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Philosophie
Individuelle und korporative Philosophien
Religionen – Objekte der Philosophie
Religiöse Vorstellungen, im Kern Jenseits-Vorstellungen, gehören zu den ältesten Philosophien der Menschheit, religiöse Gedankengebäude waren wohl die ersten elaborierten (ausgearbeiteten, entwickelten) Orientierungssysteme. Philosophen haben sich wohl zuallererst an diesen Religionen und an deren Priestern gerieben, waren wohl nicht selten zunächst religiöse Dissidenten.
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Wir haben alle unsere Jenseitsvorstellungen
Philosophen setzten und setzen dem Glauben die Skepsis entgegen, die Empirie (die Erfahrungswissenschaft), die Logik. Erneut wandele ich das Prinzip der Profi-Philosophie entsprechend ab: „Wir haben alle unsere Jenseits- und weiteren religiösen Vorstellungen, ob wir dessen gewahr werden oder nicht, und die taugen nicht viel. Aber ihre Auswirkungen auf unser Handeln und unser Leben sind oft verheerend. Deshalb ist der Versuch notwendig, unsere Jenseitsvorstellungen durch Kritik und Konstruktion zu verbessern. Das ist die Aufgabe der Philosophie, vor allem der Religionsphilosophie und der Ontologie."
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Verbesserung der religiösen Philosophien
Als Ontologie wird die „Abteilung“ der Profi-Philosophie bezeichnet, die sich, ausgehend von all den in der Menschheit verbreiteten Ontologien mit dem Problem auseinandersetzt, welche von Menschen vorgestellte Sachverhalte eine Entsprechung in der Wirklichkeit hätten. Ausdrücklich ist hier von „Verbesserung“ der religiösen Philosophien die Rede, nicht von deren bloßer Diskreditierung oder „Abschaffung“.
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Die Philosophie eignet sich aber nicht als Religionsersatz
Es gehört zu den anthropophysischen Erkenntnissen, dass Homo religiosus (der religiöse Mensch) religiöse Bedürfnisse hat, und dieser Befund wird immer dann bestätigt, wenn Menschen, die sich von einer etablierten Religion abkehren, sich ziemlich schnell einer „Ersatzreligion“ zuwenden. Die Philosophie eignet sich aber nicht als Religionsersatz, als "Vernunft-Religion".
Religionsphilosophie und Religionswissenschaft unterscheiden sich als skeptisch-kritisches Unternehmen von der Theologie dadurch, dass die Theologie von einem Glaubensbekenntnis ausgeht, einem Gottesglauben, und den defensiven Versuch unternimmt, diesen Gottesglauben gegen die philosophische Kritik zu immunisieren oder zu verteidigen.
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