von Mandy Otero-Dietzschkau, veröffentlicht in Lateinamerika-Reisen
Parque Nacional Los Alerces, Chubut
Der im Nordosten der Provinz Chubut gelegene Nationalpark Los Alerces wurde 1937 gegründet, um die letzten Bestände der "Alerces" (patagonische Zypresse) zu schützen. Der Park nimmt eine Fläche von 263.000 ha ein, wobei ein Teil des Parks für Besucher zugänglich und ein anderer Teil nur der Forschung vorbehalten ist. Das Gebiet ist eines der niederschlagreichsten der Erde mit einem so genannten Kaltregenwald. Hier gibt es baumhohen Bambus, verschiedene Laub- und Nadelbäume, Seen sowie die bereits erwähnten Alerces. Diese Baumart kann mehrere Tausend Jahre überleben und erreicht eine Höhe von mehr als 60 m sowie einen Stammumfang von bis zu 5 m. Die älteste bisher entdeckte Alerce ist 3.600 Jahre alt.
Im Nationalpark Los Alerces am nördlichen Ausläufer des Sees Menendez steht das größte offiziell registrierte Exemplar Argentiniens, mit einer Höhe von 57 m und einem Stammdurchmesser von 2,2 m. Sein Alter wird auf 2600 Jahre geschätzt. Noch höhere Exemplare sollen, Gerüchten nach, in den nicht öffentlich zugänglichen Gebieten stehen.
Der Park hat verschiedene Campingmöglichkeiten und ein ausgebautes Netz an Wanderwegen. Die nächste Stadt ist Esquel, von wo aus täglich Busse in den Nationalpark fahren.
Parque Nacional Lago Puelo, Chubut
Der Nationalpark Lago Puelo liegt im Nordwesten der Provinz Chubut, Patagonien. Mit einer Fläche von 27.674 ha wurde er 1971 gegründet, um die wunderschöne Landschaft mit valdivianischem Regenwald zu schützen. Der geschützte Bereich ist nach dem Puelo See benannt und gehört zur Hochanden-Ökoregion. Das Klima ist daher kalt und feucht, und es schneit im Winter.
Die Flüsse der Region weisen einen hohen Grad an Gletscher-Sedimenten auf und geben dem Puelo See seine blaue Farbe. Neben der atemberaubenden Landschaft können auch Pudus, Rotfüchse, Pumas, patagonische Drosseln oder Barsche beobachtet werden. Im Park sind Höhlenmalereien zu finden. Es gibt einen Campingplatz und schöne Wanderwege.
Parque Nacional Los Glaciares, Santa Cruz
Ausführliche Informationen zum Nationalpark Los Glaciares finden Sie in meinen Artikeln:
Patagonien: Der Nationalpark Los Glaciares mit dem Perito-Moreno-Gletscher
Patagonien: Trekking im Nationalpark Los Glaciares - Cerro Fitz Roy und Cerro Torre
Patagonien: Der Nationalpark Los Glaciares - Hinweise und Tipps
Parque Nacional Monte León, Santa Cruz
Der Nationalpark Monte León liegt, mit einer Fläche von ca. 61.700 ha, im Südosten der Provinz Santa Cruz. 1996 wurde die Aufnahme des Parks in das Argentinische Nationalparksystem vorgeschlagen. 2004 wurde er dann per Gesetz zum ersten kontinentalen Marinepark des Landes ernannt.
Eine Kolonie von ca. 60.000 Pinguinen lebt im Park. Des Weiteren können Füchse, Pumas, Kormorane, Seehunde oder Guanakos beobachtet werden. Das Klima ist kalt und trocken, und die Vegetation besteht hauptsächlich aus kleinen Bäumen und Büschen. Fragen Sie im Verwaltungsgebäude bei Ihrer Ankunft nach dem Zustand des Küstenweges und dem Zeitplan für Ebbe und Flut.
Parque Nacional Perito Moreno, Santa Cruz
Der 115.000 ha große Nationalpark Perito Moreno wurde 1937 gegründet und befindet sich im Nordosten der Provinz Santa Cruz. Er wurde nach seinem Entdecker Perito Moreno benannt, der auch der Kleinstadt und dem Gletscher seinen Namen gab. Zwischen grauen Bergen und brauner Steppe liegen kristallklare, blau-türkise Bergseen, die den speziellen Charakter des Parks ausmachen.
Nur ein Teil ist touristisch erschlossen und kann über Wanderwege auf 1-4 Tages-Touren erkundet werden. Informieren Sie jedoch das Informationszentrum über Ihre Ankunft, und fragen Sie die Parkwächter nach Wanderwegen. Neben einer reichen Vogelwelt können Sie mit etwas Glück Guanakos sowie Pumas sehen.
Im nächsten Artikel entdecken Sie mit mir Nationalparks in Neuquén und Feuerland.
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Mein Name ist Mandy Otero-Dietzschkau. Ich bin Ihre Expertin für Lateinamerika.