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Prepaid Kreditkarten ohne Schufa im Vergleich

geschrieben von Cornelia Lohs

Was es in den USA schon seit Jahrzehnten gibt und bis vor wenigen Jahren in Deutschland noch etwas relativ exotisches war, sind Kreditkarten auf Guthabenbasis, die sogenannten Prepaid Visa und Master Cards. Wie Prepaid Kreditkarten funktionieren, erfahren Sie hier.

Die Vorteile dieser Plastikgeld-Variante liegen auf der Hand: Man kann nur so viel Geld ausgeben, wie man vorher auf das Kartenkonto überwiesen hat. Kauf auf Pump, der oft den Weg in die Schuldenfalle ebnet, ist somit ausgeschlossen. Aber auch wer im Urlaub auf Nummer sicher gehen will, profitiert vom fehlenden Kreditrahmen – wird die Karte gestohlen, bleibt der Schaden auf die Summe begrenzt, die sich auf dem Kartenkonto befindet.

 

Prepaid: Kreditkarte bei negativem Schufaeintrag 
Nicht jeder kommt in den Genuss einer klassischen Kreditkarte. Wer einen negativen Schufa-Eintrag hat, dessen Antragsformular wird von den Banken erst gar nicht bearbeitet. Aber auch für Arbeitslose sowie Selbständige und Freiberufler, die keine Gehaltsabrechnung beziehungsweise ein regelmäßiges Einkommen nachweisen können, ist es oft fast ein Ding der Unmöglichkeit, eine VISA oder Master Card zu erhalten, von einer American Express Karte ganz zu schweigen.

Aber ohne Kreditkarte geht heute fast gar nichts: Keine Buchung von Flügen im Internet, keine Hotelreservierungen – die günstigsten Angebote bekommt man oft nur bei sofortiger Kreditkartenbelastung, und viele Schnäppchen, die es nur im Internet so günstig gibt, rücken ohne Kreditkarte in weite Ferne, wenn nicht Lastschriftverfahren oder Alternative Zahlungen wie Paypal angeboten werden.

Prepaid Kreditkarten: Ohne Schufa und Bonitätsprüfung
Da bei der Prepaid Kreditkarte weder Bonitätsprüfung noch Schufa-Abfrage vorgenommen werden, kann nun jeder in den Genuss einer Kreditkarte kommen, dem sie vorher versagt blieb.

 

Wurden diese Karten bis vor kurzem fast ausschließlich über Vermittler von dubiosen osteuropäischen Banken zu einem hohen Kaufpreis, oft bis zu 400 Euro pro Karte, im Internet angeboten, kann man sie mittlerweile bei immer mehr deutschen und europäischen Banken beantragen. Die Gebühren sind jedoch auch hier unterschiedlich und variieren zwischen 30 und 120 Euro Jahresgebühr, denn die Kartenaussteller lassen sich die "Not“ derjenigen, die dringend eine Kreditkarte brauchen, gut bezahlen.

 

Prepaid: Payango – die Karte für Individualisten mit Guthabenverzinsung
Die mehrfach ausgezeichnete Payango Prepaid Visa Card der Landesbank Baden-Württemberg (BW-Bank) bietet ein Prozent Guthabenzinsen auf den geladenen Betrag, weshalb sich die Payango Card auch hervorragend als Sparkarte eignet. Ob Schüler, Student, Arbeitsloser oder Arbeitnehmer – jeder bekommt die Payango Prepaid Visa Card. Es erfolgt keine Schufa-Abfrage oder Bonitätsprüfung.

Die einzige Voraussetzung ist ein deutsches Girokonto, bei Jugendlichen reicht ein Konto der Eltern. Da eine Verschuldung mit der Payango Card nicht möglich ist, kann sie mit Zustimmung der Eltern bereits ab 12 Jahren bestellt werden. Die Karte kostet für Jugendliche unter 18 Jahren 20 Euro Jahresgebühr, für Erwachsene 25 Euro. Es fallen keine Aufladegebühren an.

 

Prepaid Kreditkarten: Die schwarze Suprema Master Card mit Kontofunktion
Die Schwäbische Bank bietet als erstes Kreditinstitut eine Prepaid Master Card mit Kontofunktion an, die eine deutsche Bankverbindung mit eigener Kontonummer zum Empfang von Überweisungen beinhaltet. Aus dem Kartenguthaben heraus sind Online-Überweisungen an jede deutsche Bankverbindung möglich. Das Aufladelimit beträgt 10.000 Euro pro Monat.

Zusätzlich hat man die Möglichkeit, jedes beliebige Prepaid-Handy über das Konto aufzuladen. Die Kontofunktion hat natürlich ihren Preis, der sich in 79 Euro Jahresgebühr niederschlägt. Wie auch bei der Payango Card fallen keine Aufladegebühren an. Etwas preiswerter ist die goldene Global Master Card – Traveller der Schwäbischen Bank, ebenfalls mit Kontofunktion, jedoch mit einem Aufladelimit von 2.500 Euro. Die Jahresgebühr beträgt 55 Euro.

Online Cash-Konto inklusive Prepaid Visa Card und EC-Karte
Das schufafreie und bonitätsunabhängige Prepaid Trio der Wirecard Bank ist ideal für "Schufageschädigte“, die bei keiner anderen Bank mehr ein Konto erhalten. Das Online-Konto samt vollwertiger Prepaid Visa Life Card (keine Electron) und EC/Maestro-Karte wird auf Guthabenbasis geführt, so dass man die Ausgaben fest im Griff hat und es zu keiner Überschuldung kommt.

Jeder kann dieses Konto beantragen – ein Einkommensnachweis ist nicht erforderlich. Für das Konto bezahlt man eine einmalige Einrichtungsgebühr von 39 Euro sowie eine monatliche Kontoführungsgebühr von 9,90 Euro. Für beleglose Buchungsposten zahlt man 0,75 Euro pro Vorgang, für Bargeldauszahlungen am Geldautomaten 5 Euro. Ein schufafreies Konto hat eben seinen Preis.

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Cornelia Lohs

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