von Almut Winkler, veröffentlicht in Aktivreisen
Neben Zelt und Schlafsack ist die Isomatte eine der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände beim Campen. Denn die Isomatte hat einen großen Einfluss auf den Schlafkomfort. Natürlich wird das nächtliche Lager bequemer, je dicker die Matte ist, doch nicht immer steht Komfort an erster Stelle der Auswahlkriterien. Geringes Packmaß, leicht, preiswert oder robust sind ebenfalls Kriterien, die oft im Auswahlprozess eine Rolle spielen.
Doch welche Eigenschaften lassen sich verbinden? Welche Isomatten sind wirklich empfehlenswert? Grundsätzlich gesehen gibt es verschiedene Arten an Isomatten. Neben der klassischen Schaumstoff-Isomatte existieren inzwischen viele Modelle an selbstaufblasenden Isomatten oder Thermo-Luftmatratzen am Markt.
Isomatten versus Luftmatratzen: Welche eignen sich?
Die klassische Isomatte ist relativ leicht, punktet aber nicht unbedingt in Sachen Komfort und kleines Packmaß. Da sie sich meist nur zu einer dicken Rolle zusammen wickeln lassen, ist der Transport solcher Isomatten recht sperrig. Dafür sind sie aber relativ preisgünstig und robust.
Bei den selbstaufblasenden Matten ist der Markt inzwischen recht groß und unübersichtlich geworden. Bekannt wurden vor allem die Isomatten der Firma Therm-a-rest, dem Marktführer in diesem Bereich. Aber auch Artiach, Vaude oder Nordisk stellen selbstaufblasende Isomatten her. Das Prinzip dieser Matten ist recht einfach:
Über ein Ventil gelangt Luft in das Innere der Isomatte. Dies besteht meist aus Schaumstoff. Dadurch pumpt sich die Matte auf und wird um einiges komfortabler als herkömmliche Isomatten. Zudem können sie, sobald die Luft raus gelassen wird, relativ klein zusammen gerollt werden, was sich im Packmaß und im Gewicht wiederspiegelt. Je nachdem in welcher Preisklasse sich die Matte bewegt, haben selbstaufblasende Isomatten eine Dicke von einem bis sechs Zentimeter.
Luftmatratzen werden wieder beliebter
Seit relativ kurzer Zeit werden auch wieder Luftmatratzen als Schlafunterlage beliebter. Die heutigen Matratzen haben aber wenig gemeinsam mit der guten alten Plastik-Luftmatratze. Teilweise haben die Luftmatratzen eine integrierte Pumpe und eine angenehme Oberfläche für hohen Schlafkomfort.
Der Vorteil gegenüber den herkömmlichen Isomatten ist ganz klar die Dicke und das Packmaß. Bei bis zu neun Zentimeter Dicke haben sie unter Umständen ein kleineres Packmaß als selbstaufblasende Isomatten. Damit isolieren sie natürlich auch besser gegen Bodenkälte als Isomatten. Allerdings sind sie weniger robust und meist auch etwas teurer als die Isomatten. Eine große Auswahl an Thermo-Luftmatratzen gibt es bei der schweizerischen Firma Exped, aber auch Mammut oder Therm-a-rest bieten Modelle an.
Tipp:
Ratsam ist zudem ein Probeliegen vor dem Kauf. Zahlreiche Geschäft bieten inzwischen einen extra harten Untergrund an, auf dem der Komfort der jeweiligen Isomatte getestet werden kann. Teilweise sind auch Reparatur-Kits im Lieferumfang enthalten. Gerade bei empfindlicheren Isomatten oder Luftmatratzen empfiehlt sich auch eine Schutzhülle dazu zu kaufen.
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