschlossene Immobilienfonds: Gute Renditechancen
Geschlossene Immobilienfonds, die sehr häufig auch Objekte im Ausland anbieten, unterliegen nicht der Kontrolle der BaFin. Die Rendite geschlossener Fonds liegt bei solide konzipierten Immobilienfonds zwischen 6 und 8 % nach Steuern.Die Mindestanlagesummen bewegen sich im Bereich von 10.000 bis 25.000 €.
 
Geschlossene Immobilienfonds und das Finanzamt
Beim offenen Immobilienfonds ist ein Teil der Ausschüttung steuerfrei, da sie aus steuerfreien Erträgen, Verkaufserlösen und Abschreibungen für Abnutzung (AfA) resultieren. Bei geschlossenen Immobilienfonds ist das etwas komplizierter.
 
Bei geschlossenen Immobilienfonds stand bis zu Beginn des Jahres 2005 noch oft der Wunsch nach Steuerersparnis im Vordergrund der Anlageentscheidung.
 
Insbesondere gut verdienende Anleger, die mit dem Höchststeuersatz zur Kasse gebeten wurden, konnten die Möglichkeiten zu erhöhten Abschreibung nutzen und damit erhebliche Steuern sparen.Doch nach und nach beschnitt der Gesetzgeber in den letzten Jahren diese Abschreibemöglichkeit.
 
Der Streich-Schachzug
Der letzte Schachzug sollte die Entscheidung des Kabinetts sein, einen Paragraphen 15 b in das Einkommenssteuergesetz aufzunehmen. Dieser Paragraph sollte unter anderem die Anfangsverluste bei den geschlossenen Immobilienfonds auf 10 % der Beteiligung begrenzen.
 
Vieles im Unklaren
Ob der Paragraph 15 b allerdings je in Kraft tritt, erscheint zweifelhaft. Denn beim Bundesverfassungsgericht regen sich Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit. Aus diesen Gründen sollten Sie sich im Falle einer Entscheidung für geschlossene Immobilienfonds weniger als bisher von steuerlichen Erwägungen leiten lassen.

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