von Andreas Benz, veröffentlicht in Radreisen
Viele kleine, fast unbekannte Städte sind immer wieder sehenswert, und so führte mich der Weg nach Kuldiga, einer Stadt wie ein Freilichtmuseum.
Radreise Baltikum: Kuldiga und der Wasserfall
Von Ventspils nach Kuldiga führt eine recht gut ausgebaute Landstraße, die Sie auch mit dem Fahrrad problemlos befahren können, in ca. 60 km nach Kuldiga. Die Stadt ist ein Freilichtmuseum. Alte deutsche Kaufmannshäuser und viele Renaissance- und Barockbauten lassen einen in der Geschichte ein paar Schritte zurückgehen.
Kaum zu glauben, aber hier in Kuldiga gibt es den größten Wasserfall Litauens. Eigentlich ist dieser Wasserfall eher eine sehr große Stromschnelle. Mit einer Höhe von ca. 2,50 m aber einer Breite von über 240 m ist dieser Wasserfall recht imposant. Am Ufer des Flusses Venta können Sie Ihre Zelte aufschlagen.
Informationen zu Kuldiga und dem Wasserfall
Kuldiga ist das EDEN-Reiseziel
Mit der einmaligen Natur in der Umgebung Kuldigas ist die Region 2007 als EDEN-Reiseziel erkoren worden. Versäumen Sie auf keinen Fall einen Abstecher zu den Riezupe Höhlen, die ca. 5 km nördlich von Kuldiga liegen. Es handelt sich um ein Sandsteinhöhlen-System und ist das längste Höhlensystem Lettlands. Sie können die Höhlen besichtigen. Eine Führung ist obligatorisch und sicherlich auch zu empfehlen. Viele kleine und große Geschichten und Mythen kreisen um diesen Ort.
Jurmala: Einmalig schön
Ein Küstenort, der es in sich hat ist Jurmala, ca. 25 km vor den Toren der Stadt Riga gelegen. Zu der Region Jurmala gehören Strände, die sich auf über 35 km Länge entlang der blauen Ostseeküste erstrecken. Bei entsprechender Witterung empfiehlt es sich, mit dem Rad direkt am Strand entlang zu fahren, da der Sand hier meist sehr fest ist. Anstrengend ist es - aber ein besonderes Erlebnis!
Mittlerweile ist Jurmala recht touristisch, um nicht zu sagen, in den Sommermonaten extrem überlaufen - aber auf jeden Fall ein besonderes Ziel einer Radreise durch das Baltikum.
Jurmala entstand einst aus mehreren Fischerdörfern und kleinen Küstenorten, die heute zum Seebad Jurmala zusammengefasst wurden. Die günstige Lage zu Riga ließ den Ort schnell zu einem gut besuchten Ausflugsziel werden und wurde schließlich zu einem privaten Heilbad erkoren. Heute begegnet man immer noch den Spuren der einmaligen Bäderarchitektur.
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