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2 Gründe, warum Sie ETFs aktiv gemanagten Fonds vorziehen sollten

geschrieben von Dr. Jürgen Nawatzki

Langsam aber sicher merken viele Anleger, dass die meisten der aktiv gemanagten Investmentfonds nicht das bringen, was sie versprechen: Nämlich ihre Benchmark zu schlagen. Häufig bleibt nur die Erkenntnis: Außer Spesen nicht viel gewesen.

Aktiv gemanagte Investmentfonds haben einen Fondsmanager, der die Wertpapiere des Fonds mit dem Ziel auswählt, seinen jeweiligen Referenzindex – die Benchmark – zu schlagen. Doch 90 Prozent der aktiven Fonds scheitern nach Kosten und Steuern daran, dieses Ziel dauerhaft zu erreichen.

Zwar schaffen es einzelne Fonds immer wieder, den Markt ein oder zwei Jahre hintereinander zu outperformen, doch eben nicht dauerhaft. Und es lässt sich nicht vorhersagen, welche Fonds es in diesem Jahr und im nächsten Jahr wohl schaffen werden.

Häufig ist es so, dass in der Vergangenheit erfolgreiche Fonds daraufhin hohe Mittelzuflüsse erhalten und dann ihre Anlagepolitik ändern müssen und danach meist nicht mehr überdurchschnittlich erfolgreich sind.

Also lautet das Zwischenfazit:

90 Prozent der aktiv gemanagten Fonds schaffen es nicht auf Dauer, den Markt zu schlagen. Im Gegenteil: Nach Kosten und Steuern underperformen sie meist den Markt.

Aktive Fonds haben hohe Kosten

Hinzu kommt, dass das Fondsmanagement aktiver Fonds recht hohe Kosten verursacht. Im Durchschnitt mehr als 1,5 Prozent an jährlichen Verwaltungsgebühren. Außerdem gibt es nicht selten noch eine Erfolgsbeteiligung, falls diese Fonds Gewinne erwirtschaften. An eventuellen Verlusten beteiligen sie sich dagegen in der Regel nicht.

Fazit:

Aktiv gemanagte Fonds erreichen mehrheitlich ihr Ziel nicht dauerhaft, den Markt zu schlagen und sie verursachen hohe Kosten, die die Rendite der Anleger schmälern. Deshalb sollten Anleger ihr Geld nicht weiter in solche Fonds investieren, denn es gibt sinnvollere Alternativen.

1. Börsengehandelte
Indexfonds (ETFs) haben ein enormes Potential

Seit 40 Jahren gibt es in den USA börsengehandelte Indexfonds und seit dem Jahre 2000 auch in Deutschland.

Diese Exchange Traded Funds (ETFs) bilden jeweils einen bestimmten Börsenindex nach und vollziehen dessen Entwicklung mit. Anleger erreichen so mühelos die jeweilige Marktrendite abzüglich der durchschnittlichen Verwaltungsgebühren von 0,37 Prozent p. a. Bei ETFs sind die Verwaltungsgebühren also wesentlich niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds.

Das ist auch kein Wunder, denn sie verzichten auf ein Fondsmanagement. Weltweit gibt es ca. 6.000 ETFs, die Hunderte von Börsenindizes nachbilden und in die mittlerweile 3.000 Milliarden Dollar geflossen sind. Bisher liegt der Anteil des Investitionsvolumens in ETFs in den USA bei 13 Prozent – und in Europa bei 6 Prozent. Zuletzt war jedoch der Mittelzufluss in ETFs höher als in aktive Fonds. Die Zahlen zeigen auch, welch ungeheures Potenzial noch in ETFs steckt.

 2. 2. Mit ETF-Sparplänen können Sie ein Vermögen bilden

Eine hervorragende Möglichkeit gerade für Kleinsparer ist, jeden Monat einen bestimmten Betrag in einen ETF-Sparplan einzuzahlen. Das geht bei einigen Online-Brokern (Consorsbank und comdirect) bereits ab 25 Euro pro Monat. Und wenn Sie einen breit streuenden ETF wie zum Beispiel den MSCI World Index wählen, investieren Sie jede Sparrate in über 1.600 verschiedene Unternehmen aus 23 Industrieländern.

So ein Sparplan ist in 10 Minuten zuhause am PC eingerichtet und Sie brauchen sich anschließend um nichts mehr zu kümmern, da die Abbuchungen automatisch geschehen. Zusätzlich ist so ein ETF-Sparplan absolut flexibel, da Sie jederzeit die Sparrate ändern können, aussetzen können und jederzeit über Ihr Sparguthaben verfügen können.

Fazit

Aktive Fonds haben ihre besten Zeiten hinter sich und die Zukunft der Geldanlage für Privatanleger gehört ETFs.

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Dr. Jürgen Nawatzki

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