Verbrauchertipps

Finanzplanung: Kosten der Geldanlage beachten!

geschrieben von Sven Bayer

Die Mehrheit der privaten Anleger weiß häufig gar nicht, was ihnen an Gebühren abgezwackt wird. Zudem fehlt es oft an der Vorstellung, wie sich diese Kosten auf das Ergebnis der Kapitalanlage auswirken. Dies gilt nicht zuletzt auch für die Geldanlage in Fonds.

Welche Kosten der Geldanlage fallen an?
Die bekanntesten Kosten bei Investmentfonds sind die Ausgabeaufschläge, also die Differenz zwischen den Ausgabe- und den Rücknahmepreisen von Fondsanteilen. Bei Aktien- und offenen Immobilienfonds liegen sie in der Regel bei fünf Prozent, bei Rentenfonds häufig bei drei Prozent des angelegten Betrages.

Diese Ausgabeaufschläge können insbesondere bei größeren Beträgen erheblich ins Geld gehen. Manch Anleger, der einen größeren Betrag in Fonds angelegt hat, ist sicherlich erstaunt bis erbost, wenn bei einer Anlage von z.B. 200.000 Euro erst einmal 10.000 Euro "verschwunden" sind.

Doch auch bei kleineren Anlagebeträgen von z.B. 10.000 Euro sind 500 Euro Kosten viel Geld. 5 Prozent sind und bleiben eben 5 Prozent!

Die laufenden Kosten der Geldanlage
Gerade bei längeren Zeiträumen sind die anfänglichen Einmalkosten häufig nicht die entscheidenden Kosten. Die laufenden Kosten können viel stärker ins Gewicht fallen, auch wenn sie auf den ersten Blick gar nicht so hoch aussehen. Dies gilt primär für die Managementgebühren und weitere Verwaltungskosten der Fonds. Diese Kosten belaufen sich bei Aktienfonds zumeist auf 1,25 bis 1,75 Prozent pro Jahr, oft aber auch auf deutlich mehr.

Anders als bei den Ausgabeaufschlägen hat ein privater Anleger keine Chance, bei den Managementgebühren einen Rabatt auszuhandeln. Der Anleger muss deshalb bereits bei der Fondsauswahl darauf achten, dass die jährlichen Kosten der Geldanlage "im Rahmen" bleiben.

Auch die Bank-Gebühren für die Depotführung sind in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen. Hier haben sich bei den Instituten sehr unterschiedliche Gebührenmodelle etabliert, die häufig nur schlecht miteinander zu vergleichen sind.

Lassen Sie sich daher bei einer Geldanlage alle (!) damit verbundenen Kosten zeigen und vorrechnen, wie sich diese Kosten in Euro und Cent konkret auf Ihren Anlagebetrag auswirken.

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Sven Bayer

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