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Kopftuch der muslimischen Frauen
Mit ihrem Buch: „Die große Verschleierung. Für Integration. Gegen Islamismus" hat Alice Schwarzer als Herausgeberin die Diskussion um das Kopftuch in Deutschland neu erntfacht.
In Frankreich hat das Parlament am Vorabend des 14. Juli das Verbot der Burka in der Öffentlichkeit beschlossen. Die Burka und das Kopftuch stoßen auch in der Bundesrepublik auf viel Ablehnung, die so weit reicht, dass es verboten werden soll bzw. teilweise bereits verboten ist.
Das Kopftuch wird dabei einerseits als politisches Symbol und andererseits als Unterdrückungssymbol gesehen bzw. gewertet.
Annette Schavan äußerte sich als damalige Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und Baden-Württembergs Kultusministerin folgendermaßen hierzu: „Wir reden nicht über das Kopftuch als religiöses Symbol. Wir reden über das Kopftuch in seiner politischen Bedeutung.“
Im Entwurf zur Änderung des Schulgesetzes von Baden-Württemberg, welches von Frau Schavan eingebracht und vom Landtag verabschiedet wurde, heißt es: „Insbesondere ist ein äußeres Verhalten (gemeint ist das Tragen eines Kopftuches, Anmerkung der Autorin) unzulässig, welches bei Schülern oder Eltern den Eindruck hervorbringen kann, dass eine Lehrkraft gegen die Menschenwürde, die Gleichberechtigung der Menschen nach Artikel 3 des Grundgesetzes, die Freiheitsgrundrechte oder die freiheitlich-demokratische Grundordnung auftritt.“
Tragen muslimische Frauen das Kopftuch wirklich als ein politisches Symbol?
Es sollte hinterfragt werden, wann das Stück Stoff auf dem Kopf einer muslimischen Frau als solch umfassend politisches Symbol zu verstehen ist und wann nicht.
Seit Jahrhunderten tragen muslimische Frauen das Kopftuch als religiöses Symbol, es ist ein äußerliches Zeichen für die Zugehörigkeit zum Islam. Auch im Christentum tragen Frauen (Nonnen) eine Kopfbedeckung als Symbol ihrer Religiosität.
Die muslimische Religionsform weist einige Gebote und Verbote auf, unter denen auch Kleidervorschriften zu finden sind. Sinngemäß sagt der Koran, dass sich Frauen den Kopf bedecken sollten, damit sie sich von Nicht-Muslimen unterscheiden und jede/r gleich sehen kann, dass sie gläubig sind und respektvoll behandelt werden wollen.
Darüber, ob diese Aussagen eine Muss- oder Kann-Vorschrift ist, streiten sich auch Muslime selbst. Das Kopftuch ist eine Möglichkeit, als religiöser Mensch einer spezifischen Religionsform erkannt zu werden, wobei sich damit gleichzeitig bestimmte Verhaltenserwartungen knüpfen.
Eine muslimische Frau kann, wie jede andere Frau, selbstbewusst und emanzipiert sein und sich dabei auch als religiös sittsam verstehen und den Wunsch nach entsprechendem Verhalten der Umwelt erwarten.
Die wahren Beweggründe kennen nur muslimische Frauen selbst. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie viele muslimische Frauen für eine Aufhebung der Trennung von Staat und Religion oder gegen die Menschenwürde, die Gleichberechtigung der Menschen nach Artikel 3 des Grundgesetzes, die Freiheitsgrundrechte oder die freiheitlich-demokratische Grundordnung eintreten, weil sie ein Kopftuch tragen. Doch genau das sind die Vorwürfe, die sich mit dem Kopftuch verbinden.
Dann, wenn es politisches Symbol ist, tritt es politisch für einen muslimischen Staat und damit gegen Gleichberechtigung und Freiheitsgrundsätze ein – doch wer kann den vielen muslimischen Frauen in Deutschland, die teilweise das deutsche Schulsystem durchlaufen haben und sich eine Existenz aufbauen wirklich nachsagen, dass sie einen muslimischen Staat wollen?
Sicherlich gibt es Muslime, die ihre Frauen und Töchter zum Kopftuch zwingen, da sie im Grunde ihres Herzens einen muslimischen Staat herbei sehnen. Diese Kopftuchträgerinnen können als Beispiele genannt werden, bei denen das Kopftuch als politisches Symbol zu werten ist. Wer kann jedoch mit Bestimmtheit beurteilen, dass nicht die Mehrheit der muslimischen Frauen das Kopftuch ganz selbstverständlich und manche ganz bewusst als religiöses Symbol tragen?
Der Islam ist, wie das Christentum, eine Religionsform mit vielen Möglichkeiten. Sicherlich ist es eine unbestreitbare Tatsache, dass im Islam Kräfte existieren, welche den Grundpfeilern unserer freiheitlichen Verfassungsordnung in teilweise elementarer Weise widersprechen. Jedoch sollten gerade diese Strömungen nicht noch durch ein Kopftuchverbot unterstützt werden. Doch genau diesen Effekt könnte ein Kopftuchverbot haben.
Wenn das Tragen eines Kopftuches zu kollektiven gesellschaftlichen Sanktionen (z.B. den Ausschluss aus bestimmten Berufsfeldern) führt, dann könnte es Muslime in einer Art und Weise zusammenschweißen, die dem innermuslimischen Prozess einer Entwicklung zu einem europäischen Islam entgegen wirken könnte.
Werden mit einem Kopftuchverbot im öffentlichen Raum nicht alle Muslime als Verfechterinnen eines politisierten und frauenfeindlichen Islam oder gar als Vertreterinnen eines politischen Islamismus gebrandmarkt?
Wenn dies so verstanden würde, so könnte dies eine abwehrende Haltung vieler Muslime gegenüber der sie umgebenden Gesellschaft zur Folge haben. Muslime könnten Deutschland dann als weniger freiheitlich demokratisch empfinden und die Mehrheitsgesellschaft könnte jede Muslima, die trotz Kopftuchverbot ein Kopftuch trägt, als Fanatikerin verurteilen.
Sollte sich nicht jede/r, der oder die für ein friedliches Miteinander aller in Deutschland lebenden Menschen eintritt, gegen ein Kopftuchverbot sein?
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Hallo,
meiner Meinung nach sollte es kein Kopftuchverbot geben, weil viele Muslima es nicht aus Zwang, sondern freiwillig und gern tragen.
Zudem wird ein Verbot den muslimen Frauen nicht wirklich helfen, der Schuß geht glaube ich viel mehr nach hinten los.
In Frankreich soll ja der bestraft werden, der eine Frau zur Burka oder zum Kopftuch zwingt - ich kann mir nicht recht vorstellen, daß entsprechend eingestellte Männer dann sagen "OK meine liebe Frau, wenn das so ist, dann brauchst Du natürlich kein Kopftuch und keine Burka mehr anziehen bzw. aufsetzen, geh ohne das auf die Straße!"
Vielmehr wird es vermutlich heißen "Wenn Du weder Kopftuch noch Burka haben darfst, dann bleibst Du eben daheim und im Haus!"
@ Britta Kanacher: sehr interessanter Artikel, leider ganz schwer zu lesen weil ohne Absätze durchgeschrieben.
Viele Grüße, munike
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Meiner Ansicht nach sollte das Kopftuch sehr wohl verboten werden und zwar aus einem einzigen Grund, nachdem das Kopftuch gesellschaftsfähig gemacht worden ist, werden zusehends ähnliche Verkleidungen nach und nach verstärkt getragen (sprich Burka, Niqab, Tschador usw.). Da unsere Gesellschaft aber darauf basiert, dass man dem Menschen gegenüber ins Gesicht schauen kann, wird das Verschleiern zu einer Spaltung in der Gesellschaft führen.
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Ein sehr schwieriges Thema, wie ich meine.
Vor einigen Jahren noch hätte ich iohne mit der Wimper zu zucken gesagt:
"Lasst doch bitte jedem seine Art sich zu kleinden, seine Religion auszuführenund seine Art zu leben!"
Nun ist das noch immer meine Meinung, doch ich habe einige Kinder aus sogenannten "Emigrantenfamilien" kennengelernt, deren gesamte Familie kein Deutsch spricht, und in denen die Frauen vor allem unter sich bleiben.
Dies wird mit dem Tragen des Kopftuches noch kultiviert, dieses "sich einigeln", "unter sich bleiben wollen."
Im Grunde dürfte das auch kein Problem darstellen, bis auf dei Tatsache, dass die Kinder dieser Familien in der Regel ausschließlich von den Müttern, Tanten und Geschwisterkindern erzogen ewerden.
Einmal ganz von der Lebenseinstellung und der Stellung der Frau in der (in DIESER) Gesellschaft wird ihnen allem voran kein Deutsch beigebracht, so dass auch sie sofort wierder -ob sie wollen oder nicht- an den Rand der (UNSERER) Gesellschaft gedrückt werden.
Die Tatsache, dass in diesen Familien die Kinder nicht in den Kindergarten geschickt werden, macht die ganze Geschichte nicht unkoplizierter.
Ich weiß nicht, ob man mit einem Kopftuchverbot beginnen sollte, doch ein Pflichtkindergartenjahr für alle Kinder und ein zeitgleiches Angebot ( oder Gebot?) für deren Mütter an einem deutschen Sprachunterricht teilzunehmen, wäre sicherlich ein guter Anfang zur Integration aller
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Ganz ehrlich, wenn ich in einem fremden Land lebe, wie Australien, Spanien sonstwo, dann lern ich auch die Sprache und pass mich an! Das beziehe ich jetzt nicht auf Kopftücher.
So und wenn das hier nicht passiert und die ganzen Muslime meinen sie können hier weiter tun und lassen was sie wollen, dann sollen sie doch bitte wieder gehen...
Ich denke das ein Kopftuchverbot der falsche Ansatz ist, denn wie schon mein Vorredner sagt, bleiben die Frauen einfach zuhause dann. Man sollte eher diesen Familien irgendwie klarmachen, dass es hier anders läuft und Frauen nicht unterdrückt werden.
Die männlichen Wesen sollten aufgeklärt werden und nicht den Frauen die Kopftücher verboten werden!
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