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Franchising ist eine lukrative Alternative, sich selbstständig zu machen. Doch hierbei kommt es darauf an, für welche Art des Franchising man sich entscheidet. Welche Arten von Franchising es überhaupt gibt und was damit verbunden ist, erfahren Sie hier.
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Sehr geehrter Herr Schütze, entschuldigen Sie bitte, wenn ich etwas kritisch bin, aber der Artikel "Die unterschiedlichen Arten des Franchising" wie man ihn hier lesen kann, ist sehr verwirrend und für an Franchise Interessierte wenig informativ.
Es ist aus meiner Sicht eher nicht zielführend wie bei Rechtsformen hier Unterscheidungen zu treffen, weil es auch keine parktische Relevanz in Bezug auf Entscheidungskriterien hat. Oder war die Idee einfach zu versuchen englische Begrifflichkeiten für organisatorische Veränderungen einzuführen, wie man am Beispiel des Conversion-Franchise lesen kann?
In rund 1.000 Franchisesystemen in Deutschland sind zwar diese und ähnliche Bezeichnungen oder Vorgänge zu finden, werden aber von Existenzgründern unter diesen Begriffen so gut wie nicht gefunden.
Zum Beispiel ist Master-Franchise keine Sonderform, sondern eine klar umrissene Aufgabe, genauso wie Area-Master-Franchise mit entsprechend unterschiedlichem Invest und auch der Gebietsentwicklungsaufgabe, die häufig von "alten Hasen" (Franchisenehmern) in einem größeren Gebiet mit übernommen wird, da in dem regionalen Gebiet "vor Ort" der Franchisenehmer ja ebenfalls einen "Gebietsentwicklungvertrag" unterschrieben hat.
Wer Voll-Franchise liest erwartet vielleicht auch ein Teil-Franchise - gibt es dies oder sehen SIe das Abteilungs-/Minifranchise als solches?
Wo ist der Unterschied zwischen Lizenzvergaben, wie dies bei Marken und im Merchandising üblich ist und Franchise? Wie viele Franchiseverträge zum von Ihnen als Produkt-Franchise bezeichneten Bereich gibt es in Deutschland und weltweit?
Würden Sie McDonald als Produkt-, Dienstleistung- oder Vertriebsfranchise einsortieren?
Welche Relevanz spielt Partnerschafts- und Subordinations-Franchising, wenn es nicht "gelebt" wird?
Während TV-Presseberichte zu Müllerbrot und Subway alles in einen Topf schmeissen und sogar Pachtverträge und Franchiseverträge über einen Kamm scheren, gliedern Sie es bis zur Unkenntlichkeit auf. Beides halte ich für nicht sinnvoll und auch wiederspricht dies doch eigentlich auch dem in "Ihrem Verlag" herausgegebenen Produkt und dessen Idee "simplify your life". Die Grundidee von Franchising nach heutiger "Lebensart" ist doch eigentlich ganz "banal": Es geht um ein komplettes Unternehmen, welches bereits funktioniert und bewiesen hat, dass es irgendwo auf der Welt erfolgreich zu betreiben ist. Alles, was dazu nötig ist wurde dokumentiert und so aufbereitet, dass es überall auf der Welt nach den gleichen Prinzipien zu betreiben sein sollte, wenn sich der Franchisenehmer daran hält. Dazu erhält der Franchisenehmer noch weitere Leistungen, wie Aus- und Weiterbildung, Marken, Netzwerk, Vergleichsmöglichkeiten, etc.
Wenn der Existenzgründer, egal ob ehemals Angestellte/r, Arbeitslose/r, Beamte/r, Soldat/-in oder Unterehmer/-in sich für einen Franchisegeber entscheidet trifft er eine "make or buy" Entscheidung, denn er kann dies alles auch selbst umsetzen. Doch zu welchem Preis und in welcher Zeit? Und dies wäre aus meiner Sicht ein wesentlich interessanterer Artikel gewesen: Wie trifft man eine gute wirtschaftliche "make or buy" Entscheidung? Welche Kriterien helfen dem (zukünftig) selbständigen Unternehmer/-in?
Also, vielen Dank für Ihre Vorlage und nichts für Ungut.
Viele Grüße