von Andreas Benz, veröffentlicht in Radreisen
Das schwimmende Hotel für unsere Radreise durch Kroatien
Inselhüpfen kombiniert Schiff und Rad. Das Schiff fungiert als schwimmendes Hotel, samt Pool (Meer), Radwerkstatt und Catering. Es steuert unterschiedliche Ziele an, eine Mischung aus Kultur, Natur, Architektur und Velo-Revieren. Während der Reisen werden Radtouren, Wanderungen, Besichtigungen, Badepausen und freie Zeit in loser Folge kombiniert.
Dabei lautet das Motto aller Inselhüpfen-Reisen: "Nichts müssen, aber alles dürfen". Man kann demnach theoretisch auch die komplette Zeit an Bord verbringen. Volle Versorgung bei maximaler Freiheit; Spontanität ohne Reue und mit Backup-System. Perfekt für Familien!
Die eigentliche Radreise durch Kroatiens Inselwelt beginnt: Papa will's wissen
Ich bin Radler! Das kann ich ein paar Tage ignorieren, negieren kann ich das kaum! Und so stellt sich am zweiten Tag eine gewisse Entzugserscheinung ein. Da kommt mir die heutige Radtour gerade recht. Den berühmten Sack Flöhe zu hüten ist natürlich ein Kinderspiel verglichen damit, eine 30köpfige Radgruppe mit rund einem Dutzend Teenies und Kindern ins Rollen zu bringen.
Ist ja egal, denn Eile ist die Sache der Inselhüpfer ohnehin nicht. Das gilt für den Start. Doch schnell zieht sich das "Fahrerfeld" auseinander. An der Spitze des Feldes ist Stefan mit seinem pubertierenden Sohn Max, Michael, ein gleichsam geistreicher wie fitter Psychologe in der Lebensmitte und seine nicht minder gesellige Frau Angelika.
Dazu unsere älteste Mitreisende Bärbel, eine ehemalige Zirkusartistin mit irrer Vita und ebensolcher Fitness sowie Oliver und ich auf unserem schwarzen Santana-Tandem. Durch die Gruppe wabert Testosteron und der Familientouren-Kodex landet in einer Rechtskurve im Straßengraben.
Im Auf und Ab der Radreise durch Kroatien
Wir haben die Talstraße (freiwillig) verlassen und spüren die Steigung einer fast alpin anmutenden Serpentinenstraße. Max martert seine Nabenschaltung und legt vor. Stefan zieht nach. Angelika, Michael und mit mir Oliver hängen uns in den Windschatten und beobachten den Kampf der Generationen. Zwei Kehren weiter zeigt Bärbel, dass sie nicht nur mitten im Leben steht, sondern auch noch voller Energie ist.
Oliver und ich widmen uns der Flora und Fauna. In der sengenden Mittagshitze zirpen die Grillen und ihre kleineren und größeren Artverwandten ein monotones Konzert. In der Mittagssonne blitzen die S&S-Kupplungen unseres zerlegbaren Tandems wie Diamanten auf. Allerlei bunte Blüten lenken meinen Hintermann vom Pedalieren ab und fordern mir Antworten ab, die sogar Wikipedia ins Wanken bringen würden.
Ich wechsele die Themen im Rhythmus unser Gangwechsel: Ist die Straße flacher rede ich, geht es steil bergan, sinniert Oliver zur Natur, zum Fahren oder zum Leben im Allgemeinen. In den vergangenen Monaten voller Starkstrom im Büro sind diese Momente zwischen Vater und Sohn selten gewesen, wir beide genießen sie aus vollen Zügen. Ebenso wie die kalte Cola im "Passrestaurant", das genau genommen in einer Senke liegt und eher eine urgemütliche Grillstube ist.
Einige Tagestouren fordern mich und meine Söhne immer wieder und so freuen wir uns, nachmittags unser "schwimmendes Hotel" heil zu erreichen. Der Spaß kommt auf den Touren niemals zu kurz.
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| simplify your life - einfacher und glücklicher leben | Dr. Spitzbart's Gesundheitspraxis | Natur & Gesundheit |
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