von Andreas Klotz, veröffentlicht in Aktivreisen
Im Januar 2009 fahre ich mit einem Team von insgesamt 8 Fotografen nach Uganda. Es wird für ein Medienprojekt professionell fotografiert: www.mondberge.com. Die Reise beinhaltet mehrere Berggorilla-Trackings im Bwindi Nationalpark, also Fotografie im dunklen Regenwald unter schwierigsten Bedingungen und mit wenig Zeit. Diese sehr spezielle Aufgabe der Reisefotografie bei Berggorillas ist heutzutage gut lösbar, aber es gilt "weniger ist mehr":
Digital statt analog
Vergessen Sie hier analog komplett! Nur eine moderne, aktuelle, schnelle digitale Spiegelreflexkamera bringt die gewünschten Ergebnisse. Es sollte im RAW-Format mit mindestens 10 Megapixel Auflösung (besser 12 und mehr) fotografiert werden. Es ist nur wenig Zeit, jede Gelegenheit muss genutzt werden. Jeder Filmwechsel würde stören. Bei digitalen Kompakt- oder Bridgekameras ist allein die Auslöseverzögerung ein KO-Kriterium.
Zuverlässigkeit
Es muss mit Stößen, Nebel, Regen und Schweiß gerechnet werden. Die Kamera (und möglichst auch die Objektive) müssen wasserabgedichtet sein. Vor dem Objektiv muss ein UV- oder Schutzfilter angebracht werden.
Lichtverhältnisse
Da oft mit wenig Licht und trotzdem mit kurzen Verschlusszeiten gearbeitet werden muss, kommen nur rauscharme hochempfindliche Sensoren (im Moment liegt Nikon vorne) und lichtstarke Objektive in Frage. Ein Stativ darf nicht mitgenommen werden. Blitzlicht ist verboten. Ein Bildstabilisator in Objektiv oder Kamera ist obligatorisch.
Gewicht
Nehmen Sie zu den Gorillas nur ein Gehäuse mit einem lichtstarken Zoomobjektiv mit. Das lenkt dann auch nicht ab und Sie können sich ganz auf die Tiere konzentrieren.
Speicherkapazität
Eine 8- oder 16-GB-Karte in der Kamera reicht für die eine Stunde, die Sie bei den Gorillas sein können. Danach sofort kopieren und doppelt sichern!
Stromversorgung
1 Akku in der Kamera, 1 in der Hosentasche - so viele Bilder innerhalb einer Stunde können Sie kaum machen, dass der Akku nicht reicht.
Transport
Ein kleiner Rucksack oder eine Sling-Shot-Tasche ist ideal. Sie brauchen ja nicht viel (und müssen es dann auch nicht tragen).
Konkrete Ausrüstungs-Empfehlung (Stand Januar 2009):
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