Was gehört zu Green IT und Green Computing?
Green IT, auch als Grüne IT oder Grüne IKT bezeichnet (IT = Informationstechnologie, IKT = Informations- und Kommunikationstechnologie), bezeichnet grob gefasst den nachhaltigen, umweltbewussten und sozial fairen Umgang mit Computer- und Kommunikationstechnik. Green Computing meint im Allgemeinen selbe wie Green IT, manchmal wird es aber auch als Oberbegriff für energieeffiziente Software-Techniken verwendet.
Fast immer geht es um die Vermeidung von CO2-Emissionen, die bei der Herstellung von Geräte und der Erzeugung des für den Betrieb benötigten Stroms anfallen. Der Umweltschutz steht deutlich im Vordergrund. Aber auch die soziale Komponente gehört dazu, das heißt fairer Handel in Bezug auf Rohstoffe sowie faire Behandlung der direkt und indirekt an der Herstellung beteiligten Personen.
Unter Green IT fallen grundsätzlich zunächst einmal Strom sparende Geräte (sparsamer in dem Sinne, dass sie bei gleicher "Leistung" weniger verbrauchen, als bisher übliche Geräte) sowie allgemein Techniken, mit denen der Stromverbrauch im Betrieb (und damit die Umweltbelastung) von IKT-Geräten verringert werden können. Im Server-Bereich wären hier beispielsweise Virtualisierung und Thin-Clients zu nennen, aber auch die Optimierung der Server-Kühlung in Rechenzentren ist hier ein Thema. Im Heimbereich (Consumer Green IT) wären unter anderem Power-Management und Standby-Verbrauch zu nennen.
Ein weiterer Punkt der Green IT betrifft die umweltbewusste Herstellung von IKT-Geräten. Das heißt, Verwendung möglichst weniger, umweltbelastender Rohstoffe und möglichst geringem Ressourcen-Aufwand bei der Fertigung. Und was bei der Herstellung gilt, gilt auch für die Entsorgung: Sinnvolles und fachgerechtes Recycling von Altgeräten ist ebenfalls ein Thema der Green IT.
Zunehmend bedeutenderer Bestandteil der Green IT ist das Thema Umwelt- und Ressourcenschutz durch IT. Also beispielsweise Bereiche, in denen nicht direkt durch den Einsatz sparsamer Geräte Strom gespart wird, sondern die Verwendung von IT dabei hilft, indirekt Energie zu sparen. Prominenteste Beispiele hierfür sind derzeit Smart-Grid und "intelligente" Stromzähler. Diese verbrauchen selbst mehr Energie als die alten Geräte, können aber beispielsweise helfen die Stromnetze zu entlasten und Strom aus regenerativen Energien besser auszunutzen.
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