von Andreas Klotz, veröffentlicht in Aktivreisen
"Doli" bedeutet "Elefant" in der Sango-Sprache. 1996 wurde die Doli Lodge in Bayanga mit Hilfe der deutschen GTZ und dem WWF gebaut. Ohne luxuriös zu sein ist sie zweckmäßig und auch mit Sinn für Ästhetik direkt am Fluss im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet erbaut worden.
Es gibt vier Pfahlbauten-Bungalows mit jeweils zwei Zimmern, in denen je 4 Betten (mit Moskitonetzen) stehen. Jedes Zimmer hat eine eigene Terrasse mit Blick auf den Sangha-Fluss. Ideal zum Ausspannen und zum Beobachten des Lebens auf dem Fluss, dem Treiben der Menschen und der Natur (zu manchen Zeiten z.B. Flusspferde).
Mit traumhaftem Blick im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet dinieren
Das absolute Highlight und der Mittelpunkt der Anlage ist eine auf Stelzen errichtete große Terrasse direkt am Fluss. Hier wird "mit Blick auf den Sangha-Fluss" gegessen und hier verbrachten wir in extrem bequemen Sesseln die Abende - bis um 22 Uhr das Licht bzw. der Strom ausgeschaltet wurde. Die Doli Lodge ist seit kurzem an eine neue Solaranlage angeschlossen. Die Küche des Hotels bietet in erster Linie regionale Produkte an, natürlich hauptsächlich Fischgerichte.
Doli-Lodge: Mitten im (Tropenwald)-Leben
Im Garten des Hotels, zwischen den einzelnen Bungalows und auf einem zentralen Platz können Sie Schmetterlinge, Vögel und manchmal auch kleine Affen treffen und beobachten. Wir hatten sogar das "Glück" eine große Vogelspinne zu sehen. Regelmäßig kommen Händler zur Doli Lodge, die ihre Waren (in erster Linie Souvenirs wie Ketten, Schnitzereien etc.) anbieten.
Unternehmungen im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet
Neben den beiden Highlights "Gorilla-Tracking in Bai Hoku" und "Waldelefanten auf der Dzanga-Bai" werden noch einige weitere Aktivitäten angeboten:
Direkt am Besucherinformationszentrum beginnt ein Waldlehrpfad. Es ist ein für jeden leicht zu bewältigender Rundweg, der in Begleitung von einheimischen Führern - inkl. vieler Zwischenstops - etwa 2 Stunden in Anspruch nimmt. Die Führer erklären Pflanzen und Zusammenhänge dieses Lebensraums.
Einbaumfahrten auf dem Sangha-Fluss können jederzeit kurzfristig "für kleines Geld" unternommen werden - u. a. auch zu Sandbänken im Fluss, um dort zu schwimmen (nur bei Niedrigwasser).
Wer zur großen Mongambe-Bai möchte, hat nach einer 16-km-Autofahrt noch zwei Stunden zügigen Fußmarsch durch den dichten, aber auch spannenden und schönen Wald vor sich. Auf dieser Waldlichtung gibt es eine neue Beobachtungsplattform um Säugetiere und Vögel zu beobachten. Eine Übernachtung im Wald ist möglich (Biwakieren) und sehr empfehlenswert, damit man frühmorgens zu Erkundungsgängen aufbrechen kann. Tiefer können Eindrücke vom Wald nicht sein!
Auch eine Teilnahme an Fischfang-Ausflügen (sogar Nachts) oder Weinproben (Paphia-Palmwein) sind möglich. Ein "Stadt"spaziergang durch Bayanga (inkl. Marktbesuch) ist sehr beeindruckend.
Mein Resümee: Nirgends sonst habe ich bisher einen so tiefen Einblick in die tatsächlichen, natürlichen Lebensweisen von afrikanischen Völkern bekommen, als hier in der Zentralafrikanischen Republik im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet. Wer wirklich abseits von "ausgetretenen Touristenpfaden" Afrika erleben möchte (Tiere, Regenwald und Einheimische) ist hier genau richtig.
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