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Umgehen mit einem Choleriker
Im Idealfall gehen Sie Menschen offen, ehrlich, höflich, rücksichtsvoll und gleichberechtigt miteinander um. Die Wirklichkeit sieht aber manchmal anders aus. Es gibt leider einige Menschentypen, die recht unangenehm und schwierig sein können - zum Beispiel der Choleriker. Der Choleriker regt sich über nahezu alles auf und wird schnell ausfallend - bis hin zur persönlichen Beleidigung. Sie und Ihr Verhalten sind dabei nur ein willkommenes Ventil für seine Wut. Die eigentlichen Ursachen liegen aber fast immer ganz woanders - zum Beispiel in einer negativen Lebenseinstellung des Cholerikers.
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Mein Mann das Chamäleon
Liebe gleichgesinnte Leidensgenosse und Genossinnen, liebe bemitleidenswerte Choleriker! Seit 16 Jahren teile ich mein Leben mit einem Chamäleon - meinem liebenswerten cholerischen Ehemann. Wir haben 6 Kinder in unserer besten Zeit fabriziert, die Beziehung war immer voll Power in allen Lebenslagen. Im Laufe der Jahre hat sich aber einiges geändert. Bereits zu Anfang unserer Beziehung kam ich seine agressiven Charakterzüge bei einer unerwarteten Antwort oder Meinungsverschiedenheit zu spüren. Seine Reaktionen waren vielfälltig: vom umgerissenen Mittagstisch bis hin zu persnlichen Angriffen und verbalen Verletzungen mit tiefen Wunden. Die ersten Jahre war er über seine Reaktionen selbst negativ berrascht und bereute schnell und bitter jeden bergriff. Allerdings hat sich das gendert. Er hat viel erreicht im Leben und hat inzwischen seinen zweiten Charaktermakel gepflegt: er ist auch noch ein Workaholic! Und das zu 100%. Wir, die Familie, die Kinder leiden unter alledem. Schon oft hatte ich an Scheidung gedacht, trotz tiefer Liebe zu meinem Mann. Er erwartet viel und kann nicht sehen, wenn einer nichts tut oder auf dem Sofa ruht, obwohl wir alle viel leisten und ich selbst trotz 6 Kindern 4 Tage die Woche arbeiten gehe, schon immer. Die Erwartungen meines Mannes wurden im Laufe der Jahre immer höher gesteckt. Und er ging über Leichen. In jedem sah er einen Neider, in mir, seiner Frau sogar einen Konkurrenten. Ich bin mir sicher, das die kindliche Erziehung bei all dem eine große Rolle spielt Er ist nun so, wie er nie sein wollte: das Ebenbild seiner Eltern! Uns hat er dabei schon fast verloren, ohne es zu wissen oder wahr haben zu wollen. Schuld sind immer die anderen. Ich habe im Artikel viele Ähnlichkeiten entdeckt. Für mich selbst habe ich auch beschlossen, abzuwarten, wenn ein cholerischer Anfall tobt ist Ruhe die beste Medizien sich selbst vor Übergriffen zu schützen. Dies gibt allerdings dem durchgedrehten Gegenüber immer recht, was auch wieder falsch ist und auf Dauer zu keinem befriedigenden Ergebnis führt. Jeder muß für sich selbst entscheiden wie lange er so weiterleben kann ohne sich selbst zu verlieren. Ich wnsche euch allen viel Kraft und Liebe! Eure Alexandra, eine Betroffene
Ich lieb Dich, ich lieb Dich nicht.....
Es gibt nur diese beiden Mglichkeiten: Als Opfer Deines cholerischen Gegenübers kannst Du alles hinnehmen, und Dich dabei selbst im Lauf der Zeit verlieren, weil Du daran zerbrichst...oder: Er muß zu Therapie!!!! Du bist es nicht, der Schuld idt an alledem. Du bist nur Opfer. Und immerwieder kommt die Frage: Lieb ich ihn, oder lieb ich ihn nicht mehr. Manchmal kommt der Haß, weil der Choleriker Dich scheinbar so in der Hand hat, Dich wie eine Marionette an Fäden zieht. Dich erniedrigt, Du Angst vor ihm hast, auf jedes Wort achten mußt, was Du sagst...es könnte neues Futter für ihn sein... . Wie lange willst Du Dir das noch antun. Deine Gedanken drehen sich im Kreis, Du weinst, bist verzweifelt. Deine Seele wird krank. Dann wieder kommen die schönen Tage...Dein multiples Gegenüber hat einen guten Tag und herzt und drückt Dich, verwhnt Dich mit seiner Aufmerksamkeit ....hach ist das Leben schön! Dann liebst Du ihn. Bis morgen, oder nächste Woche.... . Es ist wie ein Teufelskreis. Manchmal wünscht Du Dir den körperlichen Zusammenbruch Deines Cholerikers, damit Du endlich einmal in der Führungsposition steckst. Du bekommst Mitleid mit dem Häuflein Elend. Du denkst an all das Schöne, was ihr Euch jemals geschenkt habt....Liebe, Nähe, Zeit....die er jetzt nicht mehr hat. Du hast das Gefühl Du wirst nie angehört, ja geradezu überhört. Und Du merkst, das Du für all das büßen mußt, was andere in seinem Leben falsch gemacht haben. Denn einer ist immer schuld, nur nie er selbst. Du mußt lernen, Dich stark zurückzunehmen, eigentlich solltest Du überhaupt keine eigene Meinung mehr haben, dann hast Du auch einen immerbraven Choleriker an Deiner Seite, der ja nur seinen Vulkanausbruch zuläßt, wenn Du einen Fehler machst, ihn gereizt hast oder eine eigene Meinung hast. Es ist sehr schwer mit einem cholerischen Menschen zu leben und ihn bedingungslos zu lieben. Du bist Opfer, Ventil und Psychologe in einem. Die Frage ist: Wieviel Kraft hast Du? Verlierst Du Dich selbst? Paßt Du Dich an? Eines solltest Du bedenken: wenn Du einen cholerischen Workaholic an Deiner Seite hast wird es doppelt schwer. Da ist nur eines stärker: grenzenlose Liebe.
Ja mit einem Choleriker klarzukommen ist wirklich nicht leicht. Und das mit dem weggehen gestaltet sich dann oft doch sehr schwirig. Mein Chef ist so einer. Regt sich über alles auf. Dabei gibt es oft gar keinen wirklichen Grund so ausfallend zu werden. Wenn man mit ihm in einer Besprechung ist, kann man schlecht weglaufen, man kann sich das nur anhören was er zu sagen hat, bzw. zu motzen hat. Ich als Dj und LJ (Lichtjockey) zusammen mit meinen 3 Kollegen, arbeite in einer Disco und wenn der Cehf sagt er möchte am Konzept etwas anders haben und das wird dann auch so umgesetzt, weil er ja nun mal der Chef ist und das dann voll nach hinten los geht, was glaubt ihr was innerhalb von 5 Minuten passiert? Er motzt uns für das an was er so haben wollte und wird aufs äußerste beleidigend. Es kam sogar schon vor das er Leute die nichts für irgendetwas konnten einfach rausgeworfen hat. Nur um seinen Frust abzulassen. Klar, er weiß ja, einer der sich da hinstellt und Musik machen will, wartet an jeder Ecke.
Dennoch, wenn man mal zusammen einen Scheinwerfer ausrichtet oder gerade selbstständig arbeitet und er wieder mal einen dummen Kommentar parat hat, dann hab ich gelernt ihn einfach mit seiner Wut im Raum stehen zu lassen so dass er merkt was er falsch gemacht hat und sich meist wieder entschuldigt.
Ich kann nur sagen, auf dauer macht es eigentlich niemand mit und kann auch niemand aushalten wenn er einen Chef als Choleriker hat. Es seidem man ist es selbst oder man ist taub.
Irgendwann kann man nicht mehr
Ja, dieses Problem hatte ich nun fast fünf Jahr, und ich muss sagen, ich liebe diesen Mann noch immer, obwohl ich viel zu oft verletzt wurde. Ich lernte ihn vor fast fünf Jahren kennen und bereits zu Beginn merkte ich, dass er in den verschiedensten Situtationen überreagierte, zuerst nicht über mich, sondern bei mir über andere. Durch seine Selbstständigkeit hatte er mit Kunden zu tun und schrie sie manchmal am Telefon dermaßen an, dass ich erschrak. Ich übernahm irgendwann gewisse Bereiche im Büro und mir fiel es immer mehr auf, wie er sich ganze Kundenkreise durch seine Art regelrecht vertrieb. Auch gegenüber Familienmitgliedern kam es zu Auseinandersetzungen, die ich verurteilte. Zu Anfang nahm er meine Ratschläge noch an und sagte oft, dass er sich ändern wollte, auch das Thema Therapie sah er damals noch positiv, aber irgendwann war ich dann ein Besserwisser, der eine Therapie machen solle, damit er mit lauten Menschen klarkommen würde. Durch sein Verhalten, dass abwechselte zwischen Jammern, Selbstmitleid, und cholerische Schuldverschiebungen an andere, verlor er irgendwann seine Firma und fast alle seiner Freunde. Er fiel in eine Depression, die er trotz meiner Ratschläge nie von einem Psychologen behandeln ließ. Da irgendwann fast nur noch meine Familie übrig geblieben war, an der er seine Wut auslassen konnte, bekamen wir sie auch in vollem Maße zu spüren. Das negative Denken, die Schuldverschiebungen gingen irgendwann nur noch an mich und die Tatsache mit ihm nie ein vernünftiges Gespräch führen zu können, haben mir irgendwann gesagt, dass ich und auch meine Familie krank werden, wenn ich keinen Schlussstrich ziehe. Ich sage mir heute nach der Trennung, an der ich natürlich auch Schuld habe, niemand hat das Recht mich anzuschreien, wenn ich vernünftig entgegentrete. In einer ewigen Angst zu leben, etwas zu sagen, was beim geliebten Menschen einen cholerischen Anfall auslösen könnte, schadet auf lange Sicht der eigenen Gesundheit, die ich heute erst wieder in Ordnung bringen muss, bevor ich das Vertrauen in einen Mann wieder aufgebaut habe. Die Einsicht, dass ich mein Gegenüber nicht ändern kann, war ein langer Prozess in meiner Beziehung, das Loslassen fällt mir immer noch schwer. Es ist aber der einzige Weg, sich sein eigenes Denken wieder aufzubauen, um wieder irgendwann eine Beziehung leben zu können, die von Geben und Nehmen besteht, und vor allem von wirkliches miteinander Reden geprägt ist.
An Alexandra
Darf ich Sie fragen, wie Ihre Kinder mit der Situation zurecht kommen? Meine Situation ist vergleichbar.
Keine Kraft mehr
Ich habe meinen Lebensgefährten vor etwas über 10 Jahren kennengelernt. Alles war für ca. 1 Jahr ganz wunderbar!
Mir stellt sich nun aber die Frage, ''Sind Choleriker auch gute Schauspieler?" Die ersten beiden Ausbrüche hatte er nämlich erst gegen Ende unseres ersten gemeinsamen Jahres.
Erst als unser gemeinsamer Sohn auf die Welt kam wurde es richtig schlimm.
Aber mein Lebensgefährte hat sich leider die falschen Ventile ausgesucht. Meist waren es die Kinder, sie konnten nichts richtig machen, egal was sie auch versuchten. Mit der Zeit haben sie sich angepasst, reagieren verunsichert und toben nur noch dann, wenn er nicht da ist. Wenn er dann einen Ausbruch hatte, bin ich dazwischen gegangen, die Kinder konnten ja nichts dafür. Also lenkte ich seine Wut auf mich. Mittlerweile habe ich nun keine Kraft mehr, obwohl ich ihn sehr liebe. Ich werde mich trennen, die Kinder haben nun genug gelitten und ich kann nun auch nicht mehr so weitermachen.
Ich wünsche allen Leidensgefährten viel Kraft um diese Strapazen entweder auszuhalten, oder ihren eigenen Weg zu finden.
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Ich glaube, mit Cholerikern ist das wie bei Suchtkranken: Man muss sie fallen lassen, damit sie vielleicht erkennen, dass sie so nicht weitermachen können. Ich weiss, leichter gesagt als getan.
Mein Mann neigt auch gerne zu cholerischen Ausbrüchen. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht pflegen werde, wenn er einen Infarkt oder Schlaganfall bekommt, seitdem ist es besser. Mittlerweile mache ich mich eher über ihn lustig als das ich mich aufrege. Natürlcih sollte man besser gehen, wenn es nicht mehr geht. Und sich professionelle Hilfe holen, wenn man es allein nicht schafft. Und mal ehrlich, was tut man sich und seinen Kindern an, wenn man so etwas über Jahre erträgt?
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Hallo, ich möchte mich einreihen. Ich bin fast 20 J. mit so jemandem zusammen. Wir haben 2 Kinder. Bisher war es so, dass er cholerisch in extremen Situationen reagiert hat. Glücklicherweise war es phasenweise. Er regt sich natürlich permanent beim Autofahren über andere auf. Ich habe auch schon gefährliche Situationen erlebt, in denen er provoziert oder sich auf Provakationen einlässt. Sein Vater sagt über ihn: "Frei nach dem Motto nur keinem Streit aus dem Wege gehen." Er war selbstständig, ich meine er war er selbst und das ständig. Das auf meine Kosten. Denn ich durfte für den Lebensunterhalt sorgen. Er hat eine Insolvenz hinter sich gebracht. Zu dem Zeitpunkt waren wir noch nicht verheiratet. Dann entschied ich, von einer großen teuren Wohnung in eine kleinere günstigere zu ziehen. Überhaupt traf ich alle Entscheidungen. Seit November letzten Jahres ist er angestellt. Seitdem ist er unerträglich. Er nörgelt, sucht Fehler bei mir und bei meinem großen Sohn, beleidigt uns wo er nur kann. Meistens fängt er mit seinem Sohn an, wenn ich mich vor unseren Sohn stelle, geht es mit mir weiter und dann bin ich überhaupt die Böse. Ich bin an allem schuld. Ich habe seine Karriere verhindert, ich bin dumm und blöd. Irgendwann hat er mich soweit, dass ich auch aus der Haut fahre. Heute war so eine Situation. Ich war gut gelaunt, obwohl ich diese Woche auch viel Stress hatte. Eigentlich ging es mir gestern noch nicht so gut. Aber das interessiert ihn nicht. Ich wünschte so sehr, er ginge auf mich ein. Aber das tut er nicht. Heute ging ich ihm nach seinen verbalen Angriffen aus dem Weg. Irgendwann spürte er mich auf und fing gleich wieder mit Vorwürfen an. Es eskalierte, so dass er handgreiflich wurde. Ich habe eine Freundin zur Rate gezogen. Die beschwichtigte mich, denn ich wollte eigentlich sofort zur Polizei gehen. Er hat es schon einmal gemacht und ich habe mir geschworen, dass ich mir das nicht gefallen lasse. Fakt ist, ich habe mich nur erkundigt. Ich hatte ursprünglich gedacht, dem Mann müssen Grenzen gesetzt werden wie bei einem ungehorsamen Kind. Ich fürchte, dass meine eigenen schlimmeren Erinnerungen verblassen. Ich werde ihm morgen eine Frist setzen. Er muss wissen, dass es mir ernst ist. Natürlich will ich mich nicht so einfach trennen, aber so viel Leid kann ich nicht ertragen. Wenn er gar nicht mehr mit sich reden lässt und nicht bereit ist, daran zu arbeiten, z. B. mit einem Familientherapeuten, dann wird es keine Chance mehr haben.
Chef Choleriker
Entgegen allen Ratschlägen habe ich bei meinem Chef-Choleriker zurückgebrüllt. Ich kann lauter und länger. Er war nach meinem Anfall sehr still und hat sich sofort in sein Büro zurückgezogen. Danach passierte folgendes: Sobald ich meine Stimme nur ein wenig anhob und ein wenig lauter wurde, stand er mit den Händen in Abwehrhaltung und meinte: Nicht brüllen, nicht brüllen.
Vor dem Menschen hatte ich keinen Respekt mehr. Er sit jetzt in Rente und ich hatte einen Plan, um bei seinem Abschiedsfrühstück nicht anwesend zu sein. Es hat geklappt und wie ich erfahren habe, hat er sich darüber sehr geärgert. Genau das habe ich bezweckt
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