Geld sparen

Senken Sie Ihre Lebensmittelkosten um die Hälfte

geschrieben von Burkhard Strack

Die Europäische Zentralbank druckt wie wild frisches Geld. Als Folge davon steigen die Preise im Supermarkt immer mehr. Lesen Sie hier Tipps, wie Sie Ihre Kosten für Lebensmittel halbieren und der Inflation ein Schnippchen schlagen können.

Alles wird immer teuerer

Offiziell soll die Inflation in Deutschland wieder zurückgegangen sein und bei ca. 2 Prozent liegen. Doch Verbraucher ahnen, dass die Statistiken "geschönt" sind. Vor allem Benzin, Mieten und Lebensmittel werden jetzt immer teurer. Experten nehmen an, dass die Inflation bald noch erheblich zunehmen wird – wegen der Eurokrise. Umso wichtiger ist es, mit dem Budget hauszuhalten. Gerade bei Lebensmitteln können Sie erheblich sparen. 

Kaufen Sie preisreduzierte Ware

Viele Supermärkte sortieren Lebensmittel aus, deren Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bald abläuft. Diese Waren werden dann oft zum halben Preis noch zum Verkauf angeboten. Wer bei Lebensmitteln sparen will, kann solche Angebote bedenkenlos nutzen. Selbst wenn das MHD bereits abgelaufen sein sollte, bedeutet dies nämlich nicht, dass die Ware schon vergammelt ist. Der Grund: Das MHD bezeichnet eben nur die Mindesthaltbarkeit. In der Regel halten die Lebensmittel aber viel länger, vor allem Dosennahrung.

Vor einiger Zeit hat man Thunfisch in Dosen gefunden, welche Arktisforscher vor ca. 100 Jahren zurückgelassen hatten. Der Thunfisch war noch immer genießbar. Ich habe beim Asiaten z.B. Chop Suey in Dosen mit abgelaufenem MHD zum halben Preis gekauft, und das Essen war einwandfrei. 

Nutzen Sie konsequent Sonderangebote

Supermärkte machen regelmäßig Sonderangebote, um Kunden anzulocken. Wenn es solche Angebote gibt, sollten Sie auf Vorrat einkaufen. Was Sie nicht gleich verzehren können, lässt sich vielleicht im Gefrierfach einfrieren. Ich habe z. B. abgelaufene vegetarische Schnitzel zum halben Preis gekauft und dann im Gefrierfach gelagert. Die Schnitzel waren auch noch nach Wochen genießbar.

Vor allem Dosennahrung können Sie in größeren Mengen auf Vorrat kaufen. Wer so Sonderangebote ausnutzt, kann auf lange Sicht erheblich Geld sparen. 

Kaufen Sie, wenn möglich, große Gebinde

Große Verpackungen mit größeren Mengen sind pro kg oder pro Liter meist preisgünstiger als Lebensmittel in kleineren Gebinden. Wenn Sie größere Gebinde nicht gebrauchen können, weil Sie Single sind, dann versuchen Sie, sich mit Nachbarn zusammenzutun. Sie können dann Großeinkäufe bündeln und die Kostenersparnis untereinander aufteilen. 

Bauen Sie eigenes Obst und Gemüse an

Wenn Sie einen Garten haben, dann lohnt es sich, diesen nicht nur als Ziergarten zu nutzen, sondern darin auch Obst und Gemüse anzubauen. Die dafür investierte Zeit rechnet sich gleich mehrfach: Sie haben regelmäßige körperliche Bewegung, sparen bares Geld und erhalten obendrein ungespritzte Lebensmittel in Bio-Qualität. Außerdem macht es Spaß, zuzusehen, wie die Pflanzen und Früchte wachsen.

Inzwischen gibt es einen regelrechten Trend zum Gemüseanbau. Sogar mitten in der Stadt finden sich Gleichgesinnte zusammen und bauen als Gruppe auf Brachflächen wertvolle Pflanzen an – zugleich auch eine schöne Möglichkeit, mit anderen netten Menschen Kontakte zu knüpfen. 

Fahren Sie mit dem Fahrrad zum Einkaufen

Ein Kostenfaktor, der von vielen Verbrauchern oft übersehen wird, sind die Fahrtkosten zum Supermarkt, wenn man mit dem Auto einkaufen geht. Versuchen Sie, mit dem Fahrrad zum Supermarkt zu fahren. Die gesparten Benzinkosten können aufs Jahr hochgerechnet ein hübsches Sümmchen ergeben. Transportieren Sie die eingekauften Lebensmitteln in einem großen Rucksack oder legen Sie sich einen Fahrradanhänger zu, in dem Sie z. B. Getränkekisten verstauen können. Solche Anhänger gibt es eventuell auch billig gebraucht im Internet oder auf Flohmärkten. 

Vermeiden Sie "Convenience Food"

Bevorzugen Sie beim Lebensmittelkauf frische Ware, die möglichst wenig verarbeitet wurde. Vor allem sogenannte "Convenience"-Lebensmittel sind meist überdurchschnittlich teuer. Denn der Verbraucher muss die Verarbeitung in der Fabrik mitbezahlen.

Wenn Sie auf Convenience- und Lifestyle-Produkte verzichten, können Sie auf Dauer viel Geld sparen. Nehmen Sie sich lieber die Zeit, Mahlzeiten zu Hause selbst zuzubereiten. Das macht Spaß und schmeckt meist besser.

Stand: 03.06.2012

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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