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Kreditvertrag: auch bei finanzieller Überforderung gültig

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geschrieben von experto.de

Wer einen Kreditvertrag unterschreibt, kann danach keine Überforderung geltend machen.
Diese kommt bei Bürgschaften in Betracht. Entscheidend ist der pfändbare Teil des Einkommens/Vermögens. Er muss so hoch sein, dass daraus zumindest die laufenden Zinsen aufgebracht werden können. Indes:

Was für Bürgschaften gilt, lässt sich laut Oberlandesgericht Frankfurt nicht auf Kredite übertragen. Im Urteilsfall hatte der Kläger mehrere Kredite aufgenommen, die Abwicklung erfolgte über seinen Vater. Dieser, so der Kläger, sei auch der Begünstigte gewesen, um dessen Firma so vor der Insolvenz zu retten. Die Verteidigung, deshalb wie ein Bürge behandelt zu werden, wies das Gericht zurück (Az. 9 U 8/05).
Wer Kreditverträge unterschreibt und wie ein unmittelbarer Darlehensnehmer auftritt, ist eben kein Bürge. Ein solcher Vertrag bleibt auch dann wirksam, wenn der Schuldner sich damit finanziell überfordert.

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