Startup

Von Unternehmer zu Unternehmern: Das können Sie von Steve Jobs lernen

geschrieben von Magdalena Szarafin

Steve Jobs, der Gründer und ehemaliger CEO von Apple, ist eine große Persönlichkeit. Daher stellen seine Ideen einen großen Mehrwert für andere Unternehmer dar. Lesen Sie hier ein paar der besten Ideen seitens Steve Jobs und überlegen Sie, was diese für Ihr Geschäft bedeuten könnten.

Experten verraten Ihnen keine Ideen und Kunden sagen Ihnen nicht, was sie wollen

Die Experten – seien es Journalisten, Analysten, Unternehmensberater oder Banker – betreiben Ihr Geschäft nicht. Aus diesem einfachen Grund können sie Ihnen nicht verraten, was zu tun ist, sondern können Sie nur beraten. Sie können zwar sagen, was an Ihrem Produkt nicht funktioniert; sie werden aber kein alternatives Produkt herstellen. Sie werden Ihnen sagen, wie Sie Produkte verkaufen sollten; sie selbst aber verkaufen diese für Sie nicht.

Deswegen: hören Sie sich an, was die Experten zu sagen haben, aber Sie müssen nicht alles davon umsetzen. Wenn Sie die Kunden fragen, was sie wollen, sagen sie "besser, schneller, günstiger." Das Problem dabei ist aber, diese Wünsche beziehen sich darauf, was gerade existiert und nicht darauf, was sich die Kunden als Produkt vorstellen könnten.

Nehmen Sie sich Steve Jobs als Beispiel und entdecken Sie neue Perspektiven

Große Gewinne werden erzielt, wenn die Firmen über ihre Gleichheit
hinausgehen. Es waren noch Zeiten, als die Hardware-Hersteller mit dem
Problem der Einführung der neuen Schriftgrößen in den Druckern
beschäftigt waren. In dieser Zeit hat sich Apple, und damit auch Steve Jobs, schon dem Problem der
Laserdrucker gewidmet. Denken Sie also voraus und gehen Sie über Ihre Komfort-Zone hinaus.

Echtes Leadership á la Steve Jobs

Wenn Sie neue Perspektiven entdecken, Experten und Kunden ignorieren,
sich großen Herausforderungen stellen, müssen Sie davon auch Ihre
Mitarbeiter überzeugen. Denn nur wenn die Mitarbeiter hinter Ihnen stehen, kann das neue Produkt ein Erfolg werden. Ein neues Produkt fängt also mit der umfassenden
Veränderung des menschlichen Denkens an.

Große Herausforderungen motivieren zu überdurchschnittlicher Arbeit

Viele Mitarbeiter von Steve Jobs hatten die Angst, dass ihnen der Chef vor versammelter Mannschaft sagen würde, dass ihre Arbeit Mist sei. Diese Angst stellte eine große Herausforderung dar, was wiederum ein großer Motivationsfaktor war. Dasselbe gilt für den Wettbewerb mit IBM und Microsoft: Mit diesen Konzernen zu konkurrieren, stellt ebenfalls eine Herausforderung dar, die zu Bestleistungen motiviert.

Design spielte bei Steven Jobs eine wichtige Rolle

Steve Jobs war ein Perfektionist, was Design angeht. Für ihn war "schwarz" nicht einfach nur "schwarz." Ein paar Schattierungen von schwarz konstituieren noch nicht eine Sache, die schwarz genug ist – oder dass ein Mülleimer ein Mülleimer ist. Er hatte Recht: Für viele Kunden spielt Design eine große Rolle und viele weitere empfinden zumindest einen Sinn für Design. Nutzen Sie dies für sich aus.

Klare Zielsetzungen

Wie gesagt, Steve Jobs war ein Perfektionist. Aber bei seinem ganzen Perfektionismus lautete sein Ziel ganz klar, große Produkte auf den Markt zu bringen. Nicht jedes Mal waren sie dabei 100-prozentig perfekt. Es ging darum, die Marktdominanz zu erreichen und auch darum, neue Märkte zu schaffen. Apple ist ja schließlich kein Forschungsunternehmen; es wendet die Forschungsergebnisse in der Praxis an.

Der CEO Steve Jobs präsentierte die Produkte persönlich

Sie können sich sicherlich daran erinnern, wie Steve Jobs die Apple-Produkte 2-3 Mal pro Jahr Millionen Zuschauern präsentiert hat – persönlich. Dagegen trifft man sehr viele Firmen, wo solche Präsentationen von dem CTO oder jemandem anderen durchgeführt werden. Um zu zeigen, dass das ein Teamerfolg ist? Wenn möglich stellen Sie die Produkte selbst vor. Das zeigt, dass Sie wissen, was in Ihrem Unternehmen vor sich geht und sie Anteil nehmen.

"Wert" ist nicht dasselbe wie "Preis"

Wenn Sie Ihre Entscheidungen ausschließlich aufgrund des Preises treffen, haben Sie schon verloren. Auch die Konkurrenz über den Preis kann kein Dauerzustand sein. Preis ist nicht alles; für die meisten Kunden spielt der Wert eine Rolle. "Wert" verstanden als Schulung, Support und die innere Freude, dass man das beste Produkt benutzen kann, das je hergestellt worden ist. Keiner kauft Apple-Produkte aufgrund ihrer Preise.

Einzigartigkeit und Wert

Gutes Marketing basiert darauf, dem Kunden die beiden Dimensionen zu liefern: Einzigartigkeit und Wert. Denken Sie an den iPod: Er war einzigartig und wertvoll, weil er als einziger die Möglichkeit geboten hat, auf einem legalen, preiswerten und bequemen Weg Musik von den sechs größten Plattenkonzernen herunterzuladen.

Große Bilder und Schriftgröße

Wenn Sie sich die PowerPoint-Präsentationen von Steve Jobs anschauen, stellen Sie fest, dass er oft sogar die Schriftgröße 60 pt benutzte. Dazu kommen noch große Graphiken. Viele sagen, dass Steve Jobs ein absoluter Weltmeister bei der Produkteinführung war. Dieselben Leute verwenden in ihren Präsentationen die Schriftgröße 10. Wäre es nicht einfacher, die Vorgehensweise des großen Meisters zu kopieren?

Meinungsänderung gehört auch dazu

Als das erste iPhone auf den Markt gebracht wurde, existierte so etwas wie eine App noch nicht. Steve Jobs war nämlich der Auffassung, dass die Apps Schaden am Telefon verursachen könnten, die man nicht abschätzen kann. Wenige Monate später teilte er die Meinung, dass die Apps doch der Weg sind – und so wird seitdem die Frage gestellt "Gibt’s eine App dafür?" Seien Sie also offen dafür Ihre Meinung zu ändern.

Die besten stellen die besten ein

Steve Jobs war der Meinung, dass die besten Mitarbeiter (A) diejenigen rekrutieren, die genauso gut sind, wie sie selbst (oder noch besser). Dagegen tendieren die B-Mitarbeiter dazu, C-Typen zu rekrutieren, um das Sagen über sie zu haben. Und ähnlich würden gerne die C-Mitarbeiter D-Typen einstellen. Die Einstellung der B-Mitarbeiter würde also das Level der Organisation verringern.

Alles in allem gibt es also viel, was Sie von Steve Jobs lernen können und was Sie für Ihr eigenes Unternehmen umsetzen können. Viel Erfolg!

Über Ihren Experten

Magdalena Szarafin

Leave a Comment