von Thuy Tran, veröffentlicht in China
Chinesisches Neujahr: Die Legende vom Sieg über "nian"
Man erzählt sich, dass vor langer, langer Zeit China von einem Ungeheuer bedroht wurde, von einem Monster mit der Bezeichnung "nian". Das Monster "nian" kam nur einmal im Jahr, aber es forderte viele Menschenopfer. Es kam immer in der Übergangszeit vom Winter zum Frühling.
Mit der Zeit entdecken die Menschen die Schwächen vom "nian": Krach und die rote Farbe. So fingen sie an, wenn die Tage kürzer werden und der Winter milder wurde, an die Wände rote Flächen zu malen und an die Türen rote Farbenbänder zu kleben. Und an dem Tag, an dem "nian" kommen sollte, zündeten sie Kracher an. Eine Woche lang, um sicher zu sein, dass das Monster auch nicht wieder kam.
Bis heute erzählt man sich in China den Kindern diese Geschichte. Das chinesische Neujahrsfest heißt auf Chinesisch zwar "Chunjie", aber man sagt auch "guonian", was so viel bedeutet wie "nian überschreiten" bzw. "überleben". Inzwischen bedeutet "nian" auch "Jahr", und deshalb bedeutet "guonian" also auch "das alte Jahr überstanden".
So wird Chinesisches Neujahr heute in China gefeiert
In China feiert man das Fest natürlich sehr pompös und ausgiebig und vor allem laut. Kinder freuen sich sehr, denn sie bekommen viel Süßes und rote Geldumschläge. Die Häuser sind schön mit roten Lampions geschmückt, mit roten Bannern, auf denen goldenen Schriftzeichen kalligraphiert sind, werden die Wände und Türeingänge verziert.
Wenn Sie also gerne chinesisches Neujahr authentisch erleben wollen, dann buchen Sie Ihre nächste China-Reise nach dem Mondkalender. Bestimmt wird es ein Ereignis. Vor allem die Zeit vor Neujahr erinnert sehr an die vorweihnachtliche Zeit: Die Menschen sind im Stress und viel unterwegs; die Läden quellen über mit Angeboten. Als Tourist können Sie dem Treiben ja ganz entspannt zuschauen. Und es wird in den Restaurants sicherlich nur Leckeres geben.
So wird Chinesisches Neujahr in Deutschland gefeiert
Hier in Deutschland feiern wir Chinesisches Neujahr zuerst in der Familie bei meinen Eltern. Meistens gibt es Hotpot zu essen und viel Süßes. (Wird demnächst berichtet!)
Inzwischen gibt es in Deutschland aber auch viele chinesische Vereine oder chinesische Schulen, die ein Neujahrsfest veranstalten. In größeren Städten wie Köln, München und vor allem Berlin und Hamburg kann man von chinesischen Freunden bestimmt eingeladen werden, bei solch einer Veranstaltung dabei zu sein.
In diesem Sinne:
Xinnian kuaile! (Gutes Neues Jahr!)
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