Fonds

Börsengehandelte Fonds: Was ist ein ETF?

geschrieben von Rolf Morrien

Seit einiger Zeit taucht in den Medien vermehrt die Abkürzung „ETF“ auf. Für viele Privatanleger ist dieses Finanzprodukt jedoch noch Neuland. In der Themenreihe „Börsengehandelte Fonds“ wird Ihnen ein kompaktes Basiswissen über Funktionsweise, Vor- und Nachteile, Strategien sowie ETF-Sparplänen vermittelt, damit Sie zukünftig das Handwerkszeug für den Handel mit ETFs besitzen.

Was ist ETF?
ETF sind die Anfangsbuchstaben der drei Wörter "Exchange Traded Funds". Zu Deutsch: Börsengehandelter Fonds. Dieses Wertpapier kann täglich an der Börse gehandelt werden und besitzt keine Laufzeitbeschränkung. Das Produkt ist ca. 10 Jahre alt und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Mit einem ETF können Sie einfach und günstig einen ganzen Markt abdecken. Sie spekulieren damit nämlich nicht nur auf den Anstieg einer einzelnen Aktie, sondern nehmen automatisch an der Wertentwicklung eines ganzen Index teil.

Wenn Sie also beispielsweise einen ETF auf den DAX kaufen, investieren Sie in die 30 größten deutschen Firmen – und das mit nur einem Wertpapier. Der wesentliche Unterschied zwischen einem ETF und einem aktiv geführten Fonds ist, dass das ETF-Portfolio einen zugrunde liegenden Index 1:1 abbildet.

ETF-Portfolio-Veränderungen
Es kommt also nicht – wie bei aktiv gemanagten Fonds – zu großen Veränderungen in der Zusammensetzung. Das ETF-Portfolio wird nur dann angepasst, wenn es Veränderungen im Index gibt: Verändert sich die Gewichtung der einzelnen Wertpapiere im Index oder werden neue Werte in den Index aufgenommen, dann verändert sich auch das ETF-Portfolio.

Beispiel: Vor einiger Zeit wurde die Aktie der HeidelbergCement AG in den DAX aufgenommen. Dafür ist die Salzgitter-Aktie aus dem Index heraus gefallen.

Das bedeutet: Im DAX-ETF wurde die Salzgitter-Aktie gestrichen und die HeidelbergCement-Aktie automatisch neu aufgenommen. Alle anderen Positionen bleiben unverändert. Ein ETF ist also ein passiv gemanagter Fonds, der einen ausgewählten Index abbildet. Da kein aktives Fondsmanagement bezahlt werden muss, zeichnet sich ein ETF im Normalfall durch seine geringen Kosten aus.

Die wichtigsten deutschen ETF-Anbieter
In Deutschland bieten diese Fondsanbieter ETFs an: ishares, Lyxor, db x-trackers, Xmtch, Comstage, ETFlab, EasyETF, Amundi ETF, UBS, source, invesco PowerShares, RBS und etfSecurities.

Warum sich gerade ETFs ideal zur Depotbeimischung eignen, lesen Sie im zweiten Teil der Serie.

Über Ihren Experten

Rolf Morrien

Leave a Comment