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Partnervermittlung und Singlebörse: Achten Sie auf den Datenschutz

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geschrieben von experto.de

Online-Partnervermittlungen wie Parship oder ElitePartner laufen der klassischen Zeitungskontaktanzeige immer mehr den Rang ab. Doch worauf muss man als Nutzer achten, was unterscheidet eine Partnervermittlung von einer Singlebörse und was sagen die Tester?

Nach Freunden und dem Arbeitsplatz rangiert laut einer Studie die Online- Partnervermittlung auf Platz drei der besten Gelegenheiten, einen Partner zu finden. Parship, der größte Anbieter, hat nach eigenen Angaben über fünf Millionen Mitglieder (mehr über Parship lesen Sie im Artikel "Parship: Was Sie über die größte Partnervermittlung wissen sollten"), ElitePartner immerhin über drei Millionen.

Hauptunterschied zu Online-Singlebörsen wie FriendScout24 oder flirt-fever ist neben den Preisen vor allem die Art und Weise, wie nach einem Partner gesucht wird:

  • Bei Online-Singlebörsen erstellt der Nutzer ein Profil und kann mit anderen Nutzerprofilen Kontakt aufnehmen. Die Suche dabei ist frei und wird über individuell einzugrenzende Suchmasken kontrolliert.
  • Bei Online-Partnervermittlungen kann der Nutzer in der Regel nicht frei nach Partnern suchen – diese werden ihm vorgeschlagen. Dies geschieht mithilfe eines psychologischen Profils oder per speziellem Algorythmus.

Stiftung Warentest: Deutliche Mängel in den Geschäftsbedingungen

Meist werden die Profile jedoch anhand eines Fragenkatalogs erstellt. Natürlich bietet sich dabei das Problem der "sozialen Erwünschtheit". Denn oft geben die Nutzer eher eine Antwort, von der sie denken, sie sei erwünscht, als eine Antwort, die der Wahrheit entspricht. Dadurch werden Ergebnisse verfälscht – und entsprechend unpassend sind die Partnervorschläge.

Ein weiteres Problem sind der Datenschutz und Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB). In einem 2011 veröffentlichten Test von Partnervermittlungen und Singlebörsen schreibt die Stiftung Warentest: "Vier Anbieter haben deutliche und zwei sogar sehr deutliche Mängel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sie verwenden unwirksame Klauseln, etwa zu Kündigungsfristen und Rückzahlungsmodalitäten, die die Verbraucher benachteiligen. Seriosität sieht anders aus."

Nutzung der Daten widersprechen

Zwar ist die Nutzung von personenbezogenen Daten ohne Einwilligung des Nutzers verboten, jedoch gibt es Ausnahmen. So dürfen beispielsweise listenmäßig zusammengefasste Daten im Rahmen der Eigenwerbung des Unternehmens genutzt werden. Wer dies nicht möchte, muss bereits bei Vertragsabschluss (also der Anmeldung) wachsam sein.

Die AGB müssen vor Vertragsabschluss aufrufbar und speicherbar sein. Ferner ist eine Klausel in den AGB, in der sich der Anbieter eine uneingeschränkte Nutzung der Kundendaten sichert, ungültig. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte bereits bei der Datenerhebung einen Nutzungswiderspruch einlegen. [Autor: Michail Verskajn]

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