von Almut Winkler, veröffentlicht in Aktivreisen
Mein Name ist Almut Winkler. Ich bin Ihre Expertin für Bergwandern und Bergsteigen.
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Der Stubaier Höhenweg führt durch eine der schönsten Regionen der Tiroler Bergwelt. Auf ihm wird das hintere Stubaital umrundet. Dabei führt der Weg an der Gletscherwelt der Stubaier Alpen vorbei, an Bergseen und an Gipfel mit wunderbarem Panorama. Der Weg ist 120 Kilometer lang und benötigt in seiner ganzen Länge acht Tage. Er kann in beiden Richtungen begangen werden oder aber in Teilabschnitten, denn von jeder Hütte ist der Abstieg ins Tal möglich.
Stubaier Höhenweg: auf sieben Etappen durch die Bergwelt
Jede Etappe endet an einer Hütte mit Übernachtungsmöglichkeit und Verpflegung. In welcher Richtung der Weg begangen wird, entscheidet der Wanderer. Startpunkt ist entweder die Innsbrucker Hütte oder die Starkenburger Hütte. In beiden Fällen erleichtert eine Gondel den Aufstieg. In den acht Tagen werden rund 8.760 Höhenmeter überwunden.
Aus diesem Grund erfordert der Stubaier Höhenweg durchaus Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die Wege sind häufig als schwarz markiert und setzen eine gewisse Erfahrung im alpinen Bereich voraus. Teilweise ist der Weg mit Seilen versichert. Gletscher befinden sich allerdings keine auf dem Weg, auch eine Kletterausrüstung ist nicht notwendig.
Von der Starkenburger Hütte zur Franz-Senn Hütte
Wer den Weg in dieser Richtung begehen will, beginnt den Stubaier Höhenweg in Fulpmes. Hier geht es mit der Gondelbahn der Schlick 2000 zur Bergstation Kreuzjoch. Auf einem alpinen Steig ist die Starkenburger Hütte nach eineinhalb bis zwei Stunden erreicht. Die nächste Etappe führt zur Franz-Senn-Hütte. Gut sieben Stunden muss für die Etappe eingerechnet werden.
Der Weg führt nun in Richtung Sendersjöchl. Auch die Franz-Senn-Hütte ist nun bereits ausgeschildert. Vorbei am Hohen Burgstall, dem Seejöchl und dem Schlicker See bietet sich die Seducker Hochalm für eine Pause an. Zwei versicherte Stellen sind zu überwinden.
Über die Neue Regensburger Hütte zur Dresdner Hütte
Von der Franz-Senn-Hütte geht es an diesem Tag weiter zur Neuen Regensburger Hütte. Diese Etappe ist die leichteste des gesamten Stubaier Höhenwegs. Von der Franz-Senn-Hütte geht es in Richtung Basslerjoch. Bei gutem Wetter lohnt sich ein Abstecher auf das Basslerjoch. (Dauer rund 20 Minuten). Nun führt der Weg weiter zum Schrimmennieder und von dort hinab zum Weg, der von der Milderaunalm zur Neuen Regensburger Hütte verläuft. Das letzte Stück führt nun fast eben zur Hütte.
Das Etappenziel des vierten Tages ist die Dresdner Hütte. Von der Neuen Regensburger verläuft der Stubaier Höhenweg in Richtung Falbesoner See. Kurz vor dem See biegt der Weg zum Grawagrubennieder ab, das ungefähr nach zweieinhalb Stunden ab der Hütte erreicht ist. Nun geht es noch unterhalb des Mutterberger Sees und über einen Anstieg in der Wilden Grube zur Dresdner Hütte.
Über die Sulzenau Hütte zur Nürnberger Hütte
Von der Dresdner Hütte bieten sich zwei Varianten auf dem Stubaier Höhenweg zur Sulzenauhütte an. Entweder übers Peiljoch oder über den Trögler. Je nach Variante beträgt die Gehzeit drei bis vier Stunden. In beiden Fällen führt der Weg von der Dresdner Hütte zur Mittelstation der Stubaier Gletscherbahn.
Dahinter führt der Weg über einen Geröllhang bis es schließlich zur Weggabelung kommt. Die Tour über den Gipfel des Tröglers ist sicherlich die schwerere Variante und nur geübten Bergsteigern zu empfehlen. Über den Trögler geht es in Serpentinen zur Sulzenauhütte bergab. Die andere Variante führt über das Peiljoch und hat im Abstieg zur Hütte einige Seilversicherungen.
Auf dieser Etappe steht der Übergang von der Sulzenauhütte zur Nürnberger Hütte an. Die Gehzeit beträgt je nachdem ob die Mairspitze auch bestiegen wird drei bis fünf Stunden. Von der Sulzenauhütte führt der Weg zum Grünausee, dem größten See in den Stubaier Alpen. Vorbei an weiteren Bergseen geht es nun in Richtung Niederl.
Wer will, kann nun einen Abstecher zur Mairspitze unternehmen. Die Weggabelung ist an den Bergseen erreicht. Vom Gipfel erschließt sich ein schönes Panorama auf die Stubaier Bergwelt. Der Abstieg zur Nürnberger Hütte ist wieder mit Drahtseilen versichert, aber unproblematisch. Auch über das Niederl ist der Stubaier Höhenweg versichert.
Über die Bremer Hütte zur Innsbrucker Hütte
Von der Nürnberger Hütte geht es an diesem Tag weiter zur Bremer Hütte. Der Übergang dauert etwa drei Stunden. Dadurch bleibt genügend Zeit die Natur an diesem Tag auf dem Stubaier Höhenweg zu genießen. Besonders von der Zollhütte (2754m) am Simmingjöchl ergibt sich wieder eine schöne Rundumsicht auf die Bergwelt.
Zuvor geht es zum Langetalbach hinunter und auf der anderen Bachseite wieder bergauf bis schließlich die Zollhütte erreicht ist. Von dort anfangs steil später flacher hinunter zur Bremer Hütte.
Die letzte Hütte auf dem Stubaier Höhenweg ist die Innsbrucker Hütte. Doch ist diese Etappe noch mal anspruchsvoller und es muss mit einer Gehzeit von sechs bis sieben Stunden gerechnet werden. Auch hier gibt es wieder zwei Varianten, einmal über den Lautersee (für Geüübte) oder den Normalweg, der zunächst unterhalb der Materialseilbahn entlang verläuft.
Wenn beide Weg wieder zusammen führen, geht es zunächst auf das Drauljöchl. Weiter geht es nun teilweise versichert zur Pramarnspitze (2.511m). Nun unterhalb des Habbicht vorbei zur Innsbrucker Hütte.
Abstieg ins Stubaital
Von der Innsbrucker Hütte führt der Abstieg entweder durch das Pinnistal zurück nach Neder. Von der Karalm sind es in etwa eineinhalb Stunden bis ins Tal, vorbei an weiteren Almen, die sich für eine Pause anbieten. Alternativ kann auch das Hüttentaxi gerufen werden.
Die andere Möglichkeit führt über den Elferlift nach Neustift. Dafür ebenfalls von der Innsbrucker Hütte zur Karalm absteigen und im Pinnistal weiter zur Pinnisalm wandern. Von dort geht es den Hang aufwärts in Richtung Bergstation Elferlift. Von hier aus mit der Gondel nach Neustift.
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