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Gesunde Ernährung bei Kindern mit Übergewicht
Kinder, die übergewichtig sind, haben sich ihre überflüssigen Pfunde über einen längeren Zeitraum angefuttert. Die Umstellung auf eine gesunde Ernährung ist sinnvoll und notwendig. Allerdings macht es jetzt wenig Sinn, dem Kind eine Hau-Ruck-Diät zu verpassen, die ihm die Freude am Essen nimmt. Jegliche Art von Süßigkeiten zu verbieten und lediglich frisches Obst und Gemüse zu genehmigen, ist dennoch unnötig.
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gesunde Ernährung
Meine Kleine ist für ihr Alter ziemlich schwer. Mit 9 Jahren wiegt sie schon über 40 kg. Und sie trägt schon Größe 36 bei allen Oberteilen, denn sie hat außerdem noch einen langen Rücken.
Aber sie ernährt sich bereits nach den oben genannten Grundsätzen, isst ihren Vollkorn-Toast sogar noch ohne Butter und mit einem Fruchtaufstrich aus dem Bioladen.
Sie scheint vom Ayurveda-Typ her eher dem Pitta-Typ zu entsprechen. Und von daher bekommt sie von mir auch mal angebratene Sachen, aber mit möglichst wenig Fett, gerade so, dass es knusprige Krusten gibt, auf die sie wild ist. Das könnte auch mit der Tatsache zu tun haben, die Dr. Calatin in der Rotationsdiät erwähnt, dass beim Anbraten anscheinend Substanzen entstehen, die Unverträglichkeitsreaktionen abschwächen.
Vielleicht verdanken wir es dieser Ernährung, dass sie eigentlich sehr fest gebaut ist, nicht irgendwie "schwabbelig". Aber mein Bestreben ist, die körperliche Bewegung noch mehr auszubauen. Sie hat keine Motivation, ohne eine Freundin nach draußen zu gehen. Und so hockt sie ständig zuhause, weil die Freundinnen alle irgendein Programm haben. Wir konnten früher einfach nach draußen gehen und fanden immer Kinder, mit denen wir spielen konnten. Das ist einfach heute nicht mehr der Fall. Und auf den Spielplätzen muss man Angst haben, dass den Kindern etwas passiert.
Sie geht einmal in der Woche zu einem Kurs mit Bewegung. Und da möchte ich wenigstens noch einen zweiten Kurs finden, so dass sie immerhin zweimal in der Woche einen solchen Ansporn hat. Wir hatten einen Versuch mit Kempo-Karate gemacht, aber leider war der Kurs für Erwachsene und daher zeitlich sehr spät angesetzt. Aber ich habe beobachtet, wie sie energischer auf ihren Zeitplan achtete und sich sogar ihre Ernährung etwas verschoben hat.
Was das Trinken angeht, bevorzugt sie sowieso Wasser. Lediglich am Morgen trinkt sie einen coffeinfreien Capuccino mit 3/4 Biomilch aufgefüllt und ganz schwach mit Vollrohrzucker gesüßt. Das ist dann auch ihr Frühstück, weil sie morgens einfach noch nichts essen kann.
In der Schulzeit ist auch kaum Zeit in den Pausen, so dass sie auch nichts Größeres essen kann, weil sie vom Spielen mit den Klassenkameraden nichts verpassen will. Der Hunger konzentriert sich dann auf das Mittagessen. Da will sie dann vor allem Eiweiß. Sie bekommt sowieso keine Wurst, nicht nur wegen der 40 - 50 Prozent Fett, sondern auch wegen der Konservierungsstoffe. Ausnahmen alle paar Monate einmal irgendwelche Produkte, die keine Konservierungsstoffe enthalten (aus dem Bioladen oder manche Sorten von Bratwurst, die man ja auch scheibchenweise in Wasser dünsten kann).
Also, diese Ernährung ist eine gute Grundlage, aber es braucht auch einfach Bewegung, um Muskeln aufzubauen und Fett zu ersetzen.
Ich habe auch schon überlegt, ob es irgendein Nährstoffmangel sein könnte. Da bin ich noch am Forschen. Aber generell ist es einfach eine Erbanlage, denn meine Große ist das genaue Gegenteil und ist auch viel zuhause gesessen. Es könnte auch mit der Schilddrüse zusammenhängen, weil ich selbst damit zu kämpfen habe. Bei Überfunktion neigt man zum Abnehmen, bei Unterfunktion zum Zunehmen.
Wenn trotz der sinnvollen Ernährung und ausreichender Bewegung Ihr Kind weiterhin zunimmt, sollte zumindest der Blutwert bestimmt werden. Möglicherweise reicht aber ein in Methionin eingebettetes Selen für eine Normalisierung aus, so dass keine Hormone eingenommen werden müssen.