Dzanga Sangha: Zu Besuch bei Flachland-Gorillas (Teil 6)
Das absolute Highlight im Dzanga Sangha Nationalpark ist natürlich die Möglichkeit, dort zu den westlichen Flachland-Gorillas zu gehen. Es gibt in Dzanga Sangha zwei habituierte Gorilla-Gruppen, die von Touristen besucht werden können.Flachland-Gorillas in Dzanga Sangha Die Gorillas von Dzanga Sangha gehören zur Unterart der so genannten Westlichen Flachland-Gorillas. Im gesamten Dzanga Sangha Nationalpark wird die Population auf etwa 2.500 bis 3.600 Tiere geschätzt. Nur zwei Gorilla-Gruppen sind habituiert - also an die Anwesenheit von Menschen so weit gewöhnt, dass sie es zulassen, sich Ihnen auf eine Entfernung von etwa 5 bis 7 Metern zu nähern.Ein seltenes Erlebnis: Flachland-Gorilla-Tracking in Dzanga Sangha Anders als bei den Berggorillas ist es nur an zwei Stellen auf der Welt überhaupt möglich, als Tourist zu Flachland-Gorillas zu gehen. Eine davon ist Bai-Hoku im Dzanga Sangha Nationalpark in der ZAR (Zentralafrikanische Republik). Hier ist erst seit ein paar Jahren die Familie des Silberrückens "Makumba" habituiert.Dafür ist es hier in Dzanga Sangha noch viel ursprünglicher und aufregender. Die Tiere sind hier sehr schwer zu Gesicht zu bekommen. Der Wald ist so dicht, dass auch das Fotografieren sehr schwierig ist. Das Aufspüren der Gorillas und die Beobachtung aus der Nähe zählt meiner Meinung nach zu den gefühlsstärksten Augenblicken überhaupt.
Hoku-Bai Zur Hoku-Bai gehört ein Forschungscamp, von dem aus auch die Gorilla-Trackings durchgeführt werden. Pygmäen begleiten die Besucher dabei. Mit Schnalzlauten kündigen Sie den Besuch bei den Gorillas an. Das Forschungscamp liegt etwa 30 Kilometer entfernt von Bayanga beziehungsweise der Doli Lodge - mitten im Wald! Je nachdem, wo sich die Gorillas gerade aufhalten, kann es eine halbe - aber auch mehrere Stunden Fußmarsch durch den feuchten Regenwald bedeuten und erfordert eine gute Kondition.
Dokumentarfilme oder Bücher über frei lebende Gorillas beschreiben meistens Berggorillas, die in Ruanda, in der DRK (Demokratische Republik Kongo) oder in Uganda im östlichen Afrika leben. Dort gibt es schon seit den 60er Jahren Verhaltensstudien (z. B. Dian Fossey) und schon seit Ende der 80er Jahre können Touristen Berggorillas in freier Natur besuchen. Der Flachlandregenwald in Dzanga Sangha ist sehr viel dichter, Flachland-Gorillas sind viel mehr unterwegs - erst seit Anfang der 80er Jahre wurde damit begonnen, Flachland-Gorillas genauer zu erforschen.Maximal 5 Besucher dürfen ein Mal am Tag für eine Stunde zu Makumba und seiner Famlie. Es kommen noch sehr wenige Touristen hier her - manchmal wochenlang überhaupt niemand - doch auch hier hofft man (ähnlich wie z. B. in Ruanda und in Uganda) durch einen sanften Öko-Tourismus damit zum Erhalt der Regenwälder beitragen zu können.Flachland-Gorillas werden nicht ganz so groß und schwer wie Berggorillas. Ein Silberrücken wiegt bis zu 140 Kilo. Anders als ihre populären östlichen Verwandten klettern Sie oft auf Bäume - und fressen gezielt auch schon mal Termiten.
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