Cloud Computing

Was Apples iCloud alles kann und wie Sie diese nutzen

geschrieben von Burkhard Strack

Seit letztem Herbst hat Apple seinen Onlinedienst MobileMe gegen das iCloud-System getauscht. Die Nutzung von iCloud ist bis 5 Gigabyte kostenlos und benötigt Mac OS X Lion auf dem Computer und iOS 5 für das iPhone.

iCloud sorgt für Synchronität von Daten auf allen Geräten, die man von Apple besitzt. Früher konnte man über den Bezahldienst MobileMe dafür sorgen, dass Kalender, E-Mails, Lesezeichen und Anderes automatisch auf allen Geräten die aktuellste Version aufwiesen. Mit Apples Update setzen sie ein Zeichen für die neue mobile Generation, denn es wird in Zukunft immer notwendiger, immer und überall seine Daten verfügbar zu haben.

Wenn man ein iCloud geeignetes iPhone verwendet, muss man sich lediglich mit seiner Apple ID anmelden und die iCloud in den Einstellungen anstellen. Hier kann man für jedes Programm auf dem iPhone entscheiden, ob es Daten mit der Cloud austauschen darf. Besonders praktisch ist hier die Backup-Funktion. Wenn man diese einschaltet, kann man bei einem Datenverlust ein Backup aus der Cloud fahren.

iCloud speichert alle Daten ausschließlich über SSL, sodass Sie sich keine Gedanken darüber machen müssen, ob die Daten für andere Personen zugänglich sind. Ihre Apple ID und Ihr Passwort, das sehr sicher sein sollte, sind die einzige Möglichkeit, Zugang zur Cloud zu bekommen.

Mit der Cloud können Sie sämtliche Fotos und ausgewählte Dokumente sowohl auf Ihrem iPhone als auch auf Ihrem Apple-PC synchronisieren. Sie können also, nachdem Sie die Bilder auf Ihren Computer in iPhoto übertragen haben, diese Bilder auch auf Ihrem iPhone abrufen, wenn Sie unterwegs sind. Auch wenn man ein Foto mit dem iPhone schießt, wird es beim nächsten Öffnen von iPhoto dort angezeigt.

Kalendersynchronisierung

Besonders praktisch ist die Synchronisierung des Kalenders. So können Sie ganz einfach Termine auf jedes Gerät eintragen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob der Termin nun auf allen Geräten verfügbar ist und Sie nichts vergessen.

Außerdem synchronisiert werden können Musik, Apps und gekaufte Bücher. Wenn Sie nun denken, bei diesen Datenmengen werden die fünf Gigabyte Speicherplatz schnell voll sein, hat sich Apple auch dabei etwas gedacht. Es werden in diesen Speicherplatz lediglich E-Mails, Dokumente, Aufnahmen, Accountdaten und Einstellungen gerechnet. Die Fotos, Musik und Apps sind also, ohne Speicherplatz zu verbrauchen, stets kostenlos verfügbar.

Für 24,99 Euro im Jahr kann man iTunes Match benutzen. Hier werden alle Musikstücke, die auf dem Computer liegen, in die Cloud geladen und mit den Geräten sycnhronisiert, auch wenn die Lieder nicht bei iTunes gekauft worden sind. Das Prinzip funktioniert so: alle Lieder, die iTunes auf dem eigenen Server finden kann, werden von iTunes bereitgestellt und müssen nicht hochgeladen werden.

Wenn Lieder dabei sind, die iTunes nicht kennt, werden diese in die Cloud und auf das Gerät geladen. Einige Raubkopierer haben erkannt: Hier kann man seine geklaute Musik sozusagen "reinwaschen", da bekannte Lieder aus iTunes automatisch gegen die 256kb/s Originalversion aus iTunes getauscht wird.

Einen Nachteil hat die iCloud in jedem Fall. Durch das ständige Sychronisieren der Inhalte, werden Akkulaufzeit stark strapaziert. Wer also die iCloud nutzen möchte, muss sich mit weniger Akkulaufzeit zufrieden geben. Außerdem ist die iCloud laut Greenpeace ein wahrer Klimakiller. Schließlich müssen Apples Serverfarmen für den Dienst mit massigem Strom versorgt werden. Diesen deckt Apple mit saftigen 55 Prozent Kohleanteil. Für umweltbewusste Menschen ist die iCloud also nichts.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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