von Mandy Otero-Dietzschkau, veröffentlicht in Lateinamerika-Reisen
Yuca: eine stärkehaltige Wurzelknolle
Die Yuca oder Maniok gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse und ist aufgrund der stärkehaltigen Wurzelknolle mittlerweile nicht nur in Lateinamerika beliebt. Die Pflanzen können bis zu drei Meter hoch werden und tragen grünlich-gelbe Blüten.
Geerntet werden die bis zu 8 cm dicken und 90 cm langen Wurzelknollen. Ursprünglich stammt Yuca aus Brasilien und Paraguay, wird aber mittlerweile auch in Afrika oder Asien angebaut. Größter Maniok-Produzent ist Niger gefolgt von Thailand und Brasilien.
Yuca: Achtung giftig?
Die Yucapflanze enthält in ihrem Milchsaft das giftige Blausäureglykosid Linamarin. Es gibt jedoch zwei Arten von Yuca, den bitteren mit einem hohen Anteil an Linamarin und den süßen Yuca mit einem geringeren Anteil, der sich hauptsächlich auf die Randschichten beschränkt. Schälen genügt dabei zumeist. Die Giftstoffe werden aber auch durch Auswaschen oder Erhitzung zerstört, dadurch lässt sich auch der bittere Maniok genießbar machen.
Yuca: Zubereitung
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten die Yucawurzel zuzubereiten. So können sie beispielsweise gekocht oder frittiert werden. Traditionell werden sie jedoch geschält, gerieben und eingeweicht, danach durch eine Presse gedrückt und geröstet. Dadurch erhält man unter anderem Maniokmehl und Stärke. Zudem kann Yuca wie eine Kartoffel nach dem Schälen gekocht und zum Beispiel zu Fischgerichten gereicht werden.
Ein bekannter Snack aus Yuca sind die Yuquitas, die es beispielsweise in Peru als Fastfood gibt. Das Rezept dazu finden Sie in meinem nächsten Artikel.
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Mein Name ist Mandy Otero-Dietzschkau. Ich bin Ihre Expertin für Lateinamerika.