Verbrauchertipps

So werden Sie Silberfische in 3 Schritten los

geschrieben von Burkhard Strack

Silberfische zählen in bundesdeutschen Haushalten zu den häufigsten unerwünschten Mitbewohnern. Auch wenn die Tiere weder für Mensch noch für die Bausubstanz gefährlich sind und dementsprechend nicht als Schädlinge gelten, ist die Präsenz der silberfarbenen Kerbtiere dennoch mehr als unangenehm.

Mit Hilfe unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt es Ihnen, die Plagegeister endgültig loszuwerden.

  1. Vorlieben der Tiere
  2. Auf Abstand halten
  3. Erneuten Befall verhindern

Schritt 1: Machen Sie sich die Vorlieben der Tiere zunutze

Bevor Sie den kleinen Insekten allerdings den Garaus machen können, müssen Sie diese zunächst einmal aus ihren Verstecken locken, um die Populationsgröße zumindest abschätzen und die befallenen Stellen lokalisieren zu können.

Da Silberfische eine große Affinität für Kohlenhydrate haben, lassen sich beispielsweise stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln hervorragend dazu einsetzen, um die Tiere zum Vorschein zu bringen. Platzieren Sie dazu einige fein geschnittene Kartoffelscheiben auf einer Lage Küchenpapier und positionieren Sie Ihre selbst gebaute Falle über Nacht an einschlägigen Stellen wie dem Badezimmer, der Küche oder in der Speisekammer. Am darauffolgenden Morgen erhalten Sie dann Aufschluss über das potenzielle Ausmaß des Befalls.

Sobald Sie die Herkunftsorte der Silberfische ausfindig gemacht haben, können Sie den Tieren zu Leibe rücken, indem Sie abermals deren Vorliebe für kohlenhydrathaltige Lebensmittel ausnutzen. Anstelle der Kartoffeln spicken Sie nun einige Küchentücher oder alternativ Zeitungspapier mit Honig und platzieren diese Fallen wieder über Nacht an den zuvor identifizierten Brennpunkten. Angelockt vom Honig versammeln sich die Krabbeltiere in Ihrer Falle, wo sie sogleich kleben bleiben und somit mühelos entsorgt werden können. Alternativ bietet es sich ebenfalls an, eine Mischung aus Haushaltszucker und Backpulver an den entsprechenden Stellen zu verteilen. Während der Zucker als Lockmittel dient, lässt das Backpulver die Kerbtiere aufquellen und verenden.

Schritt 2: Halten Sie die Silberfische auf Abstand

Sollte sich nach einigen Tagen noch keine zufriedenstellende Besserung eingestellt haben, können Sie auf spezielle Köder für Silberfische zurückgreifen. Diese Köderboxen sind in jedem Baumarkt erhältlich und in der Regel mit biologischen Insektenvernichtungsmitteln gespickt. Um die vorhandene Population tatsächlich effektiv zu vernichten, sollten Sie aber in jedem Fall zu Köderboxen greifen, die den Silberfischen die Chance lassen, die Toxine bis in ihr Versteck zu tragen. Nur so können Sie das Problem bei der Wurzel packen.

Nachdem der Großteil der Krabbeltiere Ihren Fallen zum Opfer gefallen ist, müssen Sie dafür sorgen, dass die Silberfische nicht zurückkehren. Um dies zu verhindern, machen Sie sich an dieser Stelle einige Abneigungen der Tierchen zunutze. Wie wissenschaftliche Experimente beweisen, empfinden Silberfische den Geruch von Zitronen und anderen Zitrusfrüchten als unangenehm und meiden demzufolge Orte, die ähnliche Geruchsnoten aufweisen. In der Konsequenz sollten Sie Ihre Böden also mit einem nach Zitrone oder Limette duftenden Reinigungsmittel säubern, um die Plagegeister fernzuhalten. Ähnliche Reaktionen zeigen die Insekten im Übrigen auch gegenüber dem Geruch von Lavendel.

Schritt 3: Verhindern Sie den erneuten Befall

Nachdem Sie die Plage weitgehend beseitigt haben, müssen Sie sich daran begeben, vorbeugende Maßnahmen zu treffen, sodass den Tieren die erneute Rückkehr deutlich erschwert wird. In erster Linie sollten Sie sich also darum kümmern, potenzielle Schlupfwinkel und Einfallstore in Ihren vier Wänden zu beseitigen. Dies betrifft einerseits Fußleisten aber auch Bodendielen, die versiegelt werden sollten, um einen erneuten größeren Befall zu vermeiden.

Da sich Silberfische insbesondere in Altbauten gerne hinter suboptimal verklebten Tapeten aufhalten, ist es in diesem Kontext überaus hilfreich, die gefährdeten Bereiche erneut mit Kleister zu behandeln.

Abseits der handwerklichen Maßnahmen ist es zudem möglich, im Alltag prophylaktisch tätig zu werden, indem Sie Ihr Badezimmer nach dem Duschen oder Baden großzügig Lüften, um die hohe Luftfeuchtigkeit, die von den Silberfischen präferiert wird, zu beseitigen. Analog gehen Sie in der Früh und jeweils kurz vor dem Zubettgehen in Ihrem Schlafzimmer vor.

Sind diese Maßnahmen getroffen, sollten Sie die Plagegeister ein für alle Mal los sein.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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