von Andreas Klotz, veröffentlicht in Aktivreisen
Jeweils acht Besucher dürfen zu einer Gorillagruppe. Die Permits erhalten Sie nicht vor Ort, sondern ausschließlich in Kampala vom Hauptquartier der Uganda Wildlife Authority (UWA). Kostenpunkt aktuell: 500 US-Dollar! Gorilla-Permits können NICHT reserviert, sondern müssen persönlich abgeholt und sofort bezahlt werden - zu manchen Jahreszeiten sogar bereits fast 1 Jahr im voraus (z.B. Dezember/Januar). Wer etwas Zeit mitbringt, kann auch schon mal kurzfristig Glück haben - doch in der Regel bietet es sich an über einen Reiseveranstalter vorab zu buchen.
Ausgangspunkt für das zum Teil durchaus sehr anstrengende Gorilla Trekking ist in der Regel Buhoma, ein kleines Dorf mit ein paar Übernachtungsmöglichkeiten (Camping oder sehr einfache Unterkünfte). Hier befindet sich auch das Park Headquarter und eine etwa 100 Meter lange "Souvenir-Shopping-Meile". Seit kurzem gibt es auch in Nkuringo eine habituierte Gorillagruppe (eine zweite soll noch 2008 folgen), dort ist allerdings noch keine nennenswerte Infrastruktur vorhanden, einzig Camping ist möglich.
Die Exkursionen starten um 8.30 Uhr morgens und dauern so lange, wie es halt dauert, die entsprechende Gruppe zu finden. Wer Glück hat, braucht nur eine halbe Stunde, manchmal (wie in meinem Fall ...) knapp 4 Stunden. Der Aufenthalt ist streng auf eine Stunde limitiert! Der Rückweg ist meistens der gleiche wie der Hinweg. Ich war insgesamt acht bis neun Stunden unterwegs.
Die wichtigsten Regeln fürs Gorilla Trekking (oder auch Gorilla-Tracking)
- Maximal 8 Personen pro Gorillagruppe pro Tag für eine Stunde
- Halten Sie einen Mindestabstand von 5-7 Meter ein (auch wenn die Gorillas das nicht immer einhalten ...)
- Kinder unter 15 Jahren dürfen nicht am Tracking teilnehmen
- Wer eine Erkältung oder eine andere Infektionskrankheit hat, darf die Gorillas nicht besuchen
- Bei den Gorillas darf man keinesfalls essen, trinken oder gar rauchen.
- Keine Fotos mit Blitzlicht
- Verhalten Sie sich ruhig, unterhalten Sie sich nicht, bleiben Sie in der Gruppe und umstellen Sie die Gorillas nicht
- Niemals einen Gorilla berühren!
- Allen Müll wieder einpacken (selbst das kleinste Bonbon-Papier).
- Auf alle Anweisungen des Guides hören
Allgemeine Hinweise
Bwindi, Nationalpark seit 1992, liegt im Südwesten Ugandas und liegt bereits recht hoch (zwischen 1.200 und 2.600 Meter). Es kann nachts und morgens empfindlich kalt werden. Außerdem müssen Sie jeden Tag mit Regen rechnen. Die Bwindi-Berggorillas unterscheiden sich äußerlich etwas von den Virunga-Gorillas im Dreiländereck Ruanda/Kongo/Uganda. Manche Wissenschaftler betrachten sie als eigene Unterart.
Impenetrable heißt soviel wie undurchdringlich - und das kann man wörtlich nehmen. Die Vegetation besteht aus dichten Berg- und Regenwäldern mit undurchdringlichem Unterwuchs. Der Park lässt sich mit Allradfahrzeugen das ganze Jahr über erreichen, die braucht man allerdings auch des öfteren - wir sind einmal ordentlich steckengeblieben und mussten uns mit der Seilwinde aus dem Schlamm ziehen.
Außer den Berggorillas gibt es noch neun weitere Primatenarten, u.a. auch Schimpansen. Es soll noch etwa 20 Waldelefanten geben - von denen sieht man normalerweise nur die Hinterlassenschaften. Mehr als 340 Vogelarten, 14 Schlangen, 43 Reptilien und über 200 Schmetterlingsspezies sind bekannt. Es gibt vier habituierte Gorillagruppen: Mubare (8 Mitglieder), Habinyanja (23) und Rushegura (16) in Buhoma und die Nkuringo-Gruppe (18) in Nkuringo.
Fototipps zum Gorilla Trekking
Es gibt nur wenige Fotogelegenheiten, bei denen ich es so eindeutig formulieren würde: Spiegelreflex-DIGITAL! Hier sorgt die Technik wirklich dafür, dass auch die Ergebnisse besser werden. Die Lichtverhältnisse sind meistens katastrophal. Es ist so dunkel im Wald, dass selbst 1.600 ISO nicht sicher ausreichen. Bei Filmen ist in der Regel bei 800 ISO Schluss, jedenfalls wenn man mehr als reine Beweisfotos haben möchte.
Einige meiner Bilder konnte ich nur mit 3.200 ISO aufnehmen, glücklicherweise werden die Sensoren immer besser und die Ergebnisse sind sehr ordentlich. Das zweite Problem sind die starken Kontraste, wenn die Gorillas zum Beispiel in den Bäumen sitzen - da kann man am Computer oft noch was rausholen (z.B. HDR-Bearbeitung von RAW-Bilddaten).
Weitere Informationen: http://www.uwa.or.ug/gorilla.html
Mein Reiseveranstalter in Deutschland: http://wigwam-tours.de/
Verfolgen Sie ein interessantes Projekt unter: http://www.mondberge.com
Kennen Sie schon unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter "Expertentipps von A-Z"?
Statt Hunderte von Fachberichten und Informationsdiensten selbst
auszuwerten, erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten
Ereignisse und Trends von unseren Experten kostenlos per E-Mail!
» Jetzt kostenlos anfordern! «
|
|
|
|
| simplify your life - einfacher und glücklicher leben | Dr. Spitzbart's Gesundheitspraxis | Natur & Gesundheit |
Keine Kommentare vorhanden
Jetzt kommentieren oder fragen
Bitte loggen Sie sich ein, um zu kommentieren oder Fragen zu stellen.
Sind sie neu hier? Dann registrieren Sie sich jetzt kostenlos.