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Schulnoten machen immer wieder Ärger
Selten bekommen Schüler Zeugnisse, die Eltern und Kinder gleichermaßen begeistern. Auf schlechte und mittelmäßige Schulnoten reagieren Sie am besten mit Fingerspitzengefühl, denn nicht immer spiegeln die Schulnoten die Leistung Ihres Kindes wider. Bleiben Sie gelassen und versuchen Sie die Gründe für die Schulnoten herauszufinden.
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Mit den Schulnoten zeigt der Lehrer an, was er alles mit dem Kind nicht erreicht hat.
Mit den Schulnoten zeigt der Lehrer an, was er alles mit dem Kind nicht erreicht hat. Jede Note erzählt mindestens genauso viel über die Nöte und das Nichtkönnen der Pädagogen wie über das Versagen des Kindes. Drum würde ich als Ich-kann-Schule-Lehrer immer zuerst den erwachsenen Profi in die Nachhiulfe schicken und nicht das Kind. So ist das aber in unserem Lehrplanvollzugssystem nicht vorgesehen. Da erliegt man immer noch dem Wahn, man könne Probleme dadurch lösen, dass man Kinder "besser fördert". Wenn ich für die Ich-kann-Schule diese "Förderung" konkret untersuche, fällt auf, wie sich da offenbar etwas in den Kindern gegen diesen an ihnen verübten Fortschritt sträubt und diesen ständig boykottiert. Die fürs Leben im Kind zuständige Instanz will das Angbot der Pädagogik so nicht.
Fragt die Schule überhaupt nach einer Instanz im Menschen? Zeigt sie Interesse an seinem Geist und seiner Seele? Wie geht sie mit den Talenten von Geist und Seele um? In der Regel, muss man bestenfalls sagen: überhaupt nicht. Geist und Seele sind Fremdworte in der Pädagogik. Auch das Unbewusste - die Instanz, die die Lebensfunktionen steuert - ist in der Pädagogik tabu. Man wundert sich, dass sie mnit soviel Unkenntnis und Unverständnis ins Leben anderer Menschen einzugreifen wagt und dann auch noch für die Folgen die Objekte ihrer Aktionen abnotet und nicht sich selbst.
Da die Pädagogik sich ihres Tuns nur in sehr begrenztem Umfang bewusst ist, bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als sich gute Noten selbst zu besorgen.
Dafür muss man mit den Talenten der Notengeber BESSER umgehen als sie selbst. Wenn ich deine Fähigkeiten BESSER behandle als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir - das ist ein Ich-kann-Schule-Grundsatz. Und das Besserbehandeln fängt damit an, dass ich besser von ihnen denke. Ich ärgere mich also nicht mehr darüber, wie sehr sie meinen Fähigkeiten - oder denen meines Kindes - nicht gerecht werden. Da würde ich ja Ärger ausstrahlen und meine Strahlen machen die Atmosphäre ärgervoll und wirken tief in andere hinein. Wenn ich mich aber als SENDER verstehe, dann strahle ich das aus, was ich als Wirkung erleben will. Wenn mich also der Lehrer nicht versteht, schicke ich ihm Verständnis und stärke damit seine Verstehfähigkeit. Logischerweise ist diese Fähigkeit froh, dass sie nicht weiter hungern muss und dass sie sich nun aufrichten und wachsen kann; und sie weiß, dass sie es mir verdankt und revanchiert sich.
So habe ich immer wieder mit Kindern in Not "Lehrer verzaubert", indem das Kind seiner Lehrerin z.B. alles in Gedanken schickte, was sie zum GUTsein braucht. Dadurch wächst das Kind, weil es eine wichtige Rolle spielt, und die Lehrerin ändert sich, weil die neue Atmosphäre ihren Talenten gut tut.
Noten müssen also nicht in Nöte ausarten. Sie fordern uns geradezu heraus, unsere Geisteskräfte zu entdecken und zu nutzen. Das wird auch unsere Unterrichtsvollzugsanstalten, wie ich meine, in wirkliche Schulen ändern.
Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe