"Die" eine Höhenkrankheit gibt es nicht! Fast immer verlaufen Höhenbeschwerden glimpflich, aber in 1-2% aller Fälle entwickelt sich nach und nach eine tödlich verlaufende Erkrankung ...Stufe 1: Höhenbeschwerden Es beginnt in der Regel mit leichten Kopfschmerzen - oft einem starken Kopfdruck. Wenn der Puls dann noch deutlich erhöht ist, liegt eine akute Bergkrankheit vor. Ich würde es zu diesem Zeitpunkt noch Höhenbeschwerden und nicht -krankheit nennen.
Es ist ein einfaches, aber untrügliches Zeichen. Wenn Sie nun auf dieser Höhe wenigstens einen Tag verbringen ohne weiter aufzusteigen, bilden sich die Beschwerden meistens schnell wieder zurück. Alles ist gut - Sie können weiter aufsteigen!
Eine weitere gute Möglichkeit dies schnell wieder wegzubekommen kann sein, ein paar hundert Höhenmeter aufzusteigen - aber auf gleicher Höhe wie vorher zu schlafen. Ein paar Aspirin sind auch OK, sofern Sie eine Linderung bringen.
Stufe 2: akute Höhenkrankheit Die Kopfschmerzen sind nicht weniger geworden, Kopfschmerzmittel helfen nicht mehr, sie werden aber nun begleitet von Appetitlosigkeit, allgemeiner Müdigkeit oder Schwäche, Schlafstörungen, geschwollenen Augenlidern, Fingern und Zehen - und vor allem von Übelkeit bis hin zum Erbrechen. Es muss nicht gleich alles zusammen kommen, aber mehrere dieser Indikatoren genügen: STEIGEN SIE SOFORT AB!
Ein Abstieg in niedrigere Höhen ist die einzige Möglichkeit Schlimmeres zu vermeiden. Es gibt keine Medikamente, die in so einem Fall empfohlen werden könnten. Und machen Sie sich bitte bewusst: es kann um Ihr Leben gehen ... die Symptome gehen normalerweise sehr schnell wieder weg - machen Sie aber nicht den Fehler, gleich wieder aufzusteigen.
Stufe 3: Höhenhirn- und Höhenlungenödem Was von beidem Sie bekommen, wenn Sie mit den genannten Beschwerden auf großer Höhe bleiben oder weiter aufsteigen, ist ziemlich egal. Sie werden daran mit hoher Wahrscheinlichkeit sterben. Jetzt kann es auch schon zu spät sein um durch einen Abstieg eine Linderung einzuleiten. Höhenödeme bilden sich nicht mehr spontan zurück, sondern entwickeln sich weiter.
Anzeichen eines Höhenhirnödems sind z.B. eine gestörte Koordination von Bewegungen, wackliger Gang, zitternde Hände, Halluzinationen und seltsames Verhalten.
Ein Höhenlungenödem zeigt sich durch schnellen Leistungsabfall, Kurzatmigkeit auch beim Rasten, sehr schnellem Puls, Blaufärbung von Haut und Lippen, Husten, Rasselgeräusche beim Atmen.
Weitere Höhenkrankheiten und Gesundheitsrisiken in großer Höhe
Schneeblindheit
Netzhautblutungen
Unterkühlung und Erfrierungen
Gesundheitsschäden durch UV-Strahlung
Thrombose, Embolie, plötzlicher Herztod
Höhenhusten
Haben Sie jetzt richtig Lust aufs Höhentrekking und/oder Bergsteigen bekommen? Bei richtiger Vorbereitung und einem korrekten Verhalten im Fall der Fälle wird nichts passieren ...