Verbrauchertipps

So können Sie Nachhaltigkeit und Umweltschutz beim Hausbau integrieren

geschrieben von Burkhard Strack

Nachhaltig konstruierte bzw. sanierte Gebäude zeichnen sich durch eine größtmögliche Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien aus ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Sicht aus. Ziel ist es, ein Gebäude ressourcen- und energieeffizient zu errichten / zu sanieren, um so ein höchstmögliches Maß an Umwelt- und Klimafreundlichkeit bei der Errichtung und während des Betriebs zu gewährleisten.

Nachhaltig errichtete Gebäude leisten so einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Natur und des Klimas, zeichnen sich durch geringere Energieausgaben aus und bieten einen hohen Lebensstandard für die Bewohner durch die weitgehende Verwendung von unbehandelten, chemiefreien Naturstoffen und eine gute Wärme- sowie Schallisolation.

Was muss beim nachhaltigen Hausbau bzw. bei der Haussanierung beachtet werden?

Um den Kriterien der Nachhaltigkeit in einem möglichst großen Maße gerecht zu werden, ist eine durchdachte Planung des Hauses der erste Anhaltspunkt, um den speziellen Anforderungen und Möglichkeiten, die ein Standort bietet, möglichst effektiv gerecht zu werden. Diese beinhaltet zum Beispiel eine Ausrichtung des Hauses bzw. Hausdaches zur Sonnenseite, um Sonnenenergie zum Erwärmen des Gebäudes, des Brauchwassers oder der Erzeugung von Strom zu nutzen. Darüber hinaus ist an einigen Standorten eine Installation einer Geothermie-Anlage ratsam.

Auch müssen bei der Planung alle Phasen im Lebenszyklus des Gebäudes, von der Errichtung bis zum Rückbau, bezüglich Energie- und Materialeinsatz berücksichtigt werden. Der Energieverbrauch während der Nutzung kann durch den Ausschluss von Wärmebrücken, die Verwendung von mehrfachverglasten Fenstern und von Dämmmaterial mit niedriger Wärmeleitfähigkeit deutlich reduziert werden.

Besonders nachhaltige Baustoffe und deren Einsatzorte

Eine zentrale Rolle beim Energiesparen kommt dem verwendeten Dämmmaterial zu, das einen effizienten Wärmeschutz im Winter und einen Hitzeschutz im Sommer gewährleisten soll. Als Dämmmaterial ist dabei Klemmfilz aus Stein- oder Glaswolle weit verbreitet, der über gute wärmeisolierende Eigenschaften verfügt, aber vergleichsweise energieintensiv in der Herstellung ist.

Als noch ökologischere Alternativen, die in den letzten Jahren immer weiter auf dem Vormarsch sind, haben sich daher ökologische Dämmstoffe wie Klemmfilz aus Thermohanf und Holzfaser behauptet. Sie zeichnen sich durch eine umweltfreundliche, energiesparende Produktionsweise aus, sind frei von chemischen Zusätzen und daher absolut unbedenklich in der Entsorgung. Darüber hinaus überzeugen die natürlichen Dämmmaterialien durch ihre Geruchsneutralität und Freiheit von Schadstoffen.

Höhere Lebensqualität und geringere Betriebskosten durch nachhaltige Bau- und Dämmstoffe

Durch die Verwendung von naturnahen, ökologischen Baustoffen wird die Lebensqualität in den Gebäuden, in denen sie verwendet werden, im Vergleich zu konventionellen Baustoffen weiter gesteigert. Die Raumtemperatur wird durch die gute Isolationswirkung relativ konstant gehalten, Lärmbelästigung wird deutlich reduziert und auch die Luftfeuchtigkeit wird durch die Verwendung von nachhaltigen Baustoffen positiv reguliert.

Darüber hinaus sind die nachhaltigen Baustoffe frei von flüchtigen, chemisch-hergestellten Komponenten, sind daher weniger gesundheitsschädlich und beeinflussen die Geruchswahrnehmung in positiver Weise, sodass ein nachhaltiger Lebensstil unterstützt wird. Durch die optimale Nutzung an Energie und Material werden ferner auch die Konstruktions- und Unterhaltungskosten im Vergleich zu konventionellen Konstruktionsweisen deutlich reduziert.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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