von Almut Winkler, veröffentlicht in Aktivreisen
Neben Zelt, Schlafsack und Isomatte ist der Campingkocher ein wichtiges Utensil im Zelturlaub. Garantiert er doch Unabhängigkeit von Restaurants oder Cafes und selbst Abends ist noch schnell eine Tasse heißer Tee zubereitet.
Doch die Auswahl an Campingkochern ist groß. Nicht nur bei Baurart, Bedienung und Preis unterscheiden sich die einzelnen Modelle, vor allem in der Brennstoffart gibt es große Unterschiede. Deswegen sollte zuerst geklärt werden, ob es ein Gas- oder ein Spirituskocher werden soll. Beide Arten haben ihre Vorteile und eignen sich für unterschiedliche Einsatzbereiche.
Gaskartuschen für den Campingkocher: Schnell, effizient und überall erhältlich
In Europa und Amerika sind Gaskartuschen für Campingkocher leicht erhältlich. Auf vielen Campingplätzen oder in Outdoorläden gibt es meist eine große Auswahl an verschiedenen Kartuschen.
Doch wer sich für einen Gaskocher entschieden hat, sollte auf die Verbindung zwischen Kocher und Kartusche achten, denn hier gibt es zwei verschiedene Arten, die unterschiedliche Kartuschen erfordern. Einmal Kartuschen mit Schraubgewinde und einmal Kartuschen zum Stecken.
Gaskartuschen zum Schrauben oder zum Stecken
Steckkartuschen und die dazugehörenden Kocher sind in der Regel von Campinggaz und in Europa sehr weit verbreitet. Die blauen Kartuschen sind meist etwas günstiger, als Schraubkartuschen und werden bei Bedarf an den Kocher gesteckt. Dort bleiben sie so lange, bis die Kartusche leer ist und ausgetauscht werden muss.
Ein Transport des Kochers ist dann nur noch mir Kartusche möglich, denn diese ist nicht mehr zu verschließen. Hier liegt der Vorteil der Schraubkartuschen, die jederzeit vom Kocher abzuschrauben sind. Dadurch ist ein separater Transport von Kartusche und Kocher möglich.
Ebenso bleibt das Gas fest verschlossen, wenn der Kocher nicht gebraucht wird. Der etwas höhere Preis der Kartuschen lohnt sich oft, durch die bessere Lagerfähigkeit der Kartuschen.
Vorteile eines Gaskochers
Moderne Gaskocher sind sehr effizient. Gute Geräte bringen einen Liter Wasser innerhalb weniger Minuten zum Kochen. Häufig werden Kocher mit Windschutz oder passenden Töpfen angeboten. Diese sind meist noch effizienter, da keine Wärme verloren geht. So wird mit geringem Gasverbrauch, schnell das Essen erwärmt.
Die meisten Gaskocher sind klein, leicht und handlich. Oft können sie auf ein Maß von wenigen Zentimetern verpackt werden. Gerade wenn es auf Gewicht oder Platz ankommt, kann dies sehr nützlich sein. Bei Gaskochern mit sogenannter Piezo-Zündung wird zum Anzünden des Kochers nicht einmal ein Streicholz oder Feuerzeug benötigt.
Spirituskocher: Windfest und einfach in der Anwendung
Vor allem in den skandinavischen Ländern sind Spirituskocher sehr weit verbreitet. Vor allem, wenn es stark stürmt oder windet haben Spirituskocher in der Regel einen Vorteil gegenüber Gaskochern. Denn die meisten Spirituskocher sind windsicher gebaut, wie zum Beispiel der Sturmkocher von Trangia. Hier wird die Flamme durch einen äußeren Ring vor Wind und Wetter geschützt.
Spirituskocher sind unverwüstlich
Die meisten Spirituskocher fuinktionieren ähnlich einem Rechaud. Eine bestimmte Menge Spiritus wird in einen kleinen Tank gegeben, angezündet und unter den Topf gestellt. Das Feuer erlischt, wenn entweder die Flammer erstickt wird oder der Spiritus verbrannt ist.
Der Vorteil dieser Kocher liegt darin, dass sie in der Regel sehr robust sind. Im Gegensatz zu Gaskochern gibt es wenige Bauteile, die beim Transport oder im Gebrauch beschädigt werden können. Der Nachteil liegt im geringen Heizwert von Spiritus, der je nach Umgebung auch noch schlechter ausfallen kann. Außerdem werden Töpfe und Pfannen von unten durch die Flammen rußig.
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