Administrator
Beiträge:
27
Registriert seit:
01.09.2011
Wer auch bei winterlichen Temperaturen nicht auf Frischluft verzichten möchte, der braucht nach dem Ausflug einen Tee zum Aufwärmen. Während Kaffee hierzulande das ganze Jahr über getrunken wird, ist Tee das Heißgetränk des Winters. In anderen Kulturen wird das Teetrinken das ganze Jahr über zelebriert.
Asien – Heimat des Tees
Tee war lange nur in China bekannt. Die Chinesen nutzen Teepflanzen bereits seit mindestens 200 v.Chr. als Heilmittel. Über hunderte von Jahren entwickelte sich Tee in China auch zum beliebten Getränk von Adel und Oberschicht. Auch Klöster bauten Tee an. In dem fernöstlichen Kaiserreich entwickelte sich eine Teekultur mit wertvollem Geschirr und aufwendigen Zeremonien, die auch heute noch Bestandteil des chinesischen Alltags sind.
Nach Europa gelangte Tee erst Anfang des 17. Jahrhunderts, als niederländische Handelsschiffe Grünen Tee aus China importierten. Aus den Niederlanden wurde der Tee dann weiter nach England verkauft, wo er sich größter Beliebtheit erfreute. Die ausgeprägte Teekultur ist heutzutage aus England nicht mehr wegzudenken.
Mit dem zunehmend globalen Handel gelangte der Tee auch in andere Regionen. Wo Waren aus Ostasien ankamen, setzte sich auch der Tee durch, zum Beispiel in Norddeutschland, Russland und der Türkei.
Eine Pflanze – viele Sorten
Früher wurde Tee mit frisch von den Sträuchern gepflückten Blättern zubereitet. Heute werden die Blätter erst haltbar gemacht. Zwischen Ernten und Aufgießen entscheidet sich, welche Sorte Tee aus den Blättern wird. Durch verschiedene Methoden zum Trocknen, Rösten und Fermentieren von Tee und die anschließende Zubereitung entsteht der unterschiedliche Geschmack von Schwarzem, Grünem, Gelbem, Weißem und Oolong-Tee.
Heute ist es auch üblich, Tee zu aromatisieren, zum Beispiel mit Gewürzen, Früchten oder Karamell. Nicht alles, was wir als Tee bezeichnen, stammt tatsächlich von einer Teeplantage. Zu den zahlreichen Tees, die aus der Teepflanze gewonnen werden, kommen noch Kräuter-, Früchte- und Rooibos-Tees hinzu. Die Palette der verschiedenen Geschmacksrichtungen ist unüberschaubar vielseitig.
Nicht nur gegen den Durst
Tee steht in dem Ruf gesünder zu sein als Kaffee. Er wurde von Anfang an auch in der Medizin verwendet. Chinesische Mönche hielten sich mit dem Koffein aus Tee während langen Meditationen wach. Aufgüsse aus Kräutern sind bereits aus dem Alten Ägypten bekannt und wurden auch in Europa schon lange als Medizin genutzt.
Bestimmte Inhaltsstoffe gelten als beruhigend, anregend oder stimmungsaufhellend. Auch bei uns in Deutschland ist es üblich, bei Erkältung, Magenverstimmung oder Kopfschmerzen zum Tee zu greifen. Selbst wenn kein medizinisch relevanter Inhaltsstoff im Tee enthalten ist, fühlt man sich mit einer heißen Tasse in der Hand gleich viel besser.
Gehören Sie auch zu den Teefans? Haben Sie besondere Tricks und Zutaten? Bleiben Sie bei traditionellen Sorten wie Schwarztee, oder experimentieren Sie auch gerne mit „Mode-Sorten“ wie Weißem oder Oolong-Tee?