Verbrauchertipps

Nutzen Sie Spiele und Gruppenarbeiten im DaF-Unterricht

geschrieben von Cornelia Lohs

Deutsch als Fremdsprache (DaF): Spiele im DaF-Unterricht motivieren die Lernenden nicht nur, sie erweitern auch den Wortschatz in spielerischer Weise. In diesem Artikel finden Sie vier Unterrichtstipps für DAF-Lehrer und Lehrerinnen.

Leider werden Sprachspiele im DaF-Unterricht generell vernachlässigt und allenfalls als "Zeitfüller" am Ende einer Unterrichtsstunde verwendet.

Damit wird jedoch ein motivierendes methodisches Mittel unterschätzt, denn vor allem im Bereich der Vokabelfestigung und der Syntax können Sprachspiele zu einem echten Lernerfolg beitragen. Die folgenden Spiele und Unterrichtsaktivitäten eignen sich hauptsächlich für den fortgeschrittenen Anfängerunterricht.

Interviews – Wer ist das?

Dieses Spiel, bei dem die Schüler im Klassenzimmer umhergehen und ihre Mitschüler interviewen, erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Der Dozent muss vorab die Wörter erklären, die die Schüler noch nicht kennen, wie "verzichten", "abschaffen" und "verzeihen", da diese im oben genannten Lehrwerk bis Lektion 6 noch nicht vorkommen.

Die Schüler bekommen vom Dozenten einen Blatt Papier mit folgenden Fragen und natürlich einer eingefügten Linie, damit sie die Antworten notieren können:

  • Was ist deine liebste Freizeitbeschäftigung?
  • Was war dein Traumberuf als Kind?
  • Worauf kannst du nicht verzichten?
  • Welches Tier wärst du am ehesten, wenn du eines wärst?
  • Was verzeihst du jedem Menschen?
  • Welche drei Dinge nimmst du auf eine einsame Insel mit?
  • Was darf in deiner Küche nicht fehlen?
  • Was möchtest du gerne abschaffen?
  • Wer ist dein Lieblingsschauspieler?
  • Mit wem möchtest du gern einen Abend verbringen?

Die Schüler stellen die Fragen nicht nur einem Mitschüler, sondern mehreren, das heißt, Frage 1 bis 2 beantwortet Schüler A, Frage 3 bis 4 Schüler B, sie können aber auch nur einen Mitschüler befragen oder jede Frage einen anderen beantworten lassen. Der Dozent sollte das ganz den Schülern überlassen. Diese Aktivität dauert je nach Klassengröße 20 bis 30 Minuten. Sobald die Interviews beendet sind, lesen die Schüler die Fragen und Antworten vor, und die anderen müssen raten, um wen es sich handelt.

Spiel mit Adjektiven – Personenbeschreibung

Dieses Spiel erfreut sich allgemeiner Beliebtheit, weil die Schüler dabei sehr kreativ sein können. Es kann in den Unterricht eingefügt werden, sobald Adjektive, Kleidung und Körperteile besprochen werden. Der Dozent benötigt vorab vier Zeichnungen, auf denen je eine Person mit folgenden Markmalen zu sehen ist: dick, dünn, klein, groß, lange Haare, kurze Haare, große Nase, Bart.

Die Klasse wird, je nach Größe, in drei bis vier Gruppen eingeteilt – eine Gruppe muss mindestens aus drei Schülern bestehen. Der Schüler der Gruppe, der am besten zeichnen kann, muss nun die Person zeichnen, die ihm seine Mitschüler beschreiben, wobei er das Originalbild, das der Dozent den beiden Mitschülern gegeben hat, natürlich nicht sehen darf. Das Endergebnis ist stets hervorragend, und die Schüler haben durch diese Übung ihren Wortschatz gefestigt.

Nomen – Verb – Adjektiv  Wortschatzübung

Dieses Spiel basiert auf der Grundlage von "Stadt-Land-Fluss", nur dass hier nach Nomen, Verb, Adjektiv, Beruf, Gemüse/Obst und Tier gefragt wird. Der Dozent bereitet dazu Poster vor (aus Paketpapier oder Flip-Chart-Papier), trägt die Begriffe ein und zeichnet darunter eine Tabelle. Die Schüler werden, je nach Klassengröße, in Zweier-, Dreier- oder auch Vierergruppen eingeteilt, der Dozent nennt einen Buchstaben, und die Schüler müssen nun Nomen, Verben suchen, die mit diesem Buchstaben beginnen.

Dazu haben sie zwei Minuten Zeit, dann wird ein anderer Buchstabe genannt. Die Gruppe, die am Ende die meisten (richtigen!) Wörter auf dem Poster stehen hat, hat gewonnen. Bei diesem Spiel erkennen die Schüler, wie gut sie ihren Wortschatz beherrschen.

Pantomime – Verben, Nomen und Adjektive erraten

Dieses Spiel dient zur Wiederholung der bereits bekannten Vokabeln. Der Dozent schreibt Verben und Nomen oder Adjektive auf Kärtchen (etwa "eine Banane essen"), mischt diese und gibt den Stapel einem Schüler, der eine Karte zieht und nun den darauf stehenden Begriff oder die Tätigkeit pantomimisch darstellen muss. Die anderen Schüler versuchen zu erraten, um welchen Begriff oder um welche Tätigkeit es sich handelt.

Ist das Nomen "Banane", muss der Schüler pantomimisch eine Banane schälen und diese essen. Die Antwort der Klasse wäre hier "Er isst eine Banane". Die Schüler sollen in ganze Sätzen antworten. Man kann die Klasse natürlich auch in zwei Mannschaften aufteilen, wobei die Mannschaft innerhalb von zwei Minuten so viele Karten wie möglich erraten muss.

Über Ihren Experten

Cornelia Lohs

Leave a Comment