Verbrauchertipps

Sicheres Online-Banking erreichen Sie mit diesen 5 Maßnahmen

geschrieben von Burkhard Strack

Via Online-Banking können Zahlungen bequem vom Computer aus durchgeführt werden. Viele Menschen nutzen diese Möglichkeit und dies macht das Internet-Banking auch für Betrüger interessant. Internet-Banking gilt als relativ sicher, ein hundertprotzentiger Schutz ist aber nie gewährleistet.

Bankkunden können für zusätzliche Sicherheit sorgen, wenn sie sich an die wichtigsten Empfehlungen halten.

1. Sichern Sie Ihren Computer

Nutzen Sie für das Online-Banking Ihren Computer, dann sollte dieser so sicher wie möglich sein. Gelangt ein Krimineller an Ihre persönlichen Daten, dann kann er sich Zugang verschaffen. Diese erhält er durch Schadsoftware, die sich auf Ihrem Computer befindet. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Computer gegen einen eventuellen Schadsoftware-Befall absichern. Führen Sie alle Updates von Ihrem Betriebssystem durch und sorgen Sie dafür dass Ihr System stets aktuell ist. Das Gleiche gilt auch für Ihren Internetbrowser.

Veraltete Programme und Betriebssysteme haben Sicherheitslücken und diese kann ein Krimineller zu Ihrem Nachteil ausnutzen. Verwenden Sie auf Ihrem Computer ein aktuelles Anti-Virenprogramm und halten Sie auch dieses aktuell. Auch ein Anti-Malware-Programm ist sinnvoll und kann Schädlinge schnell entdecken. Zusätzlicher Schutz bietet eine Firewall. Verwenden Sie für Ihren Computer ein sicheres Passwort, bestehend aus Zahlen, Sonderzeichen und Groß- sowie Kleinbuchstaben.

2. Speichern Sie Ihre Online-Banking-Daten nie

Jedes Mal, wenn Sie sich in Ihr Online-Bankkonto einloggen, schlägt Ihnen Ihr Browser vor, die Daten abzuspeichern. Tun Sie dies auf keinen Fall und deaktivieren Sie diese Meldung am besten dauerhaft. Werden die Zugangsdaten zu Ihrem Online-Banking in Ihrem Internetbrowser gespeichert, dann können diese unter Umständen ausgelesen werden.

Speichern Sie die Zugangsdaten auch nicht in einem Worddokument oder in einer Textdatei ab. Diese haben generell auf Ihrem Computer nichts zu suchen. Webseiten als Lesezeichen im Browser zu setzen ist bequem. Beim Online-Banking sollten Sie dies aber vermeiden. Ein Schadprogramm könnte Veränderungen an dem Lesezeichen vornehmen und Sie zu einer nachgebauten Seite umleiten.

3. Bleiben Sie stets misstrauisch

Generell sollten Sie beim Internet-Banking immer misstrauisch bleiben. Es kann durchaus einmal passieren, dass Sie eine E-Mail von Ihrer Bank bekommen. Öffnen Sie diese auf keinen Fall und klicken Sie auch keinen Link in der E-Mail an. Überprüfen Sie zuerst, wie die genaue Adresse des Absenders lautet. In den meisten Fällen stammt die E-Mail nicht von Ihrer Bank, sondern von einem Kriminellen. Indem Sie den Link anklicken und Ihre Daten eingeben, erhält dieser Zugang zu Ihrem Online-Banking.

Öffnen Sie auch niemals Anhänge bei E-Mails, wenn Ihnen der Absender nicht bekannt ist. Verwenden Sie das Online-Banking nur mit Ihrem eigenen Computer. Achten Sie stets darauf, dass Sie für das Internet-Banking nur verschlüsselte Verbindungen nutzen. Loggen Sie sich weder bei einem Freund und vor allem nicht in einem Internetcafé in Ihr Bankkonto ein. Sie wissen nie, wie gut der jeweilige Computer gegen Viren und andere Schädlinge geschützt ist.

4. Auf die Smartphone-Sicherheit achten

Nutzen Sie eine Banking-App auf Ihrem Smartphone oder Tablet, dann sollte Ihr Endgerät so sicher wie möglich sein. Installieren Sie alle notwendigen Betriebssystem-Updates und verwenden Sie (falls möglich) eine mobile Virenschutz-App. Laden oder installieren Sie keine Anwendungen von unbekannten Quellen und nur aus dem offiziellen Store. Besitzen Sie ein Apple-Smartphone, dann sollten Sie im Hinblick auf das Online-Banking auf einen Jailbreak verzichten.

5. Trennen Sie TAN- und Banking-Gerät

Verwenden Sie das moderne mTAN-Verfahren, dann erhalten Sie die TAN auf Ihr Smartphone. Nutzen Sie dieses auch für das Online-Banking, dann ist das Sicherheitsrisiko sehr hoch. Kriminelle könnten die mTAN abfangen und diese dann direkt für ihre Zwecke verwenden. Klassische iTAN-Listen sollten Sie auf keinen Fall digital auf Ihrem Computer speichern und sie definitiv an einem sicheren Ort aufbewahren.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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