Verbrauchertipps

Fernbus: Die preiswerte Alternative zu Auto und Bahn

geschrieben von Cornelia Lohs

Sie möchten preisgünstig, komfortabel, unkompliziert, sicher, umweltfreundlich und ohne viel Stress verreisen? Das Berliner Unternehmen „MeinFernbus“ macht es möglich. Welches Konzept dahintersteckt, wie das Streckennetz aussieht und wie die Buchung funktioniert, erfahren Sie hier.

Zum Schutz der Bahn war der Linienbus-Fernverkehr durch eine gesetzliche Regelung bisher nur auf bestimmten Strecken erlaubt. Im November 2012 hat der Bundesrat nun den Weg für landesweite Fernbus-Liniendienste frei gemacht – die Liberalisierung des Fernverkehrs trat am 1. Januar 2013 in Kraft. Konkurrenz hat die Bahn allerdings schon im April 2012 durch das Unternehmen "MeinFernbus" GmbH (MFB) bekommen.

Das Konzept von MeinFernbus

Im Juni 2011 gründeten die beiden Diplom-Kaufleute Torben Greve und Panya Putsathit in Berlin das Unternehmen mit dem Ziel, durch Fokus auf hohe Qualität und hohe Kundenzufriedenheit Deutschlands bekanntester und beliebtester Fernbusanbieter zu werden. Ihr Motto lautet "Fahr grün!" Verschiedene Studien bestätigen, dass der Reisebus das umweltfreundlichste Fernverkehrsmittel ist. Unter anderem wegen des geringen Benzinverbrauchs pro zurückgelegtem Personenkilometer und des dadurch geringeren CO2-Ausstoßes im Vergleich zum Individualverkehr.

MeinFernbus (MFB) verfügt über keinen eigenen Fuhrpark, sondern arbeitet mit mittelständischen Busunternehmen zusammen. Diese lackieren die für MeinFernbus genutzten Busse in Grün um und versehen sie mit dem Logo MEINFERNBUS.DE. MFB sorgt für das Marketing, die Linienplanung, Preisgestaltung, Buchung und den Kundenservice.

Gut zu wissen: An Bord der Fernbusse gibt es kostenloses W-LAN. Außerdem: Fahrradmitnahme, Bord-Toilette, Leselampen, zurückstellbare Sitze (mit 70 cm Vordersitzabstand), Anschnallgurte, Klimaanlage, preiswerte Kaltgetränke und Snacks.

Das Liniennetz von MeinFernbus

Die erste Linie startete im April 2012 mit der Strecke Freiburg-München. Dafür wurden anfangs drei Busse mit drei bis vier Fahrten pro Tag und Richtung eingesetzt – ab August bedienten bereits fünf Busse sechs Mal täglich die Strecke. Mittlerweile verfügt MeinFernbus über zahlreiche Liniennetze, beispielsweise:

  • Freiburg-Titisee-Friedrichshafen-München
  • Frankfurt-Darmstadt-Heidelberg-Europa-Park-Rust-Freiburg-Lörrach-Zürich
  • Zürich-Konstanz-Meersburg-Friedrichshafen-München
  • Düsseldorf-Köln-Straßburg-Kehl-Freiburg
  • Frankfurt-Leipzig
  • Ludwigshafen-Mannheim-Heidelberg-Nürnberg

Auch in Norddeutschland kamen rasch Liniennetze hinzu. Die Busse fahren mehrmals täglich. Die Abfahrtszeiten finden Sie unter dem Punkt Fahrpläne auf der Webseite von MeinFernbus.

Preise, Buchung und Kauf der Tickets

Wie bei Bahn und Flug gilt auch hier: Je früher Sie buchen, desto günstiger ist das Ticket. So kostet beispielsweise die einfache Fahrt von Frankfurt nach Zürich bei einer vierzehntägigen Vorausbuchung ca. 18 Euro (auf der Webseite können Sie alle Preiskombinationen durchprobieren). Die Fahrradmitnahme kostet derzeit 9 Euro extra.

Die Tickets können direkt auf der Webseite von MeinFernbus gebucht und gekauft werden. Als Bezahlmethoden werden PayPal, Visa- und MasterCard sowie EC-Karten akzeptiert. In mehreren Städten gibt es zudem Verkaufsagenturen, in denen die Tickets persönlich gekauft werden können. Eine Liste der Städte finden Sie auf der Webseite des Unternehmens.

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Cornelia Lohs

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