von Andreas Klotz, veröffentlicht in Aktivreisen
Wenn Sie sich nicht intensiv mit dem Thema Höhenanpassung auseinandersetzen wollen oder können, dann sind Sie hier genau richtig. Beachten Sie einfach die folgenden Grundregeln - und es kann kaum noch was schiefgehen. Aber bitte denken Sie daran: eine Garantie gibt es nicht!
Höhenbeschwerden können ab einer Höhe von 2.500 Metern jederzeit auftreten, auch wenn Sie schon viele Male vorher keine Probleme hatten.
1. Nicht zu schnell aufsteigen
Ideal wäre es, sich auf jeder neu erreichten Höhe einen Tag aufzuhalten. Das wird zeitlich nicht immer möglich sein, deswegen steigen Sie am besten pro Tag nicht mehr als 500 bis 600 Höhenmeter auf.
2. Höher steigen als die Schlafhöhe
Wenn Sie Ihr Tagesziel früh genug am Nachmittag erreichen, dann nutzen Sie die Zeit bis zum Abend um 100 bis 200 Höhenmeter weiter aufzusteigen - um dann entsprechend niedriger die Nacht zu verbringen. Das fördert Ihre Akklimatisation beträchtlich.
3. Trinken, trinken, trinken
Trinken Sie mindestens 2 bis 3 Liter pro Tag - am besten Wasser. 4 Liter sind noch besser. Ungesüßter Tee ist natürlich genauso geeignet.
4. Auf den Puls achten
Belasten Sie sich möglichst nur aerob, also gehen oder steigen Sie nur mit einem gemäßigten Puls um die 140 Schläge pro Minute. Kennen Sie Ihren Ruhepuls? Messen Sie ihn ein paarmal vor der Tour - und wenn er morgens mehr als 20 Prozent höher ist als zu Hause - und Sie gleichzeitig Kopfschmerzen haben, dann sollten Sie nicht weiter aufsteigen. Ein Akklimatisations-Ruhetag wirkt da Wunder!
5. Steigen Sie rechtzeitig ab
Auch wenn es schwerfällt: bei ersten Anzeichen von schwerer Höhenkrankheit (z. B. mehrfaches Erbrechen) müssen Sie runter!
6. Achten Sie auf Ihre/n Partner
Oft werden Anpassungsprobleme ignoriert - in der Hoffnung, dass es schon wieder besser wird. Sprechen Sie darüber - und seien Sie ehrlich miteinander. Und wenn es schon weit fortgeschritten ist (Höhenlungenödem oder noch schlimmer Höhenhirnödem) müssen Sie für den Partner entscheiden!
7. Nur gesund aufsteigen
Wenn Sie sich wirklich schlecht fühlen, Infektionen der Atemwege oder Durchfall haben, steigen Sie nicht weiter auf! Je dünner die Luft wird, desto schlechter Ihre Regeneration oder Heilungschancen - und Ihr Risiko höhenkrank zu werden, steigt.
8. Nicht zu lange in extremer Höhe bleiben
Ab 5.500 Meter (z. B. am Kilimanjaro) verlieren Sie ständig an Leistung - auch bei ausreichender Verpflegung. Steigen Sie nach Erreichen eines Gipfels schnell möglichst weit ab.
9. Keine Medikamente nehmen
Es kursieren viele Wundermittel, die angeblich die Höhenanpassung verbessern - ich nenne sie hier bewusst nicht. Vergessen Sie das! Bei Kopfschmerzen können Sie ruhig ein oder zwei (oder drei) Aspirin nehmen - aber mehr kann ich nicht empfehlen.
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| simplify your life - einfacher und glücklicher leben | Dr. Spitzbart's Gesundheitspraxis | Natur & Gesundheit |
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