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18.08.2010
Meditation beim Gehen baut Stress ab
Lotossitz und Oohm. So stellt man sich gemeinhin eine Meditation vor. Dass man damit zuverlässig Stress abbauen kann, ist allseits bekannt. Doch es geht auch ganz anders. Meditieren Sie doch einfach beim Gehen.
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Nachdenken, sinnende Betrachtung
ja, das ist, - irgendwie sehr bodenständig, bisschen enttäuschend fast, oder? - die, laut gutem altneuen Duden, die Bedeutung des Terminus "Meditation"
Der Begriff allein ist so ausgelutscht, ich jedenfalls schalte ab, sobald jemand in welcher Weise auch immer, mir von den Wohltaten regelmäßiger Meditation erzählt.
Dieser Artikel immerhin verlangt, kommt man ja auch nicht mehr mit durch... außer bei alt gewordenen einstigen "Indien-Kulturtouristen " -, nicht die zahllosen Verrenkungen( so zahllos wie die "Schulen" der indischen, asiatischen Kultur sie hervorgebracht hat), die uns Europäern, bzw. der gesamten westlichen Zivilisation in Wahrheit nichts anderes ist als... "immerhin, alte Kulturen, wird für uns doch auch gut sein...": warum haben wir uns( wer? genau? weiß ich nicht... aber ich werde Recherche treiben und dann drüber schreiben) so angestrengt, zu kopieren... genau das Gegenteil im übrigen von dem was Meditation traditionsgemäß ausmacht: keine Anstrengung, keine - für uns Westler "Verrenkungen", wir haben auch andere Tänze, andere Bewegungs-Schulen, und: wir haben altgediente Traditonen, die zwar das Wort "Meditation" nicht benutzen, diese jedoch implizit / explizit beschreiben, diese, in anderen Worten, bedingungslos erwarten...
Das wird hier ein Vortrag, es soll ja nur Kommentar sein:
Können sie noch , konnten sie es je?!, einfach eine nicht geplante Zeit, eine Minute, eine Stunde?... aus dem Fenster sehen, nur sehen, gucken, den Blick schweifen lassen, die Gedanken, Gefühle fließen lassen: ja, können sie das? oder verbietet das berühmte, für mich eher berüchtigte Zeit-Selbst-etc. -Management Ihnen diese Augenblicke in irgendeiner Zeit, gewahr zu werden: Zeit, was ist das, klar, die gemessene Zeit, welcher römische Kaiser war das noch mal... aber das Eingeständnis, dass "Zeit" zu den wesentlichen Erfahrungen gehört, vor denen unser so triumphierend vor uns hin getragenes "Wissen" in die Knie gezwungen wird: Nein, wir wissen Nichts, nichts, das wesentlich ist. Vielleicht die "Große Mutter= Zeit", null minus zero, wir Regenwürmer, die wir uns erdreisten, diesen Würmern keine Seele zuzugestehen, was weiß ich, wissen Sie`s?, über das Empfinden - Gefühle sind Wirklichkeit - eines Regenwurms? These: wenn wir Menschen wo und wie auch immer materialisiert (vielleicht im großen Zeh?) eine "Seele" zu haben vermeinen, okay, fine with me: aber wenn wir Dornenkronenträger eine Seele haben, dann hat auch jedes Tier, das kriecht - und das vielleicht auch weiß?! - eine Seele!. Punkt. Fin.
Zurück zu "Meditation": mein Vorschlag, er ist wirklich gut, es erfordert auch etwas Mühe, aber das tun alle Meditationsformen:
learn by heart (= klingt schöner und hier passender in Englisch als das deutsche "auswendig lernen") : lernen sie Gedichte, vielleicht erstmal ein paar Zeilen, die Ihnen mehr als nur gefallen, nicht nur Gefälliges, nein, die Ihre Seele berühren, lernen sie sie auswendig!.
Warten Sie ab: es wird etwas geschehen mit/in Ihnen. Unterschätzen Sie ein solches Tun, das dann zum Nichttun gehört, bloß nicht! Versuchen Sie es!
Siehe: Beckett`s "Happy Days"... und ein paar Zeilen von der fast schon im Treibsand versunkenen Winnie !
Sie werden immer etwas fühlen, immer, vom Einzeller bis zur Leiche (und darüber hinaus??? keine Ahnung) , Gefühle sind Wirklichkeit, ja, auch wenn sie sich "leer" fühlen, so ist da, das ein Gefühl, naja, irgend ein Zeh zumindest wird Sie etwas fühlen lassen... aber das manchesmal nicht mehr erträgliche Achterbahn-Denken, das können sie vielleicht ein wenig in die Schranken weisen. Lernen sie ein, zwei... dann mehr Gedichte Ihrer Wahl, schauen sie aus dem Fenster ohne einen Sinn zu verfolgen, wir sagen leichthin "ohne Verstand", wir sind so traurig arrogant.
Oder nehmen sie einfach eine Zeile, eine Zeile... wie:
There is no success like failure and failure is no success at all
lassen sie diese in sich rein, und warten ab, was geschieht oder nicht geschieht! Alles Liebe, Marie
GehMeditation - mehr als "nur" Stressabbau.
Hallo und Guten Tag,
mit der GehMeditation beschäftige ich mich seit vielen Jahr. Ja, inzwischen ist sie mir in Mark und Bein übergegangen.
So konzentriere ich mich auf meinen Körper und denke beim taktmäßig gleichbleibenden Schritt das Wort "Ent-spannung".
Dies lässt sich leicht und schnell umsetzen. Der Gang wird ruhiger und elastischer - Entspannung tritt ein.
Die Gedanken werden somit auf die positive Körperhaltung (innen, wie außen) gelenkt.
Ich wünsche viel Erfolg und Spaß beim Ausprobieren.
Herzliche Grüße
Ursula Kruck-Hantschel
zustimmung zum kommentar von margriet steffen
danke für den artikel/kommentar zur geht-meditation.
ich kann es aus eigener praxis bestätigen und nur empfehlen.
und: wie wohltuend, einfach nur aus dem fenster zu schauen.
bewußt unbewußt nichttun. herzliche grüße d.k.