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Heuschnupfen, Allergien, Neurodermitis: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Allergien?
Ob Hausstaub-Allergie, Pollen-Allergie oder Sonnenallergie, immer mehr Menschen reagieren allergisch auf ganz gewöhnliche Umweltreize. Auch die Wissenschaft ist alarmiert und hat ehrgeizige Projekte ins Leben gerufen, um der steigenden Anzahl von Allergikern helfen zu können.
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Skandalös
Ich finde es unglaublich und äußerst gefährlich, wie hier gegen notwendige Impfungen und sicher auch notwendige Behandlung mit Antibiotika argumentiert wird. Abgesehen davon, dass diese Argumentation jeglicher seriösen wissenschaftlichen Erkenntnis widerspricht, tun das die einzelnen Thesen sogar untereinander.
Durch Impfungen wird nach dem Text oben eine Abwehr provoziert und damit das Abwehrsystem gestärkt. Durch Gabe von Antibiotika wird das Abwehrsystem angeblich geschwächt. Ich konnte übrigens beobachten, dass die meisten Ärzte in den letzten 20 Jahren mit einer Verschreibung von Antibiotika deutlich zurückhaltender geworden sind. Welche von beiden Theorien soll denn nun Auslöser von Allergien sein? Ein durch Impfungen starkes oder durch Antibiotika schwaches körpereigenes Abwehrsystem?
Dass Homöopathie, deren Wirksamkeit seit 200 Jahren unbeweisbar ist und die auf Placebo-Effekten bzw. der besonderen Zuwendung durch den Therapeuten beruht, hier manchmal zu funktionieren scheint, würde ich dem psychischen Aspekt der meisten Allergien zuschreiben.
Auf dieser Grundlage allerdings von wichtigen Impfungen und in speziellen Fällen einer Behandlung mit Antibiotika quasi abzuraten, ist unverantwortlich. Die Krankheiten, die viele Menschen dann in voller Härte durchstehen müssten oder vielleicht gar nicht überleben würden, stehen in keinem Verhältnis zu den fragwürdigen Theorien von manchen Alternativmedizinern.
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Antwort auf Kommentar: Skandalös
Sehr geehrter Leser, sehr geehrte Leserin
vielen Dank für Ihren Kommentar und die darin enthaltenden Einwände. Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie aufgebracht sind, wenn Sie lesen, dass Impfungen und hochdosierte Antiobiotika mitverantwortlich sein sollen, für die Zunahme von Allergien in der europäischen Bevölkerung. Gerade wenn man mit der Schulmedizin aufgewachsen ist und Impfungen und Antibiotika als goldene und zuverlässige Heilmittel kennengelernt hat, fällt es schwer sich vorzustellen, dass viele Menschen für diese schulmedizinischen Wundermittel einen hohen Preis zahlen müssen.
Leider sind die homöopathischen Praxen voll von Kindern, deren Leidensweg früh beginnt. Kurz nach der ersten Impfung bekommen sie Probleme mit der Haut oder neigen verstärkt zu Infekten. Werden diese dann mit Antibiotika behandelt oder die Haut wird mit Cortison-haltigen Salben behandelt, bekommen viele Kinder asthmatische Beschwerden und zeigen erste allergische Reaktionen auf Hausstaubmilben, Pollen oder bestimmte Nahrungsmittel. Da dieser Behandlungsverlauf sehr häufig zu beobachten ist und viele Kollegen und Kolleginnen dies bestätigen, habe ich ihn in meinem Artikel dargestellt.
Ich möchte mich auch keinesfalls für Impfungen gegen Allergien aussprechen - im Gegenteil. Ich empfinde dies als die Fortsetzung der Behandlung von Krankheiten mit falschen Mitteln. Sicher gibt es Erkrankungen bei denen den Eltern keine andere Wahl bleibt als ihrem Kind Antibiotika zu geben. Dennoch muss das Ziel meines Erachtens sein, die Lebenskraft des Kindes soweit zu stärken, dass solche Erkrankungen nicht mehr auftreten. Dies wird meiner Meinung nach mit Impfungen und Antibiotika-Gaben wie sie in der Schulmedizin üblich sind und empfohlen werden, nicht getan. Darauf wollte ich mit meinem Artikel hinweisen.
Mit freundlichem Gruß M. Walsdorff
Falsch verstanden
Ich bin nicht aufgebracht darüber, dass Impfungen oder Antibiotika mitverantwortlich für Allergien sein sollen. Denn für diese Behauptung fehlt bislang jeder wissenschaftliche Nachweis. Ich bin eher aufgebracht über Ihre Argumentation, die unter Umständen gutgläubige Menschen von wichtigen und sinnvollen Impfungen abhält oder Eltern veranlasst, Ihren Kindern in wichtigen Fällen keine Antibiotika zu Glücklicherweise profitieren ja auch die Impfgegner von der Durchimpfung der Gesellschaft, so dass bestimmte teils tödlich verlaufende Krankheiten schon fast als ausgestorben gelten. Dass homöopathische Praxen voll sind mit Kindern, die kurz nach der ersten Impfung Probleme mit Haut und Infekten haben, glaube ich sogar. Das Problem ist die Diagnose durch den Homöopathen. Ohne wissenschaftliche Erkenntnis oder seriöse (!) Untersuchung die Impfung als Ursache zu diagnostizieren ist bestenfalls ein Schuß ins Blaue. Früher sagte man auch gerne mal Scharlatanerie, Aberglaube oder ähnliches dazu. Ebenso könnte man vermuten, dass die Probleme ausgelöst werden durch die Muttermilch, die wahrscheinlich die meisten dieser Kinder zu sich genommen haben. Das ist übrigens bei der Belastung der Mütter mit allerlei Umweltgiften und Schwermetallen vielleicht gar nicht so weit hergeholt?! Übrigens sind meine beiden Töchter nach allen medizinischen Empfehlungen geimpft und haben keine Probleme. Auch mussten wir meine ältere Tochter leider bereits ein mal mit einem Antibiotikum behandeln, ohne dass sie den Eindruck einer schwächeren Lebenskraft erweckt. Kennen Sie das Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung? Durch Panikmache vor der Schulmedizin wird von Alternativmedizinern meiner Meinung nach erst ein Auftreten dieser Probleme und Allergien gefördert. Quasi ein negativer Placebo-Effekt. Und das finde ich schade, wo es doch sicher Potential für Synergien und einander ergänzende Behandlungsformen gäbe. Viele Grüße, Axel