Selbstliebe

gefragt von Anonym am 01.06.2009, 14:22
Schlüsselwörter: Selbstliebe

Hallo. Im letzten Artikel über Selbstliebe schreiben Sie:Geben Sie sich selbst das, was Sie von Ihrem Partner erwarten Könnten Sie ein Beispiel aus dem Alltagsleben geben? Dankeschöne und liebe Grüße

Beantwortet von Astrid Dehnel
am 09.06.2009, 01:42

Hallo,

gerne. Ich versuche es mal mit etwas Matriellem und etwas Inmatriellem.

1) Nehmen wir einmal an Sie hätten das Bedürfnis, den Wunsch oder auch die Erwartung, nach kleinen Geschenken, bspw. Blumen. Damit können sie auf zwei verschieden Weisen umgehen:

Erstens: Sie könnten beispielswiese denken: "Na ja, Blumen könnte er mir ja auch mal mitbringen." oder "Ach wäre das schön, wenn ich heute Blumen geschenkt bekäme!" Aber was passiert dann? Bringt der Partner keine Blumen mit, ist die Enttäuschung da, bringt er welche mit, dann hat er lediglich die Erwartungen erfüllt, aber wirkliche Feude kommt nicht auf. Es ist fast wie abgehakt auf der ToDo-Liste. Und wer erfüllt schon gern nur die Erwartungen anderer, Überraschungen machen doch viel mehr Freude!
Zweitens:  Könnten Sie sich aber dazu entschliessen, sich ab und an selbst zu beschenken, mit oder ohne Grund einfach nur so, dann wäre der Wunsch vom Partner beschenkt zu werden nicht so groß, die "Forderung" wäre weg. Was passiert jezt?  Wenn der Partner jetzt keine Blumen mitbrigt, gibt es keinen Mangel oder Enttäuschung, alles ist in Ordnung und wenn er welche mitbringt wirkliche Freude. Und weil Sie jetzt so reich beschenkt sind, können Sie auch geben, d.h. selbst schenken.

2) Etwas anderes, was wir häufig gern von unserem Partner hätten, ist bspw. Aufmerksamkeit. Wir wollen gesehen werden, mit dem was wir sind und was wir machen und wollen gelobt und gewertschätzt sein. Solange wir uns selbst aber gar nicht für so wichtig nehmen, uns selbst keine Aufmerksamkeit und Wertschätzung geben, werden wir daran Mangel leiden. Das liegt daran, dass wir unbewusst schon ausstrahlen: "Ich bin nicht wichtig, ich bin es nicht Wert beachtet zu werden!" Was wird unsere Umwelt also tun. Sie fängt diese Signale auf und reagiert entsprechend. Gut dann reden wir mit unserem Partner, dass wir uns doch mehr Aufmerksamkeit wünschen von ihm und er gibt sich auch viel Mühe, uns zu geben, was wir brauchen. er liebt uns ja. Aber dieses eigene Definzit - das meist aus unserer Kindheit stammt - kann er gar nicht stopfen. Er kann uns geben und geben, aber wir können es nicht wirklich empfangen, wir können ihm gar nicht glauben, weil wir es ja uns selbst nicht glauben, das wir wichtig und wertvoll sind. Es wird also nie genug sein, bis wir anfangen von uns selbst zu glauben, das wir es sind, bis wir uns selbst wichtig nehmen und als wertvoll betrachten. Dann strahlen wir das auch aus und jeder kann es erkennen und sehen und mit uns entsprechend umgehen.

Ich hoffe das war alttagstauglich und hat etwas mehr Licht in das Thema gebracht!

Liebe Grüße Astrid Dehnel

  1 Bewertung