von Thuy Tran, veröffentlicht in China
China in der Zeit zwischen 1911 bis 1949
Dr. Sun Yatsen (1866–1925)
Es war Sun Yatsen, ein Arzt aus der Provinz Guangdong in Südchina, der im Januar 1911 offiziell die chinesische Republik ausrief.
Sun genoss eine westliche Ausbildung auf Hawaii. Er gründete die Kuomingtang (KMT), übersetzt als die Nationale Volkspartei und wurde somit als "Vater des Neuen Chinas" verehrt, gleichermaßen auf Festland China wie auch auf Taiwan.
Von ihm stammen auch die "Drei Volksprinzipien", einer Politphilosophie, die China in die Moderne vorrücken sollte; setzen sie die drei Prinzipien aus Nationalismus, Demokratisierung und soziale Gerechtigkeit zusammen. Sowohl die KMT auch die konkurrierende KPCh (Kommunistische Partei Chinas) fühlten sich von den drei Prinzipien angesprochen.
Die 4.Mai-Bewegung in China (1919)
Am 4. Mai 1919 gab es in der chinesischen Geschichte eine intellektuelle Bewegung, die heute noch von einigen Chinesen als die chinesische Aufklärung halten. Ausgelöst wurde die Bewegung von jahrhundertlangen Unterdrückungen durch die Kolonialherren und Japanern und den damit aufkommenden Nationalstolz.
Menschen aus unterschiedlichen Schichten – Studenten, Handwerker, Händler und Arbeiter – schlossen sich zusammen, um für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen.
Dieser intellektuelle Umbruch durch die 4.Mai-Bewegung wird auch als die Geburt des Sozialismus in China bezeichnet.
Der lange Marsch (1933-35)
Der legendäre lange Marsch der KPCh im Jahre 1933 war eine Flucht der Kommunisten vor Jiang Kaisheks Truppen und den Japanern. Der lange Marsch fing im südchinesischen Jiangxi an und endete quer durch China in den Norden in die Gegend von Yan’an. Der Fußmarsch dauerte 2 Jahre und nur 10% (ca. 10.000) der Mitmarschierten – darunter Mao Zedong – überlebten.
Mao konnte während des Marsches seine Machtposition innerhalb der KPCh festigen und vergrößern. Der lange Marsch ist bis heute noch für die Chinesen ein Heldenmythos. Auch die chinesische Bevölkerung sind von dieser Mühsal der Rotgardisten fasziniert und begeistert: Sind sie doch friedlich und vertrauenswürdig, denn sie plünderten oder vergewaltigten nicht. Eher hungerten für ihre Überzeugung und Ideale. Das Ziel, Yan’an, wurde zur neuen Hauptstadt der Kommunisten.
Die japanische Besatzung in China (1937-45)
Die japanische Besatzung in China bedeutet für die Chinesen der älteren Generationen eine traumatische Erfahrung. Spricht die ältere Generation noch voller Hass über die japanischen Soldaten, wenn sie an den Massaker in Nanjing am 12.12.1937: Mehr als 300.000 chinesische Zivilisten fielen japanischen Soldaten zum Opfer.
Filme wie "Das rote Kornfeld" von Zhang Yimou oder "John Rabe" berichten über die Brutalität der japanischen Armee aus dieser Zeit.
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