Verbraucherrecht

Erbenermittler? Ach, wirklich?

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geschrieben von experto.de

Als Erbenermittler aufzutreten ist eine Betrügermasche, die gerade wieder um sich greift. Briefe aus Thailand oder der Schweiz versprechen ein reiches Erbe. Ein amtliches und seriöses Aussehen, der Absender angeblich ein Rechtsanwalt – auf den ersten Blick wirken die Briefe vertrauenswürdig.

Der Absender, ein Rechtsanwalt, gibt in den Schreiben an, als Erbenermittler für das Nachlassgericht Bangkok zu arbeiten. Der Empfänger des Schreibens ist, so die Schilderung weiter, von einem in Thailand Verstorbenen zum Erben bestimmt worden. Zum Nachlass gehöre eine Immobilie in Thailand (Pattaya) sowie Bargeld in Höhe von umgerechnet 137.000 Euro.

Und nun kommt der Haken: Damit der Erbenermittler die Erbsache bearbeiten könne, müsse der Erbe erst einmal eine Vollmacht ausfüllen, die dem Brief beiliegt. Außerdem erhebt der Erbenermittler eine Vorkostenpauschale in Höhe von 450 Euro, die auf das angegebene Konto überwiesen werden soll. Erst dann könne der Erbe an sein Geld gelangen.

Wer überweist und die Vollmacht ausfüllt, wird trotzdem kein Erbe bekommen. Achtung: Lassen Sie sich von einem Anwalt, dessen Name vermutlich falsch ist, keine Räuberpistole von einem im Ausland Verstorbenen erzählen, von dem Sie nicht wissen, ob es ihn tatsächlich gibt. Wie wahrscheinlich ist es, dass Ihnen plötzlich ein Haus in Thailand gehört?

Tatsächliche Erbenermittler gehen anders vor: Im Auftrag von Nachlassgerichten ermitteln sie verschollene Erben – und bezahlen lassen Sie sich per Rechnung, nachdem die Erbschaft erfolgreich abgewickelt wurde.

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