von Mandy Otero-Dietzschkau, veröffentlicht in Lateinamerika-Reisen
Der argentinische Nationalpark Parque Nacional Nahuel Huapi, Neuquén
Nahuel Huapi ist der älteste und der für den Tourismus am Besten erschlossene Nationalpark in Argentinien. Er wurde bereits 1934 gegründet und besitzt eine Fläche von etwa 750.000 ha. Die größte Stadt innerhalb des Parks ist San Carlos de Bariloche, eine beliebte Urlaubsdestination. Der Nationalpark ist bekannt für seine mannigfaltige Flora und Fauna. Es gibt Höhenunterschiede von 700 bis 3.000 m mit Regenwald in der Westhälfte und Steppen an der Ostseite.
Auch hier wachsen unter anderem "Alerces" (patagonische Zypressen) und Myrtenbäume. Neben Guanakos und Pudus sind ferner Kondore, Füchse, Pumas oder Andenhirsche zu finden. Da es viele Seen im Park gibt, wird dieses Gebiet auch als das argentinische Seengebiet bezeichnet. Die wunderschönen Gletscherseen haben kristallklares Wasser und wer im Sommer Lust hat, kann sogar hineinspringen. Im Nahuel Huapi See befinden sich verschiedene Inseln. Zudem liegt im Park der Cerro Catedral, ein beliebtes Skigebiet (Skigebiete in Argentinien: Catedral Alta Patagonia).
Das Campen ist an vielen Stellen im Park erlaubt. Es gibt freies Campen ohne Service, Camping mit einfachem Service und günstigen Preisen sowie organisierte Campingplätze mit verschiedenen Angeboten. Daneben gibt es eine Vielzahl von Berghütten.
Der argentinische Nationalpark Parque Nacional Los Arrayanes, Neuquén
Der Nationalpark Los Arrayanes liegt in der Provinz Neuquén und gehörte früher zum Parque Nacional Nahuel Huapi. Mit einer Größe von 1.840 ha nimmt er fast vollständig die Fläche der Halbinsel Quetrihué im Nahuel-Huapi-See ein. Der Nationalpark wurde speziell zum Schutz der Myrtenbäume (Arrayanes) gegründet.
Einige der zimtfarbenen Bäume säumen bereits einen über 10 km langen Wander- und Fahrradweg. An der Südspitze gibt es jedoch ein reines Arranyanes-Gebiet mit Bäumen im Alter von bis zu 600 Jahren und einer Höhe von 20 m. Zum Schutz der jungen Bäume werden die Besucher von einem Führer begleitet.
Im Wald leben u. a. Pudus, Guanakos, Beutelratten, Füchse, Spechte, Adler, Falken und sogar Andenkondore. Die Südspitze kann per Boot von Bariloche oder Villa la Angostura aus erreicht werden.
Der argentinische Nationalpark Parque Nacional Laguna Blanca, Neuquén
Der seit 1945 existierende Nationalpark Laguna Blanca liegt im Südwesten der Provinz Neuquén und wurde zum Schutz der gleichnamigen Lagune sowie einer Population von Schwarzhalsschwänen gegründet. Zudem gibt es Flamingos und verschiedene Entengattungen.
Der Park hat eine Fläche von 11.250 ha mit diversen Camping und Picknickmöglichkeiten. Ganz in der Nähe der Lagune befindet sich die Salamanca-Höhle mit prähistorischen Höhlenmalereien. Die beste Besuchszeit ist zwischen November und März.
Der argentinische Nationalpark Parque Nacional Lanín, Neuquén
Der Nationalpark Lanín wurde 1937 gegründet, um ein hervorragendes Beispiel für den patagonischen Andenwald sowie einige Spezies, die sonst nirgends zu finden sind wie beispielsweise die Araukarie (verwandt mit der Fichte), zu schützen. Diese wunderschöne Berge- und Seenlandschaft liegt mit einer Fläche von 379.000 ha im Südwesten von Neuquén.
Feuer und Eis liegen hier nahe beieinander. Der erloschene Schichtvulkan Lanín gibt dem Park seinen Namen. Es befinden sich 24 Seen mit glazialem Ursprung im Nationalpark. Es können unter anderem Falke, Habichte und Adler beobachtet werden. Die Parkverwaltung befindet sich in San Martin de los Andes, wo auch der Hauptausgangspunkt für Besuche im Park ist. Verschiedene Campingmöglichkeiten sowie Wanderwege sind vorhanden. Auf einigen Seen kann Wassersport getrieben werden.
Lesen Sie in meinem nächsten Artikel mehr zum Nationalpark Feuerland.
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Mein Name ist Mandy Otero-Dietzschkau. Ich bin Ihre Expertin für Lateinamerika.