Fotografie

HDR-Fotografie verständlich erklärt

Einbruchschutz durch Mehrfachverriegelung: Vor- und Nachteile
geschrieben von Jürgen Held

Haben Sie sich auch schon gefragt, wie diese Bilder entstehen, die extrem kontrastreich sind oder gar schon surrealistisch wirken? Dabei handelt es sich meist um so genannte HDR-Bilder (High-Dynamic-Range). In dieser Artikelreihe möchte ich Sie mit der HDR-Fotografie vertraut machen, Ihnen zeigen, wie Sie selbst HDR-Bilder erstellen und Anregungen zur Umsetzung geben.

HDR-Fotografien sind Bilder, die technisch eigentlich gar nicht möglich sind, geht man von der klassischen Fotografie aus. Da gibt es auf einmal Zeichnung in den Lichtern und den Tiefen, die zu einem Kontrastumfang führen, der für die normalen Sehgewohnheiten unnatürlich wirkt.

Die Detailfülle ist so außergewöhnlich, dass manche Aufnahmen gar an ein Gemälde erinnern, wäre da nicht der fotorealistische Gesamteindruck. Aus der, von einigen Fachleuten gar als Modeerscheinung betitelten Technik, ist eine faszinierende Form der Bildgestaltung geworden, die längst ihren Weg in die Print und Onlinemedien gefunden hat.

Die Vorteile der HDR-Fotografie

Oftmals stellt sich ein spektakuläres Motiv, wie beispielsweise der Innenraum eines sonnendurchfluteten Kirchenschiffes, im Nachhinein, als wenig beeindruckend heraus. Was vor Ort noch als Top-Motiv erschien, entpuppt sich am heimischen Monitor als Enttäuschung. Das liegt daran, dass weder die Kamera noch der Monitor in der Lage sind, den Kontrastumfang des menschlichen Auges annähernd abzubilden.

Könnte beispielsweise die Kamera und der Monitor den vollen Kontrastumfang einer Sommerszene abbilden, müsste der Betrachter eine Sonnenbrille tragen. Oder anders gesagt, der Monitor wäre von einem Fenster nicht zu unterscheiden.

Mit Hilfe der HDR-Fotografie und der HDR-Verarbeitung wird der Kontrastumfang einer Fotografie dem des menschlichen Auges künstlich angepasst. Dies geschieht, indem mehrere unterschiedlich belichtete Aufnahmen, zu einer Aufnahme verrechnet werden.

Normalerweise wird eine Aufnahme auf das Hauptmotiv belichtet. Entweder werden dabei die Lichter optimal abgebildet, wobei die Tiefenzeichnung im Schwarz verschwindet oder es wird auf die Tiefen fokussiert und die Lichter gehen dabei in einer weißen Fläche auf.

Durch die Aufnahme mehrerer Belichtungen wird jedoch der gesamte Kontrastumfang aufgezeichnet, der dann mit Hilfe der HDR-Software zu einem Bild verrechnet wird. Dabei entsteht ein 32-Bit Bild, das eigentliche High Dynamic Range Image, welches im Rahmen des Tone Mappings wieder zu einem 16- oder 8-Bit Bild, dem Low Dynamic Range Image, umgewandelt wird.

Mehr Informationen über HDR-Fotografie finden Sie in dem Buch "Digitale Fotopraxis HDR-Fotografie".

 

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Jürgen Held

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