von Andreas Klotz, veröffentlicht in Aktivreisen
Mein Berggorilla Tracking zur Mubare-Gruppe im Januar 2009 war etwas ganz Besonderes! Wir hatten schönstes Wetter, wunderbares Licht - und mussten gerade Mal eine halbe Stunde laufen. Danach folgte eine der schönsten Stunden, die man erleben kann.
Die aus nur 9 Individuen bestehende Mubare-Gruppe wird bereits seit rund 16 Jahren fast täglich von Touristen besucht. Die Berggorillas wissen sehr genau, wie man damit umgeht. Sie haben fast schon Routine: "Wagaba" zum Beispiel ist ein regelrechtes Model. Sie legt sich gerne in Pose und lässt sich fotografieren. Der Ranger hatte mir schon davon erzählt - und es war wirklich genau so!
"Ruhondeza", der Silberrücken, ist schon sehr alt - er ist wohl nicht mehr zeugungsfähig und man macht sich vor Ort große Sorgen, dass die Gruppe in naher Zukunft auseinanderbrechen könnte.
Das "Beste" Berggorilla Tracking aller Zeiten
Ich kann es nicht anders beschreiben, als dass wir das Gefühl hatten, wirklich willkommen zu sein. Die Tiere sind mehrfach direkt auf uns zugegangen, haben uns sogar berührt: ich wurde beschnuppert und "Kashongo" hat sich an mein Bein gedrückt. Einem meiner Begleiter hat ein Berggorilla von vorne neugierig direkt in die Kamera geschaut - aus einem Abstand von ca. 50 cm!
Einer anderen Teilnehmerin an diesem wunderbaren Berggorilla Tracking hat er kurz am Hemd gezupft. Nichts desto trotz haben wir uns immer bemüht, den Mindestabstand von 5-7 Metern einzuhalten - und sind auch mal ein paar Schritte zurück getreten.
Und das Beste: ich konnte beobachten, wie sich "Marayika" von hinten an eine kniende junge Frau langsam herangeschlichen hat - und dann nach einem überraschenden Schlag auf den Arm blitzschnell abgehauen ist. Sie hat ihr einfach einen Streich gespielt. Diese Tiere sind uns so wesensnah, es ist ein eigentlich unbeschreibliches Erlebnis!
Doch Garantien gibt es keine: am nächsten Tag sind zwei andere Fotografen zur Mubare-Gruppe gegangen - und hatten sich nach unseren Erzählungen schon gefreut. Aber dieses Berggorilla Tracking war eine mittlere Katastrophe: es dauerte mehrere Stunden die Mubare-Gruppe zu finden, das Gelände war extrem steil, das Wetter schlecht, und die Tiere ständig in Bewegung. Kein Vergleich! Wir haben scheinbar außergewöhnliches Glück gehabt - die anderen Pech.
Jedes Berggorilla Tracking ist anders!
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